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Die Eresburg (heute Obermarsberg) ist die größte bekannte (alt)sächsische Volksburg, auf einem Tafelberg (Eresberg) zwischen 130 und 150 m über der Diemel ( einem Zufluss zur Weser) im äußersten Süden des sächsischen Gaues Engern an der Grenze zum Frankenland gelegen.

Der Berg war bedingt durch seine günstige Grenzlage immer wieder hart umkämpft und wurde im Zuge der Sachsenkriege im Jahre 772 von dem Frankenkönig Karl dem Großen erobert. Karl der Große ließ die dort stehende Irminsul zerstören, beauftragte den Fuldaer Abt Sturmius 779 mit der Missionstätigkeit in diesem Raum und wies ihm diesen Ort zu. Bereits 784/785 überwinterte Karl der Große auf der Eresburg und ließ (eventuell an der Stelle des ehemaligen sächsischen Heiligtums) eine Kirche errichten. Papst Leo III. soll im Jahre 799 auf seinem Weg nach Paderborn auf der Eresburg gewesen sein.

Eresburg als Standort der Irminsul


Bei der Eresburg befand sich möglicherweise die Irminsul, eines der höchsten Heiligtümer der Sachsen. Denn die Formulierungen in den Annales regni Francorum ("Fränkische Reichsannalen") zum Jahr 772 legen nahe, dass sich die Irminsul entweder auf der Eresburg oder in deren Nähe befunden haben muss. Daher scheinen andere Lokalisierungsversuche der Irminsul, etwa bei den Externsteinen, als fragwürdig.

Eresborg

Sächsische Geschichte | Kultplatz

 

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