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Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg (* 12. Januar 1638 in Graz; † 7. Juni 1701 in Wien) war der Verteidiger Wiens bei der Zweiten Türkenbelagerung 1683.

Er hatte insgesamt 15-20.000 Mann zur Verfügung - gegenüber 300.000 Mann der Osmanen. Dass er am 15. Juli 1683 dennoch eine Kapitulation ablehnte, hing mit seinem Vertrauen auf ein baldiges Entsatzheer des Kaisers Leopold I. zusammen - sowie auf die Stadtmauern, die seit der Ersten Türkenbelagerung 1529 erheblich verstärkt worden waren.

Als aber dieses Heer unter Jan Sobieski erst Mitte September eintraf, hätte Wien nur mehr wenige Tage durchhalten können - seine Mauern waren durch die türkischen Mineure, die lange Gänge bis unter die Stadtmauer gruben und dort große Sprengkörper (Minen) zur Explosion brachten, gefährdet.

Die Verzögerung der kaiserlich-polnischen Allianz mit Bayern und Sachsen hing mit der Uneinigkeit Europas zusammen.

Militärperson (Österreich-HRR) | Türkenkriege (Person) | Österreicher | Starhemberg | Mann | Geboren 1638 | Gestorben 1701

 

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