| Wissenschaftlicher Name
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| Microhylidae
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| Günther, 1858
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Engmaulfrösche (Microhylidae), auch Engmundfrösche, sind eine wohl paraphyletische von Froschlurchen in der der Amphibien. Es handelt sich um zumeist sehr kleine, plump wirkende Frösche, die sich bevorzugt in Gewässernähe aufhalten und tagsüber im Erdboden versteckt sind. Es gibt aber auch baumbewohnende Arten.
Übersicht
Dyscophus.guineti.7043.jpg (
Dyscophus guineti; Unterfamilie Dyscophinae)]]
Zu der Familie werden gegenwärtig 413 en gerechnet, die in 69 en und neun n geordnet werden. Engmaulfrösche kommen weltweit vor allem in den tropischen und subtropischen Regionen vor; im Einzelnen werden
Südamerika,
Madagaskar,
Südostasien,
Indonesien,
Neuguinea,
Australien (hier wohl nur
Queensland) sowie teilweise noch gemäßigte Zonen von
Nord- und Südamerika,
Afrika und
China besiedelt. Man nimmt an, dass sich diese Tiergruppe, von der keine direkten
fossilen Vorläufer bekannt sind, ursprünglich vom heutigen Südostasien her ausgebreitet hat. 19 Arten aus zwei Gattungen (
Austrochaperina und
Cophixalus) zählen zur
Fauna Australiens und sind dort ausschließlich in den Regenwäldern zu finden.
Diese umfangreiche Familie hat nur wenige auffallende gemeinsame Merkmale (zu anatomischen Charakteristika siehe auch Neobatrachia). Viele haben aber einen besonders kleinen Kopf bzw. ein kleines Maul (Name!), gering hervorstehende Augen und kurze Hinterbeine. Während die eher wenigen neuweltlichen Gattungen noch relativ einheitlich erscheinen, macht sich die Formenfülle besonders bei asiatischen und afrikanischen Vertretern bemerkbar. Geradezu grotesk wirken auf den menschlichen Betrachter die Kurzkopffrösche (beispielsweise der Gattung Breviceps) mit einem kugelig aufgetrieben erscheinenden Rumpf, einem vergleichsweise winzigen bzw. kurzschnauzigen Kopf und sehr kurzen Gliedmaßen.
Eine unter Terrarienhaltern bekanntere Art ist der so genannte Indische Ochsenfrosch (Kaloula pulchra), der mit dem „eigentlichen“ nordamerikanischen Ochsenfrosch aber nicht näher verwandt ist. Außerdem kommt er in Indien gar nicht vor, sondern in Südostasien und Indonesien. Ähnlich wie beispielsweise bei der europäischen Knoblauchkröte sind seine Fersenhöcker als Grabschaufeln umgebildet und verhärtet.
Taxonomie
Unterfamilie Asterophryinae Günther, 1858 – Papua-Engmaulfrösche
Unterfamilie Brevicipitinae Bonaparte, 1850 – Kurzkopffrösche
Unterfamilie Cophylinae Cope, 1889 – Madagaskar-Engmaulfrösche
Unterfamilie Dyscophinae Boulenger, 1882 – Taubfrösche
Unterfamilie Genyophryninae Boulenger, 1890
- Gattung Albericus Burton & Zweifel, 1995 (14 Arten)
- Gattung Aphantophryne Fry, 1917 (3 Arten)
- Gattung Austrochaperina Fry, 1912 (24 Arten)
- Gattung Choerophryne Kampen, 1914 (4 Arten)
- Gattung Cophixalus Boettger, 1892 (34 Arten)
- Gattung Copiula Méhely, 1901 (8 Arten)
- Gattung Genyophryne Boulenger, 1890 (1 Art)
- Gattung Liophryne Boulenger, 1897 (6 Arten)
- Gattung Oreophryne Boettger, 1895 (38 Arten)
- Gattung Oxydactyla Kampen, 1913 (5 Arten)
- Gattung Sphenophryne Peters & Doria, 1878 (1 Art)
Unterfamilie Melanobatrachinae Noble, 1931 – Schwarzfrösche
Unterfamilie Microhylinae Günther, 1858 – Eigentliche Engmaulfrösche
- Gattung Adelastes Zweifel, 1986 (1 Art)
- Gattung Altigius Wild, 1995 (1 Art)
- Gattung Arcovomer Carvalho, 1954 (1 Art)
- Gattung Chaperina Mocquard, 1892 (1 Art)
- Gattung Chiasmocleis Méhely, 1904 (18 Arten)
- Gattung Ctenophryne Mocquard, 1904 (2 Arten)
- Gattung Dasypops Miranda-Ribeiro, 1924 (1 Art)
- Gattung Dermatonotus Méhely, 1904 (1 Art)
- Gattung Elachistocleis Parker, 1927 (6 Arten)
- Gattung Gastrophryne Fitzinger, 1843 (5 Arten)
- Gattung Gastrophrynoides Noble, 1926 (1 Art)
- Gattung Glyphoglossus Günther, 1869 (1 Art)
- Gattung Hamptophryne Carvalho, 1954 (1 Art)
- Gattung Hyophryne Carvalho, 1954 (1 Art)
- Gattung Hypopachus Keferstein, 1867 (2 Arten)
- Gattung Kalophrynus Tschudi, 1838 (15 Arten)
- Gattung Kaloula Gray, 1831 (12 Arten)
- Gattung Metaphrynella Parker, 1934 (2 Arten)
- Gattung Microhyla Tschudi, 1838 (25 Arten)
- Gattung Micryletta Dubois, 1987 (2 Arten)
- Gattung Myersiella Carvalho, 1954 (1 Art)
- Gattung Nelsonophryne Frost, 1987 (2 Arten)
- Gattung Otophryne Boulenger, 1900 (3 Arten)
- Gattung Phrynella Boulenger, 1887 (1 Art)
- Gattung Ramanella Rao & Ramanna, 1925 (9 Arten)
- Gattung Relictivomer Carvalho, 1954 (1 Art)
- Gattung Stereocyclops Cope, 1870 (2 Arten)
- Gattung Synapturanus Carvalho, 1954 (3 Arten)
- Gattung Syncope Walker, 1973 (3 Arten)
- Gattung Uperodon Duméril & Bibron, 1841 (2 Arten)
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| Siehe auch: Systematik der Amphibien, mit Referenzen für die hier gebräuchliche Taxonomie der Amphibien.
Ferner Informationen zu einem völlig neuen, phylogenetisch basierten Systematik-Modell.
Weblinks
Froschlurche
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