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Wappen Karte
Coa_de-by-erding.png Erding Lage.png
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Geografische Lage:
Höhe: 463 m ü. NN
Fläche: 54,64 km²
Einwohner: 33.000 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 596 ''Einwohner je km²
Postleitzahl: 85435
Vorwahl: 08122
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 117
Adresse der
Stadtverwaltung:
Landshuter Straße 1
85435 Erding
Website: www.erding.de
E-Mail-Adresse: info@erding.de
Politik
1. Bürgermeister: Karl-Heinz Bauernfeind, UWE
2. Bürgermeisterin: Ingrid Sollanek, CSU
3. Bürgermeister: Fritz Steinberger, SPD
Erding ist eine altbayerische Herzogstadt 36 Kilometer nordöstlich von München und 36 Kilometer südwestlich von Landshut gelegen und die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Oberbayern.

Geschichte


742 wird der Stadtteil Altham das erste Mal urkundlich erwähnt: ein Familienmitglied der Agilolfinger schenkt Altham dem Kloster Benediktbeuern. 788 wird auch die Siedlung Ardeoingas (entspr. Erding) das erste Mal urkundlich erwähnt. 891 schenkt König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg. 1228 erhält Erding von Herzog Ludwig von Bayern die Stadtrechte zuerkannt. Mit der ersten wittelsbacherschen Landesteilung wird Erding Niederbayern zugeordnet, bei dem es bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verbleibt. Ab 1300 wird der Erdinger Stadtturm, das Wahrzeichen der Stadt, erbaut.

1503 wird Erding im bayerischen Erbfolgekrieg von Herzog Albrecht IV. von Bayern-München erobert. Mit Ende des Erbfolgekrieges, werden Ober- und Niederbayern 1506 wieder miteinander vereinigt. Die zwischenzeitlich vom Salzburger Domkapitel zurückerhaltene Hofmark Altenerding wird von den Grafen von Haag an Johann Jakob Fugger verkauft.

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wird Erding zweimal – 1632 und 1634 – von den Schweden erobert, geplündert und in Brand gesteckt. Die Folgen waren eine Hungersnot und der Ausbruch der Pest 1634. 1648 wurde Erding dann sogar zum Hauptquartier des schwedischen Generals Wrangel. Die Bevölkerung war größtenteils in die noch unbesetzten Gebiete des Landes – die meisten nach Wasserburg am Inn und Traunstein – geflohen. Als die kaiserlichen unter General Piccolomini auf Erding von Vilsbiburg und Geisenhausen her vorrückten wurde die Stadt erneut in Brand gesteckt. Der dritte Wiederaufbau wurde durch eine extra eingeführte Biersteuer finanziert.

Während der napoleonischen Kriege – besonders 1800 bei der Schlacht von Hohenlinden – ist Erding dazu verpflichtet worden, Soldaten einzuquartieren und zu verpflegen. Am 1. Mai 1945 wird die noch im April bombardierte Stadt Erding kampflos an die US-amerikanischen Truppen übergeben.

Die heutige Stadt Erding entstand am 1. Mai 1978 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Kommunen Erding, Altenerding und Langengeisling.

Wappen und Fahne


Beschreibung: „In Silber eine schräg gestellte blaue Pflugschar.“

Seit dem aus dem späten 13. Jahrhundert stammenden und seit 1303 durch Abdrücke überlieferten ersten Siegel steht im Schild stets die schräg liegende Pflugschar (eigentlich „Pflugeisen“). In den Siegelunterschriften lässt sich erst seit 1634 der städtische Rang des Ortes ablesen, der jedoch schon für die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts angenommen werden kann, nachdem der Mauerring vollendet und ein Pfleggericht eingerichtet worden war. Die sehr vielen Abbildungen des Wappens seit 1523 geben übereinstimmend die heutigen Farben an, die Pflugschar aber fast ausnahmslos senkrecht gestellt. Diese war als Gerät zur Bearbeitung der Erde als redendes Zeichen für den Ortsnamen gedacht.

Das Wappenbild von Erding ist ebenso wie das von Dorfen bereits in der Wappensammlung von Apian und im Wappenblatt von Mielich enthalten. Das Stadtwappen wurde nach der Gemeindegebietsreform am 4. August 1978 bestätigt.

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Fahne mit den Farben Weiß-Blau-Weiß.

Politik


Bürgermeister

  • 1946: Dr. Max Lehmer (CSU) (23. März 1946–1. September 1946)
  • 1946–1948: Max Kraus (CSU)
  • 1948–1966: Hans Schmidmayer (SPD)
  • 1966–1977: Alois Schießl (CSU)
  • 1977–1990: Gerd Vogt (CSU)
  • 1990–heute: Karl-Heinz Bauernfeind (UWE)

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Dank der günstigen Lage im Münchener Umland ist Erding durch mehrere Verkehrsanbindungen zu erreichen: Zum einen über die Bundesautobahnen A9 München–Nürnberg, A92 München–Deggendorf und A8 Salzburg–Stuttgart. Des Weiteren über die Bundesstraßen B11 München–Landshut, B15 München-Rosenheim und über die B388 München–Passau. Mit dem öffentlichen Personennahverkehr der Stadt München ist Erding mit der S-Bahnlinie S2 Richtung München-Ost–Erding zu erreichen. Im unmittelbaren Einzugsgebiet der Stadt befindet sich auch der Franz-Joseph-Strauß-Flughafen der Stadt München.

Ansässige Unternehmen

Hotels und Gastronomien

  • Hotel Mayr-Wirt
  • Stadthotel Erding
  • Restaurant Michelangelo
  • Restaurant Duchesse
  • Restaurant La Padella
  • Restaurant La Osteria

Bildungseinrichtungen

Allgemeine Bildungseinrichtungen

  • das Evang. Bildungswerk in der Dr.-Henkel-Straße
  • das Kath. Bildungswerk im Landkreis Erding in der Kirchgasse 7
  • die Kreismusikschule in der Freisinger Straße 91
  • die Volkshochschule in der Pfarrer-Fischer-Straße 6
  • das Zentrum der Familie in der Kirchgasse 7

In Erding gibt es des Weiteren mehrere Grund- und Hauptschulen, zwei Gymnasien, eine Mädchen- und eine gemischte Realschule (früher Knabenrealschule), ein sonderpädagogisches Förderzentrum, eine Privatschule für geistig Behinderte der katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising, eine staatliche Berufsschule (Dr.-Herbert-Weinberg-Schule) und Fachoberschule, eine Landwirtschaftsschule, sowie eine Schule für Krankenpflege. Seit 1. Oktober 2004 gibt es auch noch die kostenpflichtige und staatlich anerkannte private Fachhochschule für angewandtes Management.

Behörden

Eine alphabetische Liste der in Erding ansässigen Ämter und Behörden:

  • Abwasserzweckverband Erdinger Moos
  • Arbeitsamt
  • Bundeswehr, Flugabwehrraketengeschwader 5
  • Finanzamt Erding
  • Gesundheitsamt
  • Kreishandwerkerschaft Erding
  • Kreiskrankenhaus Erding
  • Landratsamt Erding
  • Landwirtschaftsamt
  • Notariat
  • Staatliches Schulamt
  • Technischer Überwachungsverein
  • Vermessungsamt
  • Veterinäramt

Gerichte

Erding verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Landshut und zum OLG-Bezirk München gehört.

Freizeit- und Sportanlagen

Zudem verfügt Erding über eine breite Palette von Freizeit- und Sportmöglichkeiten:

Sportvereine

TSV Erding

Trisport Erding

Spielvereinigung Altenerding

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater

Die Stadthalle Erding, eine moderne Mehrzweckhalle, wurde im Dezember 1984 eingeweiht. Regelmäßig finden hier Opern- und Operettenaufführungen sowie die Inszenierung von Klassikern statt, aber auch Kabarettisten wie Eckart von Hirschhausen oder Günter Grünwald werden verpflichtet.

Das Stadttheater Erding, in den Räumen des ehemaligen Stadtkinos untergebracht, wurde im Frühjahr 2005 unter dem Intendanten Peter Stienen wiedereröffnet. Operndiven, Kabarettisten, Musicalstars, Vokalisten, Mentalisten gastieren hier, wobei ein Schwerpunkt auf dem Lokalkolorit liegt.

Die Volksspielgruppe Altenerding, 1920 gegründet, präsentiert vor allem Stücke aus dem Bayerischen Umfeld. Besonderes Highlight sind die seit 1978 alle fünf Jahre stattfindenden Schwedenspiele, die die gesamte Innenstadt in eine Freilichtbühne verwandeln. Historischer Hintergrund ist die Eroberung und Plünderung schwedischer Truppen im Jahre 1632.

Musik

Die Klassische Philharmonie Erding sowie das Erdinger Kammerorchester präsentieren in der Stadthalle Erding ihr musikalisches Können.

Zudem bietet die Kreismusikschule Erding ein großes Spektrum an Veranstaltungen.

Die jährliche stattfindende Erdinger Orgelwoche in der Pfarrkirche St. Johann gehört wie die Erdinger Jazztage oder die Europa-Tage der Musik in der Kreismusikschule Erding mit internationaler Besetzung zum festen Bestandteil der Erdinger Musikkultur.

Die Stadtkapelle Erding, ein konzertantes Blasorchester, das neben traditioneller bayerisch-böhmische Blasmusik auch moderne Unterhaltungsstücke im Repertoire hat und Ausflüge in die Klassik unternimmt, ist fest in das Erdinger Stadtleben integriert. Das jährliche Frühjahrskonzert in der Stadthalle gehört fest ins Kulturprogramm. Zu den diversen Auftritten gehören u. a. kirchliche Feste, wie Fronleichnam oder Kirchweih, Auftritte beim Erdinger Herbstfest, dem Christkindlsmarkt oder beim Fischerfest sowie bei Vereinsjübiläen

Museen

Das Heimatmuseum Erding bietet einen Einblick in die Geschichte Erdings.

Bauwerke

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährlich findet jeweils der Stadttriathlon und der Stadtlauf unter der Organisation des Trisports Erding statt. Diese Veranstaltungen bieten ein breites Spektrum von Sport und Kultur. Teilnehmen können Sportler aller Altersklassen.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Die Stadt Erding hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • 1900: Theodor Ortner (* 1823, † 1919), Bürgermeister von Erding (1881–1900)
  • 1923: Martin Irl (* 1859, † 1953), Landtags- und Reichstagsabgeordneter und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung (ZENTRUM, BVP), Gründer der Erdinger Volksbank 1898
  • 1933: Friedrich Herbig (* 1858, † 1936), Bürgermeister von Erding (1906–1929)
  • 1960: Dr. Andreas Deißböck (* 1895, † 1967), Chefarzt des städt. Krankenhauses (1945–1960)
  • 1960: Dr. Max Lehmer (* 1885, † 1964), Bürgermeister von Erding (1930–1933 und 1945/46)
  • 1966: Hans Schmidmayer (* 1889, † 1967), Bürgermeister von Erding (1948–1966)

Jahr der Ernennung unbekannt:

  • Hiasl Maier (* 1894, † 1933), Chiemseemaler
  • Thomas Wimmer (* 1887, † 1964), Oberbürgermeister von München 1948–1960 (SPD), geb. in Siglfing (heutiger Stadtteil)

Söhne und Töchter der Stadt

  • Martin Prenninger, genannt Martinus Uranius (* 1450, † 1501), Humanist und Rechtsgelehrter des 15. Jahrhunderts
  • Korbinian von Prielmair (* 1643, † 1707), einflussreicher Staatsmann zur Zeit Kurfürst Max Emanuels.
  • Maria Adelheid Theresa Gräfin von Rivera (* 1674, † 1725), Eigentümerin des 1710 erbauten Rivera-Palais, stiftete 1723 das erste Erdinger Waisenhaus.
  • Alois Roßmayr (* 1829, † 1909), Siebmacher und Fotograf, gründete 1904 die Roßmayr’sche Waisenhaus- und Kinderasylstiftung
  • Franz Xaver Stahl (* 1901, † 1977), Tiermaler und Impressionist
  • Philipp Bönig (* 1980), Fußballspieler
  • Felix Schütz (* 1987), Eishockeyspieler

Sonstiges


Bevölkerungsentwicklung

Angegeben ist die Bevölkerungszahl der Stadt Erding, einschließlich der bis 1978 unabhängigen Gemeinden Altenerding und Langengeisling. Die Stadt Erding alleine hatte im Jahre 1875 2.755 Einwohner, am 1. Mai 1978 lebten in Erding 10.450, in Altenerding 11.048 und in Langengeisling 1.923 Personen.

 
Jahr Einwohner Bemerkung
1.12.1840 4.046
1.12.1871 5.278
1.12.1900 6.109
16.06.1925 6.944
17.05.1939 10.736 Bau des Fliegerhorstes ab 1935
13.09.1950 13.760
31.12.1960 19.864 Zuzug von Heimatvertriebenen
31.12.1970 21.183
31.12.1980 23.758
31.12.1990 25.147
31.12.2000 31.165 Inbetriebnahme Flughafen München II 1992
31.12.2002 32.045
31.12.2004 32.953
 

Quelle: Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (1960-2004) *

Kulinarische Spezialitäten

Das Original Erdinger Weißbier gehört wohl zu den bekanntesten und erfolgreichsten Spezialitäten der Welt.

Weblinks


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Erding | Erding (stad) | Erding

 

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