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Erasmus Reinhold (* 22. Oktober 1511 in Saalfeld/Saale; † 19. Februar 1553 ebenda) war ein deutscher Astronom und Mathematiker. Er ist einer der ersten Verfechter des kopernikanischen Weltbilds und entwickelte dieses weiter. Er kann daher als Bindeglied zwischen Kopernikus und Kepler betrachtet werden.

Reinhold wurde an der Universität Wittenberg ausgebildet und wurde dort auch Rektor. 1536 erhielt er eine Professur für Mathematik von Philipp Melanchthon. Reinhold identifizierte und beschrieb eine große Anzahl von Sternen.

Er benutzte die Lehren des Nikolaus Kopernikus. Von Herzog Albrecht von Brandenburg-Preußen wurde er unterstützt, welcher den Druck der Preußischen Tafeln finanzierte, woher diese ihren Namen erhielten. Diese astronomischen Tafeln halfen das Kopernikanische System im ganzen Deutschen Reich und darüber hinaus bekannt zu machen. Reinhold war für seine rätselhaft genauen Messwerte bekannt. Bezeichnend ist, dass selbst Tycho Brahe so sehr an Reinholds Messungen interessiert war, dass dieser selbst die Reise nach Saalfeld zu Reinhold antrat.

1582 wurden die Berechnungen des Kopernikus und die Preußischen Tafeln zur Grundlage für die Gregorianische Kalenderreform genutzt.

In seiner Heimatstadt Saalfeld ist ein Gymnasium nach ihm benannt. Dieses ist auch Herausgeber eines jüngst über ihn erschienenen Buchs, welches sein Wirken dokumentiert.

Literatur


  • Ingo Lokies, Ulrike Spörl, Matthias Ludwig, Marco Neumann, Jörg Eisoldt, Thomas Jochmann, Richard Albrecht Wendler, Wolfgang Müller; Erasmus Reinhold - An Vollkommenheit überlegen; ISBN 3-00-016499-5

Weblinks


Astronom der Neuzeit | Mathematiker | Mann | Geboren 1511 | Gestorben 1553

Erasmus Reinhold | エラスムス・ラインホルト | Erasmus Reinhold

 

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