| Erdnuss | ||||||||||||
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| Arachis hypogaea.jpg | ||||||||||||
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Schmetterlingsblütenartige (Fabales) |
| : | Hülsenfrüchtler (Fabaceae) |
| : | Schmetterlingsblütler (Faboideae) |
| : | Arachis |
| : | Erdnuss |
Obwohl die Erdnuss zu den Leguminosen gehört, verhält ihre Frucht sich anders als die sich öffnenden Hülsen; sie bleibt geschlossen und gehört demnach morphologisch zu den Nüssen. Die Frucht besteht aus holzigem, netzrunzeligem, gelbem Perikarp, welches genauer als Mesokarp zu bezeichnen ist. Während der Fruchtentwicklung im Boden stirbt zuerst das Exokarp, später das Endokarp ab, welches zeitweilig zu einem Speichergewebe anschwillt, dann aber zu weißer, watteartiger Schicht komprimiert wird (die weiße Auskleidung der Erdnussschale), so dass als Hülle nur das Mesokarp übrig bleibt. Daraus resultiert auch die Bezeichnung "Mesokarpnuss".
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Reife Erdnüsse können roh, geröstet oder gekocht verzehrt werden. Die Erdnuss hat mit 25% Eiweißgehalt einen hohen Nährwert. Bedeutend ist auch das Erdnussöl, bei einem Ölgehalt von 45–50%. 100 g Erdnüsse enthalten 180 mg Magnesium. Damit gehören Erdnüsse zu den magnesiumsreichsten pflanzlichen Nahrungsmitteln. Magnesium ist sehr wichtig, beispielsweise gegen Rückenbeschwerden und Muskelkrämpfe. Insbesondere zu vegetarischer Ernährung kann die Erdnuss einen sehr wertvollen Beitrag leisten.
| Nährwert | 1628 kJ |
|---|---|
| Wasser | 5,2 g |
| Protein | 26,0 g |
| Fett | 32 g |
| Kohlenhydrate | 8,3 g |
| Ballaststoffe (total) | 10,9 g |
| Kalium | 661 mg |
| Magnesium | 180 mg |
| Kalzium | 40 mg |
| Natrium | 11 mg |
| Vitamin E | 10,3 mg |
Unter schlechten Lagerbedingungen wird die Erdnuss vom Pilz Aspergillus flavus befallen, der das giftige Aflatoxin in den Erdnüssen hinterlässt. Aus diesem Grund sind die Einfuhrkontrollen für Erdnüsse hierzulande sehr streng.
Die Hauptanbauländer und somit auch die Hauptexporteure von Erdnüssen sind die USA, Argentinien, Sudan, Senegal und Brasilien. Die Exporte dieser fünf Länder zusammen machen 71% des gesamten weltweiten Exports an Erdnüssen aus, wobei die USA in den letzten Jahren eine führende Rolle beim Export einnahmen. Schätzungen zufolge werden rund 50% aller in der den USA produzierten Erdnüssen in einem Umkreis von 160 Kilometern um die Stadt Dotha, Alabama angebaut. Obwohl auch Indien und China beträchtliche Mengen an Erdnüssen produzieren, ist ihr Anteil am internationalen Handel mit weniger als 4% verschwindend gering. Die Erdnüsse werden meist dazu verwendet den inländischen Bedarf zu decken. So werden in Indien zum Beispiel 90% der einheimisch produzierten Erdnüsse dazu verwendet Erdnussöl herzustellen und nur eine sehr kleine Menge wird für den Export freigegeben.
Die Hauptabnehmer für Erdnüsse sind die Länder der Europäischen Union, Kanada und Japan, welche zusammen für 78% der weltweiten Erdnussimporte verantwortlich sind. In der Europäischen Union gibt es kein einziges erdnusserzeugendes Land. Der Import in die EU dient vor allem für Nahrungsmittel wie geröstete Erdnüsse oder als Bestandteil von Süßigkeiten.
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