| Wappen | Karte |
|---|---|
| Kreiswappen des Kreises Rhein-Erft-Kreis.png | Lage des Kreises Rhein-Erft-Kreis in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Landschaftsverband: | Rheinland |
| Verwaltungssitz: | Bergheim |
| Fläche: | 704,7 km² |
| Einwohner: | 462.849 (31. Mai 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 657 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 05 3 62 |
| Kfz-Kennzeichen: | BM |
| Kreisgliederung: | 10 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Willy-Brandt-Platz 1 50126 Bergheim |
| Website: | www.rhein-erft-kreis.de |
| E-Mail-Adresse: | info@rhein-erft-kreis.de |
| Politik | |
| Landrat: | Werner Stump (CDU) |
| Karte | |
| North_rhine_w_bm.png | |
Der Rhein-Erft-Kreis ist ein Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Köln. Bis Ende Oktober 2003 hieß der Kreis Erftkreis.
- | Städte | Gemeinden |
Nachdem der Kreistag die Umbenennung des Kreises in „Rhein-Erft-Kreis“ beschlossen hatte, genehmigte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen mit Wirkung vom 1. November 2003 den neuen Namen. Der Landrat nahm am 25. September 2003 die Urkunde zur Umbenennung entgegen. Der Kreis verspricht sich vom neuen Namen eine bessere internationale Vermarktung.
Die Städte Wesseling, Brühl, Hürth und Frechen sind zudem noch an das Kölner Stadtbahnnetz angeschlossen. Durch Wesseling führt die Rheinuferbahn der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahn (KBE), heute Stadtbahnlinie 16. Durch Hürth und Brühl fährt die ehemalige Vorgebirgsbahn der KBE, heute Linie 18. Nach Frechen verläuft die Strecke der ehemaligen Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE), heute die Straßenbahnlinie 7 (keine Stadtbahnlinie).
Die Städte sind an folgende Autobahnen und Bundesstraßen gut angeschlossen:
Darüber hinaus betreibt die REVG oder städtische Verkehrsbetriebe zahlreiche Buslinien mit lokaler Bedeutung. Eine Buslinie in Kerpen, Elsdorf und Bergheim wird von der Firma Tirtey betrieben.
In den 90er Jahren wurde das Angebot insbesondere in den Abendstunden nach 22 Uhr stark gekürzt (Bedienung nur noch aus Richtung Köln in den Kreis hinein) und durch städtische Anrufsammeltaxen ersetzt. Der Nachteil dieser Anrufsammelntaxen liegen darin, dass diese nur auf Bestellung fahren und selten ein Angebot über die jeweiligen Stadtgrenzen aufweisen können.
Der Landesdurchschnitt der bewaldeten Fläche von NRW liegt bei circa 26 %. Mit der beschlossenen Erweiterung des Braunkohletagebaus Hambach fielen nochmals circa 1.300 Hektar Wald weg und der Waldanteil verringert sich damit weiter auf circa 8 %. Vor diesem Hintergrund wurde im Erftkreis ein beispielhaftes Waldvermehrungsprogramm initiiert.
Innerhalb von 9 Pflanzperioden (93/94 - 01/02) wurden bisher ca. 150 ha neu aufgeforstet. Dies entspricht einer Neupflanzung von circa 750.000 heimischen Laubbäumen und Sträuchern.
Die Städte Bedburg, Bergheim, Brühl, Erftstadt, Kerpen, Kerpen, Hürth, Pulheim und Wesseling unterstützen das Waldvermehrungsprogramm des Erftkreises aktiv und haben, neben eigenen örtlichen Waldaktionen, bisher eine Fläche von ca. insgesamt 40 ha für überregionale Aufforstungen bereitgestellt.
Die Kerpener Uwe Erichsen und Petra Hammesfahr zählen mit ihren Krimis und Psychothrillern zu den namhaften Vertretern der deutschsprachigen Spannungsliteratur. Erichsen ist vor allem durch seinen mit Götz George verfilmten Roman Das Leben einer Katze (1983) bekannt geworden. Petra Hammesfahr erreicht seit den 90er Jahren mit ihren zum Teil für das Fernsehen verfilmten Psychothrillern (u.a. Der stille Herr Genardy, 1993, Die Mutter, 2000, Das letzte Opfer, 2002) breite Leserkreise. Auch Carsten Sebastian Henn aus Hürth hat sich in den vergangenen Jahren als Verfasser von Kriminalromanen über die Grenzen des Rhein-Erft-Kreises hinaus einen Namen gemacht (u.a. In dubio pro vino, 2004).
Zu den ebenfalls überregional wahrgenommenen Romanautoren gehören der Elsdorfer Kay Löffler (zuletzt Dorf der Wolkenmacher, 2001), der Bergheimer Gynter Mödder (u.a. Laßt mich leben!, 1996, Gullivers fünfte Reise, 2005), der Pulheimer Klaus Poche (Atemnot, 1978) sowie die Erftstädter Linda Pfeiffer (u.a. Schwarze Liebe, 1989) und Hans Josef Jungheim, der neben Romanen für Erwachsene (u.a. Im Jahr der Krähen, 1990, Das Labyrinth, 1994) auch Kinder- und Jugendliteratur veröffentlicht hat. Zwei der renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren sind bundesweit Gottfried Schädlich aus Brühl (Pseudonym Fried Noxius) und Tilman Röhrig (Hürth), der 1984 für seinen Roman In dreihundert Jahren vielleicht mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet worden ist. Zu Schädlichs zahlreichen Veröffentlichungen zählt unter anderem der Roman Laßt euch den Mond nicht rauben (1986). Als Sachbuchautoren haben sich seit den 90er Jahren der Frechener Jürgen Streich (zuletzt Vorbilder - Der Alternative Nobelpreis, 2005) und der Elsdorfer Andreas Rumler (u.a. Tübinger Dichter-Spaziergänge, 2003) zunehmend profiliert. Große Resonanz fand 2005 Henner Voss (Bergheim) mit seinem Buch Vor der Reise - Erinnerungen an Bernward Vesper.
Im Mittelpunkt des literarischen Schaffens von Dolores Burkert (Bedburg), Axel Kutsch (Bergheim), Helmut Schmale (Frechen) und Christa Wißkirchen (Pulheim) steht die Lyrik. Neben ihrem Debütband Auf Reisen und Abwegen (2004) hat Dolores Burkert etliche Anthologien publiziert. Kutsch hat sowohl regionale Lesebücher als auch zahlreiche bundesweit beachtete Lyrik-Anthologien herausgegeben und mehrere von der Kritik gelobte Gedichtbände veröffentlicht (u.a. Einsturzgefahr, 1997, Wortbruch, 1999, Ikarus fährt Omnibus, 2005). Ebenfalls auf positive Resonanz stießen die Lyrikbände von Helmut Schmale (u.a. überschreibungen, 1994, Im Tal der Zeichen, 2001) und Christa Wißkirchen (Blickfeld, 2001).
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