Der Begriff Erleben ist ein wesentlicher Bestandteil der gängigen Definition von Psychologie als der Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen.
Er ergänzt damit die Ausrichtung der Psychologie als Verhaltenswissenschaft (Behaviorismus) um die rezeptive Seite der Interaktion von Mensch und Umwelt, also wie der Mensch Ereignisse, Situationen oder generell das Leben ‚erlebt’.
Im Gegensatz zu der großen Anzahl von Theorien über das menschliche Verhalten, gibt es keine allgemein akzeptierte Theorie über das menschliche Erleben.
In der Wissenschaft Psychologie werden vor allem zwei Bereiche des Erlebens unterschieden, nämlich die Emotionen, die das Erleben begleiten, und die Kognitionen als die interne Repräsentation des Erlebten. Kognitionen und Emotionen hängen zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Beide zusammen bestimmen das menschliche Erleben. Viele Konzepte der angewandten Psychologie, wie z.B. Erlebnispädagogik oder Selbsterfahrungsgruppe, thematisieren das Zusammenwirken von Emotion und Kognition beim menschlichen Erleben.
Auch kann die zentrale Kontroverse zwischen akademischer (universitärer) und populärwissenschaftlicher (alternativer) Psychologie als Dissens über das menschliche Erleben und das Zusammenspiel von Emotion und Kognition verstanden werden.
siehe auch Erlebnis | Allgemeine Psychologie