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Mit Energieversorgung wird die Infrastruktur der Energieerzeugung angesprochen. Die Energieversorgung ist eine Unterkategorie des Schlagwortes Energie. Die Energieversorgung selbst befasst sich mit der Bereitstellung der nötigen Ressourcen zur Energieerzeugung sowie der Ableitung und Verteilung der erzeugten bzw umgewandelten Energie, z.B. dem elektrischer Strom.

Definition


Mit Energieversorgung wird die Bereitstellung von Energie in verschiedenen, für Menschen gut verwendbaren Formen (Energieträgern) bezeichnet. Die von Menschen am häufigsten benutzten Energieformen sind Wärmeenergie und Elektrizität. Die menschlichen Bedürfnisse richten sich vor allem auf die Bereiche Heizung, Nahrungszubereitung und den Betrieb von Einrichtungen und Maschinen zur Lebenserleichterung. Hierbei ist das Thema Fortbewegung und der Verbrauch z.B. fossiler Energieträger in Fahrzeugen nicht unerheblich.

Die verschiedenen Energieträger können über Leitungen die Verbraucher erreichen, wie typischerweise elektrische Energie, Erdgas, Fernwärme und Nahwärme, oder sie sind weitgehend lagerfähig und beliebig transportfähig, wie z.B. Steinkohle und Braunkohlen, Heizöle, Kraftstoffe (Benzine, Dieselkraftstoffe), Industriegase, Kernbrennstoffe (Uran), Biomassen (Holz u.a.), BtL-Kraftstoff (flüssiger Kraftstoff aus Biomasse).

Der Energieverbrauch pro Kopf ist weltweit sehr unterschiedlich und in den Industrieländern um ein vielfaches höher als z.B. in der dritten Welt.

Aus physikalischer Sicht ist zu bemerken, dass Energie aufgrund des Energieerhaltungssatzes grundsätzlich nicht erzeugt oder verbraucht, sondern nur umgewandelt werden kann. Energie"verbrauch" bedeutet somit eigentlich die Umwandlung von Energie in eine nicht mehr nutzbare (oder nicht weiter genutzte) Form, meist Umgebungswärme.

Historie


In industriell hoch entwickelten Ländern haben sich seit dem 19. Jahrhundert Unternehmen mit der Erzeugung und Bereitstellung von Energie für den allgemeinen Verbrauch beschäftigt. Hierbei steht die zentrale Erzeugung von elektrischer Energie sowie die Übertragung an die einzelnen Verbraucher im Vordergrund. Weiterhin ist die Beschaffung, der Transport und die Verwandlung von Brennmaterial zu Heizzwecken ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Ca. 40 Prozent des weltweiten Energiebedarfes wird durch elektrische Energie gedeckt. Spitzenreiter im Verbrauch dieses Anteils sind mit ca. 20 Prozent elektrische Antriebe. Danach ist die Beleuchtung mit 19 Prozent, die Klimatechnik mit 16 Prozent und die Informationstechnik mit 14 Prozent am weltweiten elektrischen Energiebedarf beteiligt.

Unsere Energieversorgung ist historisch gewachsen. Auf die modernen Anforderungen wie Klimaschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Vesorgungssicherheit sind die alten Technologien kaum adaptierbar. Es besteht ein parteiübergreifender Konsens, dass den erneuerbaren Energie die Zukunft gehört. Vielleicht müssen wir auch unsere Infrastruktur anders nutzen als bisher. Eine radikale Lösung wäre z. B. eine Wasserstoffwirtschaft. Eine Erhöhung der Energiekosten ist damit nicht verbunden.

Energieversorger


In Deutschland sind die bekannten Energieversorgungsunternehmen überwiegend kommunale Stadtwerke sowie regionale Tochterunternehmen der großen Regelzonenbetreiber.

Literatur


  • Jochen Monstadt 2004: Die Modernisierung der Stromversorgung. Regionale Energie- und Klimapolitik im Liberalisierungs- und Privatisierungsprozess. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, ISBN 3531142771.

Weblinks


siehe auch


Politik | Politisches Sachgebiet | Wirtschaft | Energiewirtschaft

 

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