Ernst Benda (* 15. Januar 1925 in Berlin) ist ein deutscher Jurist und Politiker (CDU).
Benda begann seine akademische Ausbildung nach Kriegsende mit dem Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und war dort Mitglied des letzten frei gewählten Studentenrates. Im Frühjahr 1948 kam Benda einer Zwangsexmatrikulation durch die zunehmend kommunistisch dominierte Universität zuvor, er wechselte in die USA zur University of Wisconsin-Madison und setzte sein Studium in Deutschland nach Gründung der Freien Universität Berlin an dieser fort. Das 2. Staatsexamen in legte er 1955 ab und ließ sich 1956 als Rechtsanwalt in Berlin nieder.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt als Präsident des Bundesverfassungsgerichts wurde Benda 1984 zum Ordinarius an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg berufen. Vorgänger auf seiner Planstelle am Bundesverfassungsgericht war Gebhard Müller, sein Nachfolger Roman Herzog.
Weiterhin war er Präsident der “Deutsch-Israelischen Gesellschaft" und ist Vorsitzender des Medienrats Berlin-Brandenburg. 1993 bis 1995 war Benda Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages.
1966 fungierte er als Präsident des Notparlaments bei der Stabsübung "Fallex 66" und ab 1969 war er Mitglied des fünfköpfigen Bundestagsabgeordneten-Gremiums für die Zustimmung zu geheimdienstlichen Globalkontrollen nach dem “Gesetz über die Post- und Telefonkontrolle".
1970 war er wiederum Mitglied des Notparlamentes der Bundesrepublik und des Vertrauensmännerausschusses des Bundestags für die Geheimdienstzweige (BND, Verfassungsschutz, MAD). Am 8. Dezember 1971 legt er sein Abgeordnetenmandat nieder.
Im November 1971 wurde er zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe gewählt. Dieses Amt übte er bis 20. Dezember 1983 aus, zugleich war er Vorsitzender des Ersten Senats des Gerichts.
1974 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg verliehen und 1987 wurde er mit dem Heinz-Herbert Karry-Preis ausgezeichnet.
Mann | Deutscher | CDU-Mitglied | Innenminister (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter | Richter (Bundesverfassungsgericht) | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Geboren 1925
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