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Emotivismus ist eine nonkognitivistische Theorie der Metaethik, eine Theorie über den semantischen Gehalt moralischer Aussagen also, die ihnen Erkenntnischarakter abspricht.

Bedeutende Vertreter sind etwa David Hume, Alfred Jules Ayer, Charles Leslie Stevenson (1908-1979)

Für den Emotivisten - Anklänge finden sich schon bei dem schottischen Empiristen David Hume (1711-1776) - gibt es keine objektiven moralischen Sätze. Nach seiner Meinung beschreibt deshalb etwa der Satz "Die Würde des Menschen ist unantastbar" keine kognitiv erfassbare Realität, er ist vielmehr das literarische Resümee eines subjektiven Gefühls, einer Emotion.

Der englische Philosoph Alfred Jules Ayer (geb. 1910), einer der führenden Repräsentanten der Analytischen Philosophie des 20. Jahrhunderts, geht noch einen Schritt weiter, wenn er bemerkt: "Es verdient erwähnt zu werden, dass ethische Terme nicht nur dazu dienen, um Gefühle auszudrücken. Sie werden auch verwendet, um Gefühle zu erwecken, und so zum Handeln anzuregen".

Sowohl der deskriptive Emotivismus bei Hume als auch dessen moderne expressive Variante bei Ayer lassen nun allerdings einen verbindlichen ethischen Diskurs beinahe aussichtslos erscheinen, denn wenn moralische Propositionen stets nur subjektive und individuelle Gefühle widerspiegeln, dann lässt sich über diese weder vernünftig streiten noch aus ihnen gar eine allgemeingültige Bewertungs- oder Handlungsnorm ableiten.

Metaethik

Non-cognitivism | Emotivizmus | Emotivism

 

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