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Erich Sauer (* 17. Februar 1931 in Frankenthal (Pfalz)) ist ein deutscher Bildhauer, der vor allem Skulpturen aus Bronze fertigt. Er lebt in seiner Geburtsstadt.

Ausbildung


Sauer absolvierte zunächst eine handwerkliche Ausbildung. 1962/63 studierte er in Mannheim bei E. T. Veith. 1964 eröffnete er in Frankenthal eine Bronzegießerei. 1968-1971 setzte er in Salzburg sein Studium fort bei Heinrich Kirchner, Max Rieder und Marcello Mascherini. Mit einem Stipendium des österreichischen Staates für die Salzburger Sommerakademie wurde er Meisterschüler von Mascherini. 1973 nahm er dann seine eigene Lehrtätigkeit auf.

Bedeutung


Zu den Themen, die Sauer bei seiner künstlerischen Betätigung vorrangig bearbeitet, gehören die Bewältigung des Holocaust und das Bild des Menschen in seiner Umwelt. Meist geht sein Anliegen bereits aus dem Titel seines Werkes hervor. Dabei bemüht er sich, den Betrachtern den Humanismus nahezubringen, der ihn selbst beseelt. Auf Bildhauer-Werkstatttagen und Sommerakademien - z. B. in Frankenthals Partnerstadt Strausberg - gibt Sauer sein Wissen und seine handwerklichen Fertigkeiten an Künstlerkollegen und talentierte Neulinge weiter.

Sauer ist der bekannteste zeitgenössische Künstler Frankenthals. Mittlerweile findet man seine Skulpturen als Auftragsarbeiten in aller Welt, wie Sauer auch global auf Ausstellungen vertreten ist. In seiner Heimatstadt entstand 2005 eine Diskussion, ob ein geplantes Künstlerhaus ihm allein oder auch anderen Künstlern der Stadt gewidmet werden soll.

In der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler ist Sauer Mitglied des Vorstandes.

Skulpturen


(Auswahl)
  • Die Welt in der wir leben, 1977, Bronze, 30 cm
  • Der Politiker und sein Gewissen, 1991, Bronze, 182 cm
  • Der Narziß, 1992, Bronze, 60 cm
  • Immunschwäche, 1993, Bronze, 240 cm
  • Zwischenmenschliche Beziehung, 1997, Bronze, 202 cm (Standplatz: Willy-Brandt-Anlage, Frankenthal)
  • Mobilität, 1998, Bronze, 185 cm
  • Belegexemplar, 1998, Bronze, 170 cm
  • Medienterror, 1999, Bronze, 210 cm
  • Spuren, Bronze
  • Der Treidler, Bronze
  • Die eine Seite weiß nicht was die andere tut, Bronze
  • Abartig, Bronze
  • Marien-Engel, 2003, Bronze
  • La Facciata, Bronze

Einzelausstellungen


(Vollständige Liste s. u. Website von Erich Sauer)
  • 1994:
Palais des Nations (Sitz der Vereinten Nationen), Genf
  • 1995:
Romanischer Keller, Salzburg
  • 1996:
Parlement Européen, Strasbourg
Galerie Tarkett, Stockholm
  • 1997:
Palais am Festungsgraben, Unter den Linden, Berlin
  • 1998:
Museum Theo Kerg, Schriesheim
  • 2000:
The Jerusalem Center for the Performing Arts, Jerusalem
Salle de Fêtes et de la Culture, Colombes, (Frankreich)

Auszeichnungen


  • 1964: 1. Preis im Ideenwettbewerb der Lutherkirche Frankenthal
  • 1967: 1. Preis im Ideenwettbewerb der Stadt Kaiserslautern
  • 1970: Preis der Stadt Salzburg für Bildende Kunst
  • 1971: 1. Preis der Stadt Colombes
  • 1975: Staatsehrenpreis für Kunst am Bau
  • 1976: 1. Preis der Stadt Colombes
  • 1982: 1. Preis der Stadt Colombes
  • 1988: 1. Preis der Stadt Colombes für Skulpturen
  • 1989: 1. Preis im Ideenwettbewerb der Stadt Kandel
  • 1994: Auszeichnung (erstmalige Vergabe) durch die Vereinten Nationen als "Künstler für den Frieden"

Weblinks


Mann | Deutscher | Geboren 1931 | Bildhauer

 

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