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Ermutigung bedeutet dass eine Person einer anderen oder einer ganzen Gruppe in einer bestimmten Form Mut zukommen lässt, sei es nun in einer Art Zuspruch oder auch durch Gesten, Ansprachen, Flugblätter oder einfache Schlagworte.

Formen


Ermutigungen werden in vielfältiger Form erteilt. Bei den Gesten ist die verbreitetste das so genannte Schulterklopfen. Bei Sportlern helfen Zurufe wie "Los jetzt, auf gehts" oder das vom Tennispublikum oft musikalisch skandierte "jetzt gehts lo-os" den Beteiligten, nochmals Energien frei zu setzen um den Wettkampf zu bestehen.

Bei verzweifelten Menschen, die nach Schicksalsschlägen völlig mutlos sind um das Leben weiterhin positiv gestalten zu können, ist eine Ermutigung in Form von Zu- oder Ansprache eher angebracht.

Historische und aktuelle Beispiele


Eine der bekanntesten Ermutigungen von Soldaten vor einer Schlacht stammt aus der Feder von William Shakespeare in seinem Stück Henry V, die der junge König bei der Schlacht von Azincourt (25. Oktober, 1415) hielt. Aber auch andere Reden vor einem Kampf sind legendär.

Bekannt ist auch das Lied Ermutigung von Wolf Biermann, das 1974 erstmals veröffentlicht wurde und in dem er, nachdem er in die DDR nach seiner Ausweisung nicht mehr einreisen durfte, Verse dichtete, die seinen Freunden dort Mut zu machen sollten. Die Verse wurden auch teilweise von der westdeutschen Antiatomkraftbewegung dazu benutzt, die Moral der Anhänger zu stärken. Eine Strophe lautet:

Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Das wolln sie doch bezwecken
dass wir die Waffen strecken
schon vor dem großen Streit.

Die freie Enzyklopädie im Internet Wikipedia ermutigt ihre Besucher und Mitglieder ihr Wissen zur Verfügung zu stellen mit Beiträgen wie Sei_mutig_beim_Ändern_der_Seiten. Darin heißt es beispielsweise Wikipedias funktionieren nur, wenn die Leute mutig sind. Zieh los, mach diese und jene Änderung, korrigiere den Rechtschreibfehler, füge jenen Aspekt hinzu, präzisiere die Sprache und so weiter und so fort.

Telefonseelsorge


Mitarbeiter bei sogenannten Telefondiensten (Sorgentelefon, Telefonseelsorge), die sich um die Sorgen ihrer Mitmenschen, seien es nun Kinder, Jugendliche oder Erwachsene kümmern, sind besonders dazu angehalten, die Anrufer zu ermutigen. Oft stehen hier seitens der Anrufer Suizidgedanken im Hintergrund, die es zu vertreiben gilt. Einen Menschen zu ermutigen heißt dabei, ihm in seiner negativen Lage (z. B. bei Trauer) eine neue Perspektive für seine Situation zu geben. Bevor ein Mensch ermutigt wird, ist es wichtig ihn zu trösten, da ihm sonst der Eindruck vermittelt wird, dass seine Trauer falsch sei.

Quellen und Literatur


Soziale Interaktion

 

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