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Die Entlehnung ist neben der Wortbildung und des Bedeutungswandels eines der Hauptverfahren der Bezeichnungsfindung bzw. des Bezeichnungswandels; mit dem Bezeichnungswandel befasst sich die Onomasiologie.

Die Entlehnung lässt sich aufteilen in Übernahmen (Lehnwort) und Ersetzungen (Lehnprägung). Bei Ersetzungen dient nicht die Form des fremden Wortes als Modell, sondern die Art der Bildungsweise. So ist Telephon ein Lehnwort (aus grch. tele- 'fern' und -phon '-sprecher'), Fernsprecher dagegen eine Lehnprägung. Innerhalb der Lehnprägungen kann man unterscheiden zwischen

  • Übersetzungen der einzelnen Elemente des Ausgangswortes (= Lehnübersetzung, z. B. engl. load down- herunter laden)
  • Übertragungen des Bildes hinter dem Ausgangswort (= Lehnübertragung, z. B. engl. skyscraper > Wolkenkratzer, nicht eine Lehnübersetzung Himmelskratzer)
  • Übernahme des Bedeutungsspektrums eines Ausgangswortes (= Lehnbedeutung; Bsp.: dt. Maus, franz. souris, ursprünglich Bezeichnung eines Nagetiers, das in Anlehnung an das Bedeutungsspektrum von engl. mouse als Bezeichnung für ein Computerzubehör verwendet wird -- dagegen ist ital. mouse ein Lehnwort)

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Linguistik

 

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