Die EPCOS AG ist ein Hersteller von passiven elektronischen Bauelementen.
Unternehmensgeschichte
Das Unternehmen EPCOS ist 1999 aus dem von der
Siemens AG und dem japanischen Konzern
Matsushita 1989 gegründeten
Joint Venture Siemens Matsushita Components hervorgegangen. Die Börsen-Erstnotierung von EPCOS fand am 15. Oktober 1999 zeitgleich in Frankfurt und New York statt, wobei zunächst sowohl
Siemens als auch
Matsushita jeweils 12,5% der Anteile hielten. 2006 hat Siemens seine Anteile verkauft. Aktien der EPCOS AG werden heute im
TecDax und in New York gehandelt.
Positionierung auf dem Markt
EPCOS ist einer der weltweit größten Hersteller passiver elektronischer Bauelemente. Das Produktportfolio umfasst
Kondensatoren, keramische Bauelemente,
Oberflächenwellenfilter sowie
Induktivitäten.
Das Unternehmen setzte 2005 etwa 1,24 Mrd. Euro um und erwirtschaftete dabei einen Verlust von 119 Mio. Euro.
EPCOS hat Fertigungs- und Entwicklungsstandorte in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Der Anteil von Mitarbeitern in Billiglohnländern lag 2004 schon bei ca. 70%, weitere Verlagerungen von Arbeitsplätzen und kompletten Geschäftszweigen wurden 2004 angekündigt. 2005 arbeiteten 48 Prozent der 16.100 Mitarbeiter von EPCOS in Asien, 13 Prozent in Deutschland.
Nischenstrategie
EPCOS hat im November 2005 angekündigt, sich "stärker als bisher dem kunden- und anwendungsspezifischen Geschäft" zuzuwenden. Schwerpunkt soll dabei "vor allem auf Anwendungen der Automobil- und Industrie-Elektronik sowie der Telekommunikation" liegen. Die Unternehmensführung begründete diesen Strategiewechsel mit der wachsenden Konkurrenz aus Billiglohnländern, welche besonders stark bei Standardprodukten ausgeprägt ist.
In diesem Sinne wurde im Dezember 2005 verkündet, daß das Geschäftsgebiet Tantal-Kondensatoren zu einem Verkaufspreis von 86,5 Mio. Euro an den amerikanischen Kondensatoren-Hersteller KEMET verkauft wird. Der Geschäftsübergang erfolgte am 13. April 2006.
Standorte
In Deutschland produziert EPCOS in
Heidenheim an der Brenz (
Kondensatoren, Induktivitäten und Ferrite), in
Berlin (Keramische Bauelemente) und in
München (OFW-Komponenten). Weltweit betreibt EPCOS Werke in
Portugal,
Brasilien,
Spanien,
Indien,
Ungarn,
Österreich,
USA,
Tschechien,
Malaysia,
Singapur und
China.
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