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Emil Adolf Victor Ertl ( *11. März 1860 in Wien; † 8. Mai 1935 ebd.) war ein österreichischer Dichter und Schriftsteller. Ertlbild.jpg

Leben


Emil Ertl entstammte eine Seidenweber-Familie und wuchs am Schottenfeld, im 7. Wiener Gemeindebezirk, auf. Bis 1873 besuchte er das Gymnasium in der Amerlingstrasse, danach übersiedelte die Familie nach der Wiederverheiratung der verwitweten Mutter nach Meran. Ertl studierte Philosophie in Wien und Graz. Seit 1889 war er Bibliotheksbeamter, später Bibliotheksdirektor an der Technischen Hochschule Graz (Technische Universität Graz).

Bekannt wurde Ertl vor allem als Schriftsteller. Zwischen den beiden Weltkriegen war er ein viel gelesener österreichischer Autor. Mit Peter Rosegger, der für ihn als Dichter ein Vorbild war, war er befreundet.

Emil Ertl starb am 8. Mai 1935 im Alter von 75 Jahren in Wien. Er ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Nach dem Dichter sind Gassen und Wege in einigen österreichischen Städten, wie Wien, Wr. Neustadt, Bad Aussee und Graz, benannt.

Auszeichnungen und Ehrungen


Werke


  • Abdêwa, ein Märchen, 1884
  • Liebesmärchen, 1886
  • Die Perlenschnur. Eine Renaissance-Novelle, 1894
  • Opfer der Zeit, zwei Novellen aus dem Wiener Leben, 1895
  • Miss Grant und andere Novellen, 1896
  • Mistral. Novellen, 1901
  • Feuertaufe, Neues Novellenbuch, 1905
  • Gesprengte Ketten. Novellen, 1909
  • Freiheit,die ich meine, Roman, 1909
  • Der tote Punkt und anderes, Erzählungen, 1910
  • Auf der Wegwacht, Roman, 1911
  • Nachdenkliches Bilderbuch. Ernste und heitere Geschichten, 1911-1913
  • Drei Novellen, 1913
  • Der Neuhäuselhof, Roman, 1913
  • Walpurga. Novelle, 1914
  • Das Lächeln Ginevras, 1915
  • Der Antlaßstein, Roman, 1917
  • Das Trauderl. Aus den Papieren eines österreichischen Reserveoffiziers, Novelle, 1918
  • Der Handschuh, Novelle, 1922
  • Der Berg der Läuterung, 1922
  • Sternschnuppen. Novellen, 1923
  • Der Halbscheid. Erzählung, 1924
  • Karthago. Kampf und Untergang, Roman, 1924
  • Irrgarten des Lebens, Novellen, 1925
  • Teufelchen Kupido. Lachende Liebes- und Ehegeschichten, 1925
  • Im Haus zum Seidenbaum, Roman, 1926
  • Leidenschaft. 2 Novellen, 1927
  • Die Maturafeier. Sieben kleine Novellen, 1927
  • Geschichten aus meiner Jugend, 1927 (darin Der Kilometerfresser: dem Mechaniker Siegfried Marcus wird ein literarisches Denkmal gesetzt)
  • Im Haus zum Seidenbaum, Roman, 1928
  • Das Lattacherkind, Roman, 1929
  • Lebensfrühling, Erinnerungen aus dem lieben alten Wien meiner Jugend, 1932

Literatur


  • Emil Ertl zum 70. Geburtstag. Eine Festschrift. Leipzig: Staackmann 1930.
  • Elfriede Ladich: Die Auffassung der Geschichte Österreichs in den Romanen Emil Ertls. Wien: Univ. Diss. 1949.
  • Edith Seemann: Emil Ertl als Novellist. Wien: Univ. Diss. 1937.
  • Alfred Walheim: Emil Ertl. Sein Leben und seine Werke. Studie. Leipzig Staackmann 1912.

Weblinks


  • Emil Ertl In: Projekt Historischer Roman. Datenbank. Universität Innsbruck.

Mann | Österreicher | Autor | Literatur (19. Jh.) | Literatur (20. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Erzählung | Roman, Epik | Historischer Roman | Geboren 1860 | Gestorben 1935

 

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