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Der Enguri (georgisch ენგური/Enguri; russisch Ингури/Inguri) ist ein Fluss im westlichen Georgien. Er ist 213 Kilometer lang, bildet in seinem Unterlauf die Grenze zur Autonomen Republik Abchasien und spielt eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung des Landes.

Der Fluss entspringt im Großen Kaukasus nahe dem höchsten Berg Georgiens, dem Schchara, windet sich zunächst durch die Gebirgstäler nach Nordwesten, um dann nach Südwesten zu fließen und nahe Sugdidi in das Schwarze Meer zu münden.

Am Enguri stehen sich seit dem abchasischen Bürgerkrieg 1993 abchasisches und georgisches Militär sowie russische Friedenstruppen gegenüber. Der einzige legale Übergang ist die von deutschen Kriegsgefangenen von 1944 bis 1948 errichtete, 870 Meter lange Enguri-Brücke. Außerdem existieren verschiedene illegale Fährverbindungen über den Fluss.

Der Fluss spielt eine wichtige Rolle für die georgische Energieversorgung. 1988 wurde der Enguri-Staudamm auf einer Höhe von 240 Metern über dem Meeresspiegel in Betrieb genommen. Mit 750 Metern Breite und 271,5 Metern Höhe ist er das gewaltigste Bauwerk im Kaukasus. Seine Kapazität beträgt 1,1 Milliarden Kubikmeter Wasser. Das dazugehörige unterirdische Enguri-Wasserkraftwerk produziert jährlich rund 4,5 Millionen Kilowatt, rund 40% der georgischen Stromproduktion. Die Kapazität beträgt 1.300 Megawatt pro Stunde.

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