| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Emmendingen.png | emmendingen_stadt_karte.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Freiburg | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Südlicher Oberrhein | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Emmendingen | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 201 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 33,79 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 26.108 (31. März 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 770 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahlen: | 79301-79312 (alt 7830) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07641 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | EM | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 3 16 011 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 5 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Landvogtei 10 79312 Emmendingen | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.emmendingen.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@emmendingen.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Stefan Schlatterer (CDU) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Einwohnerzahl der Stadt Emmendingen überschritt 1972 im Rahmen der Gemeindereform die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Mit den Gemeinden Freiamt, Malterdingen, Sexau und Teningen hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt es gibt jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzendem. Jede Ortschaft hat eine Ortschaftsverwaltung, quasi ein Rathaus vor Ort.
Zu einigen Stadtteilen gehören teilweise weitere separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr weinige Einwohner haben, inzwischen aber teilweise auch schon mit dem Hauptort zusammengewachsen sind. Andererseits gibt es auch neue Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen meist jedoch nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen gehören folgende Wohnplätze bzw. Siedlungen zu den Stadtteilen:
1415 verkaufte der Markgraf Otto II. von Hachberg Burg und Herrschaft Hachberg an den Markgrafen Bernhard I. von Baden. Die Markgrafschaft Baden-Hachberg fiel zurück in das badische Stammhaus. Im Jahr 1418 erhielt die Ortschaft Emmendingen auf Betreiben dieses Markgrafen von König Sigismund das Marktrecht. Nur sechs Jahre später wurde der Marktflecken im Mühlburger Krieg eingenommen und fast völlig zerstört. Im Bauernkrieg von 1525 beteiligten sich zahlreiche Emmendinger an der erfolglosen Belagerung der Hochburg und der Zerstörung des Klosters Tennenbach. In der Nachfolge von Markgraf Karl II. wurde 1584 die Markgrafschaft Baden erneut geteilt. Der Marktflecken Emmendingen wurde Residenz der Markgrafschaft Baden-Hachberg unter Jakob III., dem dieser jedoch am 1. Januar 1590 das Stadtrecht verlieh. Im selben Jahr konvertierte Jakob nach dem von ihm einberufenen Emmendinger Religionsgespräch zum Katholizismus. Wenig später starb er im Alter von 28 Jahren. Nach dem erhaltenen Sektionsbericht wurde er mit Arsenik vergiftet. Die Herrschaft fiel zurück an seinen protestantischen Bruder Ernst Friedrich.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Emmendingen fast völlig zerstört. 1648 waren von den vormals 800 Einwohnern nurmehr knapp 100 übriggeblieben. 1809 wird Emmendingen Sitz des gleichnamigen Bezirksamtes, das 1939 zum Landkreis Emmendingen wird. Bei der Kreisreform 1973 bleibt der Landkreis Emmendingen im Wesentlichen unverändert.
Auch die Stadtteile Emmendingen haben eine lange Geschichte. Sie teilten die Geschicke der Stadt und waren Teil der Markgrafschaft Baden-Hachberg. 1803 gehörten sie zum Oberamt Hochberg, aus dem 1809 das Bezirksamt Emmendingen hervorging.
Kollmarsreute wurde 1385 als „zu Kolmers Ruti in Brisgowe“ erstmals erwähnt. Der Ort lag ursprünglich an der Elz, wurde dann aber wegen Hochwassergefahr 1784 an die heutige Stelle verlegt. Maleck wurde 1317 als villa Malnegge, Mundingen 1147, Wasser 1419 als „uff dem Wasser“ und Windenreute 1094 als Winedoriuti erstmals erwähnt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1812 | 1.399 |
| 1830 | 1.849 |
| 1852 | 2.033 |
| 1. Dezember 1871 | 3.391 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 3.598 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 4.317 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 8.430 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 8.890 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 9.514 |
| 17. Mai 1939 ¹ | 9.893 |
| 1946 | 8.917 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 13. September 1950 ¹ | 10.317 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 13.256 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 16.028 |
| 31. Dezember 1975 | 24.722 |
| 31. Dezember 1980 | 24.740 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 22.819 |
| 31. Dezember 1990 | 23.590 |
| 31. Dezember 1995 | 24.796 |
| 31. Dezember 2000 | 25.240 |
| 31. März 2005 | 26.108 |
Im 19. Jahrhundert zogen wieder nach Katholiken nach Emmendingen. 1863 wurde die Kirche St. Bonifatius errichtet, die 1864 zur Pfarrei erhoben wurde. Da die Zahl der katholischen Einwohner rasch zunahm, wurde in zwei Bauabschnitten (1894-1896 und 1911-1913) die heutige Bonifatiuskirche im neugotischen Stil erbaut. Das Vorgängerkirchlein trug man ab und baute es in Denzlingen als Josefskirche wieder auf. Zur Gemeinde gehören auch die Stadtteile Maleck, Mundingen und Windenreute sowie die Nachbargemeinde Freiamt. Eine zweite katholische Pfarrei (St. Johannes) wurde 1975 errichtet. Diese betreut auch die Katholiken in Kollmarsreute und Wasser sowie in der Nachbargemeinde Sexau. Beide katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Waldkirch des Erzbistums Freiburg.
1716 wurde mit der Aufnahme von fünf Familien eine jüdische Gemeinde gegründet, deren Synagoge am 10. November 1938 in der Reichspogromnacht zerstört wurde. Am 17. Oktober 1940 wurden die letzten Emmendinger Juden deportiert. 1995 wurde von Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die derzeit ca. 300 Mitglieder hat.
Heute sind etwa 40,46 % der Bevölkerung evangelisch und 32,19 % katholisch.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Emmendingen auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde und die Gemeinde Gottes KdöR. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Emmendingen vertreten.
Die Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1833 (noch lückenhaft):
| CDU | 27,8% | -5,6 | 8 Sitze | -5 |
| SPD | 25,4% | -3,4 | 7 Sitze | -4 |
| GRÜNE | 20,5% | +8,1 | 5 Sitze | +1 |
| FWG | 17,0% | +0,4 | 4 Sitze | -2 |
| FDP/DVP | 9,4% | +0,5 | 2 Sitze | -1 |
Die Elz teilt sich kurz nach dem Zusammenfluss mit Dreisam und Glotter bei Riegel in die Alte Elz und den Leopoldskanal, die beide in den Rhein münden. Der Leopoldskanal wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zur Hochwasserentlastung gebaut.
Die nächst gelegenen Flughäfen sind Freiburg und Basel.
Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Emmendingen der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Die Post wird 1745 erstmals als Posthalterei erwähnt. 1811 gab es eine Postexpedition und seit 1876 ein Postamt 3. Klasse. In Emmendingen befindet sich auch ein Kreiskrankenhaus und ein Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.
Der Landkreis Emmendingen ist Träger der Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schule und der Kaufmännischen Schule sowie der Eduard-Spranger-Schule für Sprachbehinderte mit Schulkindergarten für sprachbehinderte Kinder und des Schulkindergartens für Geistigbehinderte.
Ferner gibt es noch die Staatliche Schule für Körperbehinderte mit Heim und die Staatliche Fachschule für Landwirtschaft Hochburg.
Die Abendrealschule Volkshochschule Emmendingen, die Freie Waldorfschule Emmendingen und die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege im Landkreis Emmendingen runden das schulische Angebot Emmendingens ab.
Es gibt in der näheren Umgebung von Emmendingen fünf Fußballvereine (FC Emmendingen, FV Windenreute, SV Wasser, SV Kollmarsreute, SV Mundingen). Diese Vereine haben jeweils einen vereinseigenen Fußballplatz. Der FC Emmendingen hat auch noch ein Stadion (Elzstadion).
Im Zentrum für Psychiatrie gibt es ein Psychiatrie-Museum, das die Geschichte der Emmendinger Heil- und Pflegeanstalt darstellt.
In Emmendingen ist das Deutsche Tagebucharchiv zu Hause. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefwechsel, die oft im Keller oder auf dem Müll verschwinden, zu erhalten. Die sehr persönlichen Aufzeichnungen sind von großer Aussage für die Öffentlichkeit, da sie historische Ereignisse und Zeitläufe nachvollziehbar machen. Die Dokumente werden zu wissenschaftlichen Forschungszwecken zur Verfügung gestellt. Für Schulklassen, Gruppen und Privatpersonen werden auf Anfrage aber auch Führungen durchgeführt.
Im Stadtteil Bürkle-Bleiche gibt es einen Skulpturenweg, auf dem Bildhauerarbeiten angeschaut werden können.
Emmendingen_schlosserhaus.jpg und Cornelia Schlosser ist heute die Stadtbücherei untergebracht.]] Das Schlosserhaus kam 1588 als Gremppischer Hof in den Besitz der Markgrafen von Baden und war seit dieser Zeit Wohnsitz des obersten Beamten der Markgrafschaft Hachberg. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut, zeigt heute noch deutlich den barocken Stil jedoch auch die starken baulichen Eingriffe, die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden. Johann Georg Schlosser, Goethes Schwager, erwarb das Gebäude 1774 als Privathaus und bewohnte es bis 1787. Auf einer Gedenktafel am Gebäude wird an seine damals berühmten Gäste in diesem Haus erinnert, so unter anderem an Herzog Karl August von Weimar, Jakob Michael Reinhold Lenz, Johann Georg Jacobi und Johann Caspar Lavater. Goethe, dessen Schwester Cornelia mit Schlosser verheiratet war, weilte hier in den Jahren 1775 und 1779.
Etwas außerhalb der Stadt (zwischen den Ortsteilen Windenreute und Maleck ) gibt es noch eine guterhaltene Burg Burg Hochburg (Hachberg), die zu den größten Burgruinen in Deutschland zählt.
Die Klosterkapelle Tennenbach ist neben dem früheren Wirtschaftsgebäude (heute Gasthaus Engel) das letzte erhaltene Gebäude des ehemals ausgedehnten Areals des Zisterzienseklosters Tennenbach. Sie diente vor der Auflösung des Klosters 1806 als Spitalkapelle. Das gotische Kleinod aus der Mitte des 13. Jahrhunderts liegt in einem Seitental des Brettentals in landschaftlich reizvoller Umgebung.
Der Eichbergturm ist ein Aussichtsturm auf dem 369 m hohen Eichberg oberhalb der Stadt. Der Turm überragt den über 30 m hohen Eichenwald mit seiner Kanzel um 10 Meter und mit der Spitze um 17 Meter. Er ist der höchste Aussichtsturm des Landkreises Emmendingen. Von der Turmkanzel aus bietet sich ein großartiger Rundblick über die nähere Umgebung, den gesamten Schwarzwaldkamm bis zum Isteiner Klotz, den Schweizer Jura, die Vogesenkette und den Kaiserstuhl. Die Aussichtskanzel wurde aus Eichenholz gefertigt und sitzt auf den sechs Douglasienstämmen, die zusammen mit einem oberen Plattformrahmen einen Pyramidenstumpf bilden. Das Treppenhaus ist ein filigraner Zylinder aus Profilstahl und Baustahlgewebe, mit 240 Stufen aus Eichenholz. Der Turm, von einem 1999 gegründeten Verein errichtet, wurde am 17. September 2005 der Stadt Emmmendingen übergeben und ist nun der Öffentlichkeit zugänglich.
Die evangelische Stadtkirche, zum ersten Mal 1236 erwähnt, vorreformatorisch dem Heiligen Michael geweiht, wurde nach der Zerstörung 1424 zwischen 1430 und 1434 wiederaufgebaut. Erhalten blieb hiervon der Chor. 1813-15 wurde die Kirche umgebaut und 1858/59 wurde der Turm angebaut. Nochmalige Erweiterungen gab es 1903-05. Die katholische Kirche St. Bonifatius wurde 1863 erbaut und 1894-96 sowie 1911-13 erweitert. Sie hat einen gemalten spätgotischen Flügelaltar 1473 von Friedrich Herlin.
In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:
Evangelische Kirche Kollmarsreute (erbaut 1913), evangelische Kirche Mundingen (im Mittelalter St. Mauritius geweiht, 1727 mit dem Material der abgetragenenen Pfarrkirche auf dem Wöpplinsberg zur heutigen Größe erweitert) und evangelische Kirche Wasser (erbaut im 18. Jahrhundert). Auf dem Wöpplinsberg stand bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Pfarrkirche für Mundingen, Niederemmendingen 1806, Keppenbach 1660, und verschiedene Gehöfte zwischen dem heutigen Freiamt und Mundingen. Die Pfarrkirche auf dem Wöpplinsberg wurde zum ersten Mal 1136 urkundlich erwähnt, als der damalige Konstanzer Bischof dem Kloster Schuttern Besitzungen in der Ortenau, dem Breisgau und Elsaß bestätigte. Ihr Patrozinium ist umstritten: es wird sowohl ein St. Peter- wie auch St. Barbara-Weihe vermutet. In der Zeit nach den Kreuzzügen setzte in Westeuropa die Verehrung der aus Kleinasien stammenden Nothelferin St. Barbara ein. Auch ihrer gedachte man auf dem Wöplinsberg. Die gotische St. Barbara-Statue der alten Kirche in Reute befand sich bis zur Konfessionsänderung von 1556 sehr wahrscheinlich auf dem Wöplinsberg. Im 30jährigen Krieg erlitt die Kirche jedoch große Schäden. 1693 verließ der Pfarrer den Ort und zog nach Mundingen. Danach verfiel die Kirche. Im Sommer 2005 konnten ihre im Boden erhaltenen Fundamentteile wieder lokalisiert werden.
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