Empfindung wird - ähnlich wie die Begriffe Gefühl oder Eindruck - mehrdeutig verwendet und bezeichnet
Empfindungen sind wie Gefühle Erlebnisweisen sui generis, das heißt, grundverschieden von Gedanken, Wollensintentionen, Vorstellungen, Stimmungen, Emotionen und Affekten. Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Gefühle oft mit Empfindungen verwechselt. Auch in der Psychologie wird gegenwärtig nicht immer klar unterschieden zwischen Gefühl und Empfindung, obwohl bereits der Psychologe und Philosoph Wilhelm Wundt (1832 – 1920) auf deren grundsätzlichen Unterschied hinwies.
Gefühle sind entweder angenehm oder unangenehm, Empfindungen besitzen diese Eigenschaft nicht. Doch können sich Körper- und Sinnesempfindungen mit allen Arten von von Gefühlstönungen verbinden. Dann gehen sie eine qualitative Einheit ein, deren einzelne Komponenten oft nicht auf den ersten Blick unterscheidbar sind und nur durch Vergleiche von Empfindungserlebnissen erkannt werden.
Beispiel: Die Empfindung von "Wärme" kann von einem positiven Gefühl begleitet sein. Während die Empfindung gleich bleibt (wie etwa bei konstant 30 Grad warmem Wasser) kann sich das Gefühl, das der Empfindung beigesellt ist, durchaus ändern. Das Wohlbehagen kann beispielsweise in Unbehagen umschlagen, was beweist, dass Empfindung und Gefühl verschiedene Erlebnisweisen sind.
Empfindungen spielen auch für unser Werterleben eine wichtige Rolle, insofern sich Sinnesempfindungen und Körperempfindungen mit Gefühlen zu Erlebniseinheiten verbinden, die dann Wertcharakter haben (verg. Wert), z.B. als Lust, Spaß, Freude, Glück.
Siehe auch:
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"Empfindung".
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