Emphase (Emphasis)
Hergeleitet vom altgriechischen Verb "emphaínein" = "an den Tag legen, zeigen, anschaulich bzw. deutlich bzw. offensichtlich machen, abspiegeln"; daher eigentlich: "Öffentlich-anschauliche Darstellung, Verdeutlichung“; in späterer Verwendung "Kraft des Ausdrucks, Nachdruck in der Rede".
Emphase
- gibt es in der Literaturwissenschaft und Rhetorik: Das ist eine besonders nachdrückliche, begeisterte, die eigene innere Bewegung und Zustimmung widerspiegelnde Ausdrucksweise. Sie ist in gewisser Weise das Gegenstück zum Pathos, in dem das eigene Mitleiden und Erschauern zum Ausdruck kommt.
- ist (in der Phonetik) eine veraltete und schlechte, weil ungenaue, Bezeichnung für einige Laute in semitischen Sprachen (z. Bsp. Arabisch, Hebräisch); heute wird für diese Laute, für deren Artikulation - zusätzlich zur Lautbildung im Gaumen- und Lippenbereich - der Rachen verengt wird, von Linguisten allgemein der Begriff "pharyngal" verwendet.
- ist eine Anhebung des Amplitudensignals, um gegenläufig Störungen (Rauschen) zu vermindern.
- wird verwendet zur Frequenzgang-Entzerrung bei der elektro-akustischen Wandlung.
- ist in der Radio- und Signaltechnik der Begriff für eine bestimmte Methode zur Verhinderung von Störgeräuschen; auch Emphasis genannt. Bekannte Zeitkonstanten, die dazugehörenden Übergangsfrequenzen und ihre Normen sind unter Zeitkonstante zu finden.
Siehe auch
Präemphase und
Deemphase.
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