Die Erdbahn - die Umlaufbahn der Erde im Sonnensystem - ist der Weg, den die Erde bei ihrem jährlichen Umlauf um die Sonne beschreibt.
ekliptik-4.png Die Erdbahn beschreibt – ziemlich genau – eine Keplerellipse, die aber nur um 1,6% von der Kreisform abweicht (numerische Exzentrizität e = 0,0167). Die mittlere Entfernung zur Sonne beträgt 149,597 Mio. km (= Astronomische Einheit), im sonnennächsten Punkt (Perihel, Anfang Januar) sind es 147,1 Mio. km, im sonnenfernsten Punkt (Aphel, Anfang Juli) hingegen 152,1 Mio. km.
Zum Erd- bzw. Himmelsäquator ist die Erdbahn um 23,44° geneigt. Diese Schiefe der Ekliptik verursacht die Jahreszeiten und ändert sich im Laufe der Jahrtausende um einige Grad. Die stabilere Ebene ist dennoch die Ekliptik, nicht der Äquator.
Für einen Umlauf, die Bahnperiode, braucht die Erde ein Jahr, exakt ein Siderisches Jahr. Um die eigene Achse rotiert sie in dieser Zeit 366,256360 mal: Das bezeichnet der Sterntag (der Wert ändert sich geringfügig im Lauf der Jahre). Relativ zur Sonne rotiert die Erde 1mal weniger (365,256 Sonnentage).
Die anderen Planeten verursachen nur geringfügige Störungen der Erdbahn. Merklicher ist der Einfluss des Mondes, der knapp 1" (ein tausendstel Prozent) ausmachen kann. Genauer betrachtet, kreist nicht die Erde, sondern der Schwerpunkt des Erde-Mond-Systems um die Sonne. Dieses sogenannte Baryzentrum liegt etwa 1000 km im Erdinnern. Aus irdischer Sicht scheint die Sonne im Laufe eines Jahres die Sternbilder der Ekliptik zu durchwandern, nach denen auch die zwölf Tierkreiszeichen benannt sind. Diese Bewegung der Sonne um die Erde bezeichnet man als scheinbar.