Unter dem Begriff empfindsamer oder galanter Stil (style galant) versteht man eine musikalische Stilrichtung, die sich etwa ab den 1720er- bis 1730er-Jahren aus der Barockmusik entwickelte. Ihre Tonsprache ist subjektiv gefühlsbetont, die Melodiephrasen lassen vorwiegend weiche Seelenstimmungen Klang werden und wollen dadurch den Hörer unmittelbar und direkt berühren. Typische Merkmale sind lombardische Rhythmen, Vorhaltsbildungen und Seufzermelodik.
Die Satztechnik wird einfacher (weniger Stimmen als in der Barockmusik), der Generalbass (Continuo) verliert an Bedeutung, und der harmonische Rhythmus wird verlangsamt.
Wesentliche Beiträge dazu leisteten Komponisten wie Domenico Scarlatti, Giuseppe Tartini, Sammartini und Pergolesi, Jean-Marie Leclair, Georg Philipp Telemann, Johann Joachim Quantz, Johann Adolf Hasse, Carl Philipp Emanuel Bach und andere Bachsöhne, Georg Christoph Wagenseil und Johann Stamitz.
Einfluss hatten auch die Musikinstrumente (Trend zu Flöte, Streichern und Cembalo). Mit dem Continuo-Bass nahm auch die Bedeutung der barocken Triosonate ab, die vom Streichquartett verdrängt wurde (spätere Meisterschaft von Joseph Haydn).
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde durch Scarlatti die Cembalosonate zur einer Hauptgattung der Epoche.
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"Empfindsamer Stil".
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