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Erik_zabel_bt2004_e2_aichach_sieger.jpg 2004]] Zabel DM-Mannheim Herren 2005-06-26.jpg | Erik_Zabel_Gaillac.jpg | Erik Zabel Tour 2006.jpg]] Henninger Turm 2006 - Erik Zabel.jpg 2006]] Erik (auch genannt „Ete“) Zabel (* 7. Juli 1970 in Berlin) ist der nach Profisiegen gerechnet erfolgreichste deutsche Profi-Radrennfahrer aller Zeiten. Neben Jan Ullrich ist Erik Zabel der beste deutsche Radrennfahrer seiner Generation, die vom Bund Deutscher Radfahrer seit 2000 systematisch geführten nationalen Ranglisten führt er seitdem in jedem Jahr an, teilweise mit der doppelten bis dreifachen Punktzahl des jeweils Zweitplatzierten. In seiner Karriere erzielte der Sprintspezialist bisher 200 Siege und gewann als einziger Radprofi überhaupt sechsmal das (Grüne Trikot) der Tour de France. Damit ist er einer der besten Radrennfahrer der Welt.

Erik Zabel wuchs im Ostteil Berlins auf. Nach guten Ergebnissen als Amateur wechselte er 1993 ins Profilager zum Team Telekom, bei dessen Nachfolger, dem T-Mobile Team, er bis Ende 2005 unter Vertrag stand. Seit 2006 startet Zabel für das Team Milram.

Zabel ist verheiratet und hat einen Sohn, Rik, der mittlerweile ebenfalls Radrennen in der U15-Klasse fährt. Die Familie lebt in Unna-Kessebüren bei Fröndenberg etwa 20 km östlich von Dortmund.

Fahrerprofil


Zabel gilt neben dem Italiener Mario Cipollini als einer der besten Sprinter der späten 90er Jahre. Im Gegensatz zu Cipollini hat sich Zabel aber zu einem Allroundfahrer entwickelt, der sich auch bei Klassikern in Szene setzen kann. Er hat damit einen Maßstab gesetzt, an dem sich seine heutigen Hauptkonkurrenten genauso orientieren wie auch sein jetziger Mannschaftskamerad Alessandro Petacchi.

Zabel wird zu denjenigen Sprintern gezählt, die unter diesen Spezialisten über vergleichsweise gute Bergqualitäten verfügen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass er seine beiden deutschen Meistertitel nicht im Sprint, sondern nach einer längeren Alleinfahrt erzielte. Als Straßen-Profi, der ursprünglich von der Bahn kommt, ist er immer wieder bei den winterlichen Sechstagerennen erfolgreich, wenn der Rennkalender dies zulässt.

Radsportliche Laufbahn


Jugend und Amateurzeit

Die ersten großen internationalen Erfolge erzielte er bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1987 (Dritter im DDR-Bahnvierer) und 1988 (Fünfter im Punktefahren). Ein Jahr später wurde der 19-Jährige Mitglied der DDR-Nationalmannschaft. Schon 1989 wurde Erik Zabel mit dem TSC Berlin DDR-Meister im 4000-Meter-Mannschaftszeitfahren auf der Bahn. Auch 1990 war Erik Zabel einer der besten DDR-Fahrer, wurde Landesmeister und gewann mit der Ardennen-Rundfahrt sein erstes Mehretappenrennen. Nach der Wende in der DDR wechselte Zabel zu RC Olympia Dortmund unter Hennes Junkermann. Der zweite Platz bei den deutschen Straßenmeisterschaften ebnete ihm 1991 den Weg ins erste gesamtdeutsche WM-Team. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde Erik Zabel Vierter.

Profi-Laufbahn

1998 und 2003 wurde er Deutscher Meister auf der Straße (Einzel). 1994 konnte er beim Klassiker Paris–Tours seinen ersten großen internationalen Sieg feiern. Ins Rampenlicht der Öffentlichkeit trat Zabel aber erst ein Jahr später, 1995, als er mit zwei Etappensiegen bei der Tour de France seinen Mannschaftskollegen Olaf Ludwig als besten Sprinter des Teams Telekom ablöste.

1996 gewann Zabel erneut zwei Etappen bei dem schwersten und populärsten Radrennen der Welt. Außerdem konnte er sich erstmals das Grüne Trikot des punktbesten Fahrers der Tour überstreifen, was ihm bis 2001 insgesamt sechsmal in Folge gelingen sollte – ein einsamer Rekord. Mit zwölf Etappensiegen hat sich Zabel außerdem mehr Tageserfolge bei der Tour de France ersprintet als jeder andere deutsche Radrennfahrer.

Bei der Tour de France 2003 wurden Erik Zabel und sein Teamkollege und Freund Rolf Aldag vom Regisseur Pepe Danquart begleitet. Daraus entstand der Dokumentarfilm Höllentour, der 2004 in die Kinos kam.

Sein Lieblingsrennen: Mailand-San Remo

1997 triumphierte Zabel erstmals beim berühmten italienischen Frühjahrsklassiker Mailand–San Remo, einem der fünf so genannten „Monumente des Radsports“. Diesen Erfolg konnte er 1998, 2000 und 2001 wiederholen. 2004 vergab er den Sieg in einem denkwürdigen Sprintfinale, als er im Gefühl des sicheren Sieges den Sprint nicht bis zur Ziellinie durchzog und Óscar Freire noch knapp vorbeiziehen ließ.

In den Jahren 2000 und 2001 erreichte Zabel den Höhepunkt seiner Karriere: Neben zahlreichen anderen Siegen gewann er jeweils zwei Weltcuprennen, holte sich den Weltcup-Gesamtsieg (2000) und die Führung in der Weltrangliste (2001). Nicht zuletzt wegen dieses Erfolges wurde er 2001 zum deutschen Sportler des Jahres gewählt.

Überzeugende Konstanz

Nach einem durchwachsenen Jahr 2002, in dem er seine Führung in der Weltrangliste zwar verteidigen, aber keine großen Erfolge feiern konnte, meldete sich Zabel 2003 mit seinem zweiten deutschen Meistertitel nach 1998, drei Tageserfolgen bei der Vuelta a España und seinem insgesamt achten Weltcupsieg bei Paris-Tours zurück.

2004 überzeugte er durch einen Etappensieg bei der Ruta del Sol, als Sieger des Rennens Rund um Köln, zwei Etappensiege bei der Friedensfahrt, zwei Etappensiege bei der Bayern-Rundfahrt und den erneuten Gewinn des blauen Trikots des Punktbesten bei der Vuelta a España. Eingerahmt wurde Zabels Saison von zwei zweiten Plätzen, jeweils hinter Óscar Freire: Im März jubelte Zabel bei Mailand-San Remo zu früh und wurde von dem Spanier übersprintet, im Herbst gewann er trotz Durchfall die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Verona.

Seine Konstanz über die Saison hinweg spiegelt sich auch in der Radsport-Weltrangliste wider, deren Führung er zwischen 2001 und 2004 dreimal übernehmen konnte.

Saison 2005

2005 holte er seinen ersten Saisonsieg beim Rennen Rund um den Henninger Turm in Frankfurt und hat damit als erster Radrennfahrer dieses Rennen zum dritten Mal gewonnen. Vom 7. bis 29. Mai nahm er zum ersten mal in seiner Profi-Karriere am Giro d'Italia teil. Allerdings verfehlte er das beim Giro „maglia ciclamino“ (Farbe: alpenveilchen-rot) genannte Trikot der Punktwertung doch recht deutlich.

Obwohl Zabel von Beobachtern 2005 eine gute Form bescheinigt wurde, hatte sich das T-Mobile Team entschlossen, ihn nicht in die Tour de France-Mannschaft zu nehmen, sondern stattdessen ausschließlich auf den Gesamtsieg mit Jan Ullrich zu setzen.

Am 31. Juli 2005 erklärte Zabel am Rande des HEW Cylclassics seinen Weggang vom T-Mobile Team zum Ende des Jahres 2005. Bei der Straßen-Radweltmeisterschaft 2005 in Madrid wurde dann bekannt, dass Zabel ab 2006 an der Seite von Alessandro Petacchi für das neugeschaffene Team Milram (Hauptsponsor Nordmilch) fahren wird. Teamchef wird Gianluigi Stanga (Italien). Das neugeschaffene Team übernahm die ProTour-Lizenz von Domina Vacanze; das Touristikunternehmen zog sich aus der Sponsorenschaft zurück.

Bei der für ihn recht erfolgreich verlaufenen Vuelta, belegte Zabel mehrmals den 2. Platz hinter dem italienischen Sprintstar Alessandro Petacchi. Beim WM-Straßenradrennen am 25. Oktober in Madrid konnten beide nicht den erhofften Erfolg erzielen. Zabels letztes großes Saisonrennen und gleichzeitig letztes Rennen im Magenta-Trikot war Paris-Tours, das er im Spurt gewann – es war gleichzeitig sein dritter Sieg bei diesem Rennen nach 1994 und 2003. Damit ist er der vierte Fahrer, dem dieser dreifache Triumph gelingt (nach Gustave Danneels, Belgien: 1934, 1936 und 1937; Paul Maye, Frankreich: 1941, 1942 und 1945; Guido Reybroeck, Belgien: 1964, 1966 und 1968). Nach dem Ende der Straßensaison gewann Zabel die Sechstagerennen in Dortmund mit Rolf Aldag und in München mit Robert Bartko.

Wichtigste Erfolge


(Für aktuelle Platzierungen s. unter Weblinks Erik Zabel in der aktuellen BDR-Rangliste)

Eintagesrennen

Erfolge bei Rundfahrten

Ehrungen

Weblinks


Mann | Deutscher | Radsportler (Deutschland) | Geboren 1970

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