Erwin Teufel (* 4. September 1939 in Rottweil) ist ein deutscher Politiker (CDU).
Er war von 1991 bis 2005 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.
Trotz seines fehlenden Abiturs wurde Teufel ab dem Wintersemester 2005/06 an der Hochschule für Philosophie in München zum Philosophie-Studium zugelassen. Als Begründung wurde der Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife durch die nachträgliche Umwandlung seines Abschlusses angeführt.
Teufel war stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Villingen-Schwenningen (bis 1976 Wahlkreis Villingen) in den Landtag eingezogen.
Von 1972 bis 1978 gehörte er dann als politischer Staatssekretär im Innenministerium und Staatssekretär für Umweltschutz der von Hans Filbinger geleiteten Landesregierung des Landes Baden-Württemberg an.
Nach dem Rücktritt von Lothar Späth wurde Teufel am 22. Januar 1991 zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt.
Nachdem die CDU bei der Landtagswahl 1992 erhebliche Einbußen und den Verlust der absoluten Mehrheit hinnehmen musste, kam es unter seiner Führung zur Bildung einer Großen Koalition mit der Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Nach der Landtagswahl 1996 konnte die CDU schließlich eine Koalition mit der FDP eingehen, die auch bei der Wahl 2001 bestätigt wurde.
Vom 1. November 1996 bis zum 31. Oktober 1997 war Teufel turnusgemäß Bundesratspräsident.
1994 wurde Teufel erstmals zum Mitglied im Ausschuss der Regionen Europas der EU berufen. Im Europäischen Konvent, einberufen vom Europäischen Rat, vertrat er von Februar 2002 bis Juli 2003 die deutschen Länder.
Nach längeren innerparteilichen Querelen kündigte Teufel am 25. Oktober 2004 an, dass er zum 19. April 2005 als Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Landesvorsitzender der Südwest-CDU zurücktreten werde.
Die von ihm favorisierte Nachfolgerin Annette Schavan konnte sich parteiintern nicht durchsetzen. Zum neuen Ministerpräsidenten wurde daher am 21. April 2005 der bisherige CDU-Fraktionsvorsitzende Günther Oettinger gewählt, der am 29. April 2005 auch das Amt des CDU-Landesvorsitzenden von Teufel übernommen hat.
Mann | Deutscher | Korporierter im CV | Ministerpräsident (Baden-Württemberg) | CDU-Mitglied | Geboren 1939 | Villingen-Schwenningen
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Erwin Teufel".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world