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Die Erzbahn in Bochum war eine Eisenbahnstrecke zur Versorgung der Hochöfen des Bochumer Vereins mit Eisenerz. Sie nahm ihren Anfang in Gelsenkirchen am Rhein-Herne-Kanal und führte über etwa 8 Kilometer Entfernung zu dem Werk am Rande der Bochumer Innenstadt. Gleichzeitig war sie ein wichtiger Gleisanschluss für die Zeche Carolinenglück und deren Kokerei, die nur einige Kilometer nördlich des Bochumer Vereins lag. Aufgrund bereits zahlreicher vorhandener Eisenbahntrassen in Verlauf der Erzbahn wurde die Strecke auf Dämmen und Brücken verlegt, um so die bereits vorhandenen Bahnlinien und Straßen überqueren zu können.
Nach der Stilllegung des Stahlwerkes in den sechziger Jahren wurde die Erzbahn nicht mehr benötigt und verfiel allmählich. Seit 2002 wird die Trasse zu einem Radweg ausgebaut, die Arbeiten sollen 2006 abgeschlossen sein. Im Zuge der Strecke befinden sich einige größere Brückenbauwerke, von denen die neugebaute Erzbahnschwinge über die Gahlensche Straße das spektakulärste ist.
Im weiteren Verlauf tangiert der Weg die Siedlung Dahlhauser Heide in Bochum-Hordel. Der Bahndamm überragt hier das Gelände um 10 bis 12 Meter. Der wuchtige Malakowturm (Schacht 1 der Zeche Hannover) ragt über den Baumspitzen empor. In Günnigfeld wird mit einem längeren Brückenbauwerk die gleichnamige Straße überquert. Am Abzweig Ückendorf ist 2005 der Anschluss zum Zollverein-Radweg geschaffen worden. Von hier kann über einen durchgängig fertiggestellten Radweg die Zeche Zollverein in Essen-Stoppenberg erreicht werden. Auf der Erzbahntrasse folgt der eindrucksvollste Teil, die Pfeilerbrücke. Der erste Teil überpannt die Güterbahnstrecke Wanne-Gelsenkirchen. Es folgt ein Zwischenteil aus 21 Feldern, die aus genieteten Kastenprofilen bestehen. Auf den Profilen liegt jetzt der Radweg auf. Im Zuge der Sanierung wurden Geländer angebracht. Es wurden genietete Stahl-und Betonstützen verwendet. Den letzten Teil bildet die Brücke über die Köln-Mindener-Eisenbahn.
Die Brücke über die Elfrieden bzw. Gelsenkircher Straße besteht aus zwei Teilstücken. Während der östliche als Radweg umgebaut worden ist liegen auf dem westlichen Teil noch die Gleise. Die Trasse bildet nunmehr die Grenze zwischen den Städten Gelsenkirchen und Herne. In kürzeren Abständen folgen Brückenbauwerke, und es wird die Emschertalbahn passiert. Östlich hat man einen Blick auf den Schacht Pluto-Wilhelm, der wie Schacht XII der Zeche Zollverein auch von Fritz Schupp entworfen wurde. Die Höhe des Bahndammes über dem Geländeniveau nimmt im weiteren Verlauf kontinuierlich ab.
Es folgt der Doppelbrückenaufleger an der Wilhelmstraße. Die Trasse führt dann entlang der Pluto-Halde, die bislang kaum zugänglich ist. Die A42 wird unterquert und im Anschluss wird der Hafen-Grimberg am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen erreicht, der den Endpunkt der Strecke bildet.
Die Sanierung der Brücken bis zur Wilhelmstraße (Herne) / Bickernstraße (Gelsenkirchen) neben der Pluto-Halde ist abgeschlossen. Nach Beendigung der Restarbeiten ist die Eröffnung im April 2006 erfolgt.
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"Erzbahn (Bochum)".
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