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Eric Clapton CBE (* 30. März 1945 in Ripley, England; voller Name: Eric Patrick Clapton, Spitzname: Slowhand) gilt als einer der besten Rock- und Blues-Gitarristen. Er prägte die Entwicklung des Bluesrock seit den 1960er-Jahren wesentlich mit.
Clapton brach sein Kunststudium ab, um sich 1963 einer Band anzuschließen. Dort spielte er u. a. mit Brian Jones zusammen. Claptons musikalische Vorbilder waren vor allem Robert Johnson und Chuck Berry. Bekannt wurde Eric Clapton als Gitarrist der Yardbirds, mit denen er deren größten Hit For Your Love einspielte und der Bluesbreakers von John Mayall. Er perfektionierte sein bluesorientiertes Gitarrenspiel derart, dass bald an den Hauswänden Londons Graffities wie Clapton is God zu lesen waren. Nachdem er Jimi Hendrix in London gehört hatte, formierte Eric Clapton 1966 mit Jack Bruce von den Bluesbreakers (Bass) und Ginger Baker von der Graham Bond Organisation (Schlagzeug) das Powertrio Cream, eine der ersten Supergroups der Rockmusik.
Clapton begann auch zu singen und Songs zu schreiben. Mit George Harrison von den Beatles zusammen schrieb er den Cream-Title Badge. Die Freundschaft der beiden führte auch zur Mitwirkung Claptons bei der Aufnahme des Beatles-Songs While My Guitar Gently Weeps. Später verließ Harrisons Frau Patti Boyd diesen, um mit Eric Clapton zusammenzuleben. Nach der Auflösung von Cream 1968 wurde mit Blind Faith versucht, eine neue Supergruppe zu etablieren, jedoch ohne den erwarteten Erfolg. im September 1969 wirkte er bei John Lennons Plastic Ono Band mit.
Ende 1969 tourte Clapton mit Delaney & Bonnie und nahm 1970 sein erstes Solo-Album auf. Mit einigen der Bandmusiker von Delaney & Bonnie gründete er anschließend Derek and the Dominos, die das viel gelobte Album Layla And Other Assorted Love Songs aufnahm, bei dem auch Duane Allman mitspielte. Der Titelsong Layla ist einer der meistgespielten Rocksongs der 1970er Jahre. Er spielte bei zahlreichen Studioaufnahmen von Freunden wie John Lennon und Billy Preston und mit Howlin' Wolf bei dessen London Session. In dieser Zeit verfiel er Alkohol und Drogen und wurde heroinsüchtig. 1971 nahm Clapton an George Harrisons Konzert für Bangladesh teil, bei dem er auf der Bühne zusammenbrach. Er habe in einer „Wolke aus rosa Watte“ gelebt, erzählte er in einem Rolling Stone-Interview, kam aber durch eine neuartige Elektro-Therapie von der Sucht los.
1973 trat er beim von Pete Townshend organisierten Rainbow Concert auf – seine prominent besetzte Begleitband nannte sich The Palpitations. Townshend verhalf Clapton damit zu einem frühen Comeback nach der sehr drogenlastigen Zeit. 1974 nahm Clapton 461 Ocean Boulevard auf. Seine Version von Bob Marleys I Shot The Sheriff wurde ein Hit. Ende der 1970er wurde Clapton erneut alkoholsüchtig. Erfolgreiche Entzugskuren auf Antigua veranlassten ihn, ein dortiges Rehabilitationszentrum zu unterstützen.
Nach Behandlung seiner Drogenprobleme nahm Clapton in den 1980ern erneut Platten auf. Die mit Phil Collins produzierten Alben „Behind the Sun“ (1985) und „August“ (1986) zeigten deutlich den von Collins bevorzugten glatten, pop-orientierten Stil mit charakterischem Synthie-Drums und Bläsern, stellten aber vor allem in Großbritannien beachtliche Verkaufserfolge dar. Das Album „August“ erreichte Platz 3 der britischen Charts, der Eröffnungssong „It's In The Way That You Use It“ wurde auch für die Filmmusik des Streifens „Die Farbe des Geldes“ mit Tom Cruise und Paul Newman verwendet. Erst mit dem 1989er Album „Journeyman“ kehrte Clapton langsam zu seinen Blues-Wurzeln zurück.
Anfang der 1990er musste Clapton einige tragische Ereignisse durchleben. Am 27. August 1990 kam Stevie Ray Vaughan, der mit Clapton auf Tour war, bei einem Helikopterabsturz ums Leben. Am 20. März 1991 starb sein vierjähriger Sohn Conor bei einem Sturz aus dem 53. Stock eines Hochhauses. Teil seiner Trauerarbeit war der Song Tears In Heaven, der ebenso wie die 1991 aufgenommene MTV Unplugged Session einen Grammy gewann.
In den 1990er Jahren hatte er eine Beziehung zu der Musikerin Sheryl Crow. Im Jahr 2000 veröffentlichte Clapton Riding With The King zusammen mit B. B. King. 2002 veranstaltete Eric Clapton am 29. November in der Royal Albert Hall das „Concert for George“, ein Gedenkkonzert für George Harrison, zu dem er Freunde von Harrison einlud, unter anderem Paul McCartney, Ringo Starr, Jeff Lynne, Tom Petty & the Heartbreakers, Ravi Shankar, Billy Preston, Gary Brooker und Joe Brown. Außerdem waren auch Olivia und Dhani Harrison anwesend.
Im Mai 2005 trat Clapton in der Royal Albert Hall in London mit Ginger Baker (Schlagzeug) und Jack Bruce (Bass) in einem „Cream Reunion Concert“ in Originalbesetzung auf. Eine Doppel-CD und Doppel-DVD des Konzerts ist mittlerweile im Handel.
Eric Clapton ist dreimal in der Rock and Roll Hall of Fame vertreten: mit den Yardbirds (1992), mit Cream (1994) und als Solo-Künstler (2000).
Es gibt drei Gitarren, die Eric Claptons Namen tragen. Zum einen ist das die Fender Stratocaster „Eric Clapton“, die nach seinem Lieblingsmodell „Blackie“ aus den 70ern nach Claptons Vorgaben gebaut wurde. Das Besondere ist der Gitarrenhals mit einem V-Profil, welches seiner Spielweise sehr zu gute kommt. Sie besitzt weiterhin sehr moderne Features, wie die „Noiseless Pickups“, die sehr brummarm sind, einen Mittenbooster mit 9-V-Batterie und ein geblocktes Vibrato, da Clapton es nie benutzt. Die zweite Gitarre ist eine Martin D28-000EC, die er erstmals beim Unplugged-Konzert von MTV gespielt hat. Es ist eine Westerngitarre in OOO-Form, also etwas kleiner als eine Dreadnought-Form. Die dritte Gitarre ist die Gibson ES-335 „Eric Clapton Crossroads“ (eine halbakustische Gitarre), allerdings limitiert auf 250 Stück.
Mann | Brite | Rockmusiker | Rocksänger | Gitarrist | Geboren 1945 | Blues-Musiker
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