| Wissenschaftlicher Name
|
| Cyperus esculentus
|
| L.
|
Die
Erdmandel (
Cyperus esculentus) ist eine
Art der
Gattung Zypergräser (
Cyperus) in der
Familie der
Sauergräser (Cyperaceae). Sie stammt aus dem
Mittelmeergebiet.
Erscheinungsbild
Die aufrechten Stängel sind durch einen weißen Streifen gekennzeichnet. Ihre weißen Blüten stehen in
Ähren und sind von langen, laubblattähnlichen
Hochblättern umgeben. Die fädigen Wurzeln besitzen runde, erbsengroße, stark ölhaltige
Knollen. Der Geschmack der Knollen erinnert an
Haselnüsse oder
Mandeln. Die braunen Knollen sind essbar und werden in Südeuropa gehandelt. Die Knollen sind in
Frankreich als
Amandes de terre bekannt, in
Spanien als
Chufa (sprich tschúfa).
Erdmandel als Kulturpflanze
Erdmandeln wurden von den
Arabern im 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach
Spanien eingeführt. In der
Region Valencia wird die Erdmandel im Landkreis "l'Horta Nord" angebaut. Dort wird aus den Erdmandeln das Getränk
Horchata de Chufa (Erdmandelmilch) hergestellt.
In der Region Valencia wird die Erdmandel in den Monaten März und April ab einer minimalen Bodentemperatur von 12 °C auf lehmig-sandige Böden gepflanzt. Das Riedgrasgewächs benötigt ein mildes Mittelmeerklima zwischen 13 und 25 °C und reichlich Bewässerung. Die Knollen werden von Oktober bis Dezember geerntet und in speziellen Kammern getrocknet.
Inhaltsstoffe der Erdmandel
Erdmandeln bestehen zu mehr als 25% aus
Fett, aus ca. 30%
Stärke und zu 7% aus
Eiweiß. Sie enthalten viel
ungesättigte Fettsäuren wie
Linolsäure,
Vitamin H und
Rutin sowie viele
Mineralstoffe.
Die Erdmandel als Neophyt
Erdmandeln zählen in vielen Regionen zu den aggressiven
Neophyten, die
indigene Pflanzenarten verdrängen. Einige Autoren zählen sie daher zu den "world's worst weeds" - zu den schlimmsten
Unkräutern der Welt. Die heute problematischen Vorkommen wurden
hemerochor wahrscheinlich unbeabsichtigt gemeinsam mit
Gladiolenzwiebeln verschleppt. Sie zählt damit zu den
speirochor verschleppten Pflanzen.
In den Niederlanden haben sich daraus seit 1970 problematische Massenvorkommen als Ackerunkraut entwickelt. Seit 1984 gibt es gezielte Bekämpfungsprogramme in den Niederlanden.
Literatur
- Ingo Kowarik; Biologische Invasionen - Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart, 2003, ISBN 3-8001-3924-3
Weblinks
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