Unter Erdkrümmung versteht man
Mit einem mittleren Erdradius von 6371 km gerechnet (genauer s.unten ¹) weicht die ideale Erdoberfläche folgendermaßen von einer Tangentialebene nach unten ab:
Die Korrektur von Höhenmessungen wegen der Erdkrümmung ist also schon auf kurze Strecken unerlässlich und wächst quadratisch mit der Distanz. Bei Vermessungen der Lage wirkt sich die Erdkrümmung erst in größerer Entfernung aus und führte zur Unterscheidung zwischen "Niederer" und "Höherer Geodäsie".
Bei einem praktischen Beispiel, der Höhenwinkelbestimmung von Bergen im Gebirge, ergeben sich durch die Erdkrümmung z. B. für den Mont Blanc mit 4807 m Höhe in Abhängigkeit von der Entfernung folgende Höhenwinkel, gemessen resp. berechnet von einem 2000 m hohen Beobachtungspunkt, in Klammern die Werte ohne Erdkrümmung:
¹) Tatsächlich hat die Erde eine Abplattung von 0,3 Prozent; die Achsen des mittleren Erdellipsoids unterscheiden sich daher zwischen Äquator und Polen um 21 km (6378 km bzw. 6357 km). Der minimale und maximale Krümmungsradius beträgt 6334 km und 6400 km.
Siehe auch: Horizont, Höhenmessung, Kimmtiefe
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