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Eretria war eine antike griechische Polis auf der Insel Euböa. Sie war bedeutend in der Zeit der griechischen Kolonisation im 7. Jahrhundert v. Chr. Eretria verlor im 6. Jahrhundert einen Teil seines Umlandes, die fruchtbare Lelantische Ebene am Fluss Lelantos, an die benachbarte Polis Chalkis, wodurch seine Bedeutung zurückging.

Historische Bedeutung erlangte Eretria vor allem im Zeitalter der Perserkriege (500 v. Chr. - 479 v. Chr.). Eretria war - neben Athen - die einzige Stadt, die den kleinasiatischen Städten des Ionischen Aufstands fünf Schiffe (eher symbolisch) zu Hilfe schickte.

Nach Niederwerfung des Ionischen Aufstands und Zerstörung von Milet (494 v. Chr.) wurde Eretria bei der nachfolgenden Strafexpedition der Perser unter Datis im Jahre 490 v. Chr. erobert. Die Perser zerstörten die Stadt und deportierten die Bevölkerung nach Mesopotamien, so wie es vier Jahre zuvor schon den Bewohnern von Milet ergangen war.

Eretria muss aber bald danach wieder aufgebaut worden sein. Bei der Schlacht von Platäa (479 v. Chr.) stellte es ein Kontingent von 600 Hopliten. Eretria war in der Folgezeit Mitglied des Attischen Seebundes und zahlte einen Tribut von über 9 Talenten. Im Jahr 446 v. Chr. rebellierte es erfolglos mit anderen Städten der Insel Euböa gegen die Herrschaft von Athen.

Ort in Griechenland | Griechische Geschichte (Antike)

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