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Engerdal
 

Wappen Karte
Wappen von Enger.png Lage der Stadt Enger in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Kreis: Herford
Geografische Lage:
Höhe: 107 m ü. NN
Fläche: 41,21 km²
Einwohner: 20.896 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 484,4 Einwohner je km²
Postleitzahl: 32130
Vorwahlen: 05224
05225 große Teile von Westerenger
05223 Teile von Besenkamp
Kfz-Kennzeichen: HF
Gemeindekennzahl: 05 7 58 008
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstr. 44
32130 Enger
Website: www.enger.de
Politik
Bürgermeister: Klaus Rieke (SPD)

Enger ist eine Mittelstadt im Südwesten des Kreises Herford im Ballungsraum Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Geografie


Geografische Lage

Enger liegt im Ravensberger Hügelland zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge.

Nachbargemeinden

Sie grenzt im Westen an Spenge, im Norden an Bünde, im Osten an Hiddenhausen sowie Herford und im Süden an die kreisfreie Stadt Bielefeld.

Einwohner

(jeweils zum 31. Dezember)

Stadtgliederung

Stadtteile und Einwohnerzahlen (Stand 31. Dezember 2005):

  • Belke-Steinbeck (2.471)
  • Besenkamp (1.849)
  • Dreyen (1.404)
  • Enger (7.809)
  • Herringhausen (West) (430)
  • Oldinghausen (773)
  • Pödinghausen (2.181)
  • Siele (122)
  • Westerenger (3.797)

Geschichte


  • 948 wird Enger erstmals in einer Stiftungsurkunde Ottos des Großen erwähnt.
  • 1408 Vorher lippisch, fällt der Ort an die Grafschaft Ravensberg.
  • 1614 Enger geht mit Ravensberg an Brandenburg-Preußen.
  • 1719 (20. Oktober) Stadterhebung Engers (gemeinsam mit Preußisch Oldendorf und Bünde) durch Friedrich Wilhelm I. von Preußen.
  • 1747 (2. Mai) Großer Brand in Enger, der mehrere Todesopfer forderte. Es verbrannten 53 Häuser, vor allem im Bereich Bünder-, Bahnhof-, Brand- und Renteistraße.
  • 1757 Erste französische Besetzung im Zuge des Siebenjährigen Krieges.
  • 1811 (1. Januar) Eingliederung in das französische Kaiserreich.
  • 1815 wieder preußisch, zunächst im Kreis Bünde, dann im Kreis Herford.
  • 1898 Elektrisches Licht. Dampfkraft zur Elektrizitätsgewinnung lieferte Müllers Riepe, der schon vorher mit einer Wassermühle, die er bald durch eine Windmühle ergänzte, Energie erzeugte.
  • Im August 1900 nahm die Herforder Kleinbahn ihren Betrieb auf, 1901 folgte die Bielefelder Kreisbahn über Jöllenbeck, Schildesche zum Bielefelder Kreisbahnhof (Streckenlänge 16 km). (1000mm Schmalspurbahnen, eingestellt 1954 bzw. 1966).
  • 1925-28 Errichtung des Freibads und Anlage eines Sportplatzes.
  • 1934 Gasversorgung durch Anschluss an das Gaswerk Bünde.
  • 1937 Einführung der Müllabfuhr.
  • 1948 1000-Jahr-Feier
  • 1969 (1. Januar) Kommunale Neugliederung im Zuge der Gebietsreform. Auflösung des Amtes Enger und Zusammenlegung der Stadt Enger mit den Gemeinden Siele, Westerenger, Dreyen, Pödinghausen, Oldinghausen, Herringhausen (West), Belke-Steinbeck und Besenkamp.

Politik


Stadtrat

(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)

Fachausschüsse

  • Haupt-, Finanz, u. Kulturausschuss
  • Rechnungsprüfungsausschuss
  • Ausschuss für Stadtplanung und -entwicklung
  • Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung, Umwelt u. Verkehr
  • Betriebsausschuss
  • Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Soziales
  • Wahlprüfungsausschuss

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

  • Widukind-Museum
  • Gerberei-Museum

Musik

  • Lichterloh
  • Flavour Saver
  • Ralphtones
  • DAS Sängerkreis
  • Kinder- und Jugendchor Wigbert
  • Kinderchor Kleines Lied
  • Männerchor Belke-Steinbeck
  • Männergesangverein Lohengrin
  • Männergesangverein von 1884
  • MGV Herringhausen
  • Orchestergemeinschaft Enger
  • Posaunenchor Westerenger/Dreyen
  • Sängergemeinschaft Westerenger
  • Spielmannszug Enger
  • Spielmannszug "Frei-weg" Oldinghausen e. V.
  • Spielmannszug Nordengerland
  • The Golden Glories
  • Widukind Chor Enger
  • Kluten-Ede und die Flamingos
  • Engeraner Extasy
  • Cezmaec

Jährlich findet im Jugend und Kulturzentrum Kleinbahnhof Enger auch die HipHop Jam "Beat The Mass" statt.

Bauwerke

  • Stiftskirche, ehem. St. Dionysisus. Kreuzförmige Hallenkirche mit frei stehendem Turm. Das gotische Langhaus wurde in der Mitte des 14. Jh. errichtet. Unter dem jetzigen Bau wurden 1971 die Reste einer Saalkirche aus dem 9. Jahrhundert ergraben. Im Inneren befindet sich ein großer Schnitzaltar von Hinrik Stavoer aus Braunschweig, der 1525 bezeichnet ist. Zu den weiteren Ausstattungsstücken gehören die Taufe mit geschnitztem Deckel, 1663 und 1677 bezeichnet und die Kanzel von 1703.
  • Liesbergmühle, 1756 als Zwangsmühle errichtet
  • Reste der Kirchringbebauung mit Fachwerkhäusern des 18. Jh., darunter das ehem. Haus Rosenbaum (Wittekind-Museum) von 1716.

Sport

  • SC Enger 13/53
  • die "Zwote" (dritte Seniorenmannschaft des SC Enger)
  • Volleyball SG Schweicheln-Enger
  • SV Enger-Westerenger
  • TuS Grün-Weiß Pödinghausen e.V.
  • TSV Rot-Weiß Dreyen
  • TV Concordia von 1864 Enger e. V.
  • Fähnlein Fieselschweif - Der achte Mann spielt mit!

  • Modellflugverein "Libelle"
  • Reiterverein Wittekind 02 Enger
  • Schachclub Wittekind's Knappen e. V.
  • Schachgemeinschaft Enger-Spenge
  • Stadtsportverband Enger
  • TTC Enger (Tischtennisclub)

  • TV Concordia Tennisabteilung
  • Verein für Segelflug "Wittekind"
  • Yachtclub Widukind Enger
  • BSC Westerenger

Schulen

  • Städtische Realschule Enger
  • Rolf-Dircksen Schule (Hauptschule)
  • Widukind Gymnasium
  • 4 Grundschulen
  • Heideschule (Sonderschule für Lernbehinderte)
  • 1 Musikschule

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Timpkenfest: Jährlich am 6. Januar findet nach dem Gottesdienst in der Stiftskirche eine Verteilung von so genannten Timpken – das sind geviertelte, aus hellem Mehl gebackene süße Semmeln – statt. Die Legende besagt, dass der Sachsenherzog Wittekind an seinem Todestag verfügt habe, durch die Timpken Bedürftige zu unterstützen. Heutzutage werden die Timpken jedoch an alle Gottesdienstbesucher verteilt.
  • Kirschblütenfest: Jährliches Stadtfest am letzten Wochenende im April

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Enger hat auf dem Stadtgebiet keinen Anschluss an Autobahn oder Eisenbahn. Die L545 verbindet jedoch Bielefeld über die Ostumgehung mit Bünde und der Autobahn A30.

Busverbindungen im RegioTakt bestehen nach Bielefeld (Anschlussverbindung mit Stadtbahn Linie 3), Herford, Spenge und Bünde.

Ansässige Unternehmen

Die wichtigste Branche ist die Möbelindustrie mit den überregional bekannten Unternehmen RWK, Wellmann, Ebke (Küchen) und Puhlmann (Polstermöbel). In Oldinghausen befindet sich der Hauptsitz der Alligator-Farbwerke.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Literatur


  • Westfälischer Städteatlas; Band: II; 6 Teilband. Im Auftrage der Historischen Kommission für Westfalen und mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hrsg. von Heinz Stoob † und Wilfried Ehbrecht. Stadtmappe Enger, Autor: Leopold Schütte. ISBN 3-89115-349-x ; Dortmund-Altenbeken, 1981.

Weblinks


Ort in Nordrhein-Westfalen | Kreis Herford

Enger | Enger | Enger

 

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