Emerson Fittipaldi (*12. Dezember 1946 in São Paulo) war ein brasilianischer Automobilrennfahrer und Formel-1-Weltmeister.
1970 kam Emerson Fittipaldi als dritter Fahrer neben Jochen Rindt und John Miles in das Lotus-Team. Er verhalf praktisch Rindt zum Weltmeistertitel postum, als er völlig überraschend den Grand Prix der USA 1970 in Watkins Glen gewann. Bis 1973 fuhr er für das Team von Colin Chapman und wurde Weltmeister 1972. Im folgenden Jahr bekam Fittipaldi im Team mit Ronnie Peterson starke Konkurrenz. Mit zwei Spitzenfahrern verzettelte sich das Team etwas, so daß Jackie Stewart zu seinem 3. WM-Titel fuhr. Fittipaldi wurde Vize-Weltmeister, Peterson WM-Dritter.
Emerson Fittipaldi hatte ein feines Gespür, daß Colin Chapman den Schweden Peterson nun etwas begünstigte und unterschrieb rechtzeitig für 1974 bei McLaren und dem dortigen Teamchef Teddy Mayer. Jackie Stewarts Rücktritt und der Neubeginn bei Ferrari begünstigte etwas seinen erneuten WM-Titel. Fittipaldi war zwar immer noch ein absoluter Spitzenfahrer, aber das Feuer von 1970-1972 war nicht mehr da. Er fuhr rationeller und besonnener. 1975 feierte er zwar mit seinem McLaren noch 2 Grand-Prix-Siege (Buenos Aires und Silverstone) und auch die Vize-Weltmeisterschaft. Doch dem aufstrebenden Niki Lauda und dessen Ferrari-Team konnte er nicht groß Paroli bieten.
Nach dieser Saison unterschrieb er für 1976 beim Copersucar-Team seines Bruders Wilson Fittipaldi. Doch der Karriereknick war da... Von 1976 bis 1980, wo er für das Copersucar/Fittipaldi-Team fuhr, konnte er sich bis 1978 zwar regelmäßig leicht verbessern, aber mehr als ein 2. Platz (1978 beim GP von Brasilien in Jacarepagua) sprang nicht heraus. 1979 und 1980 stagnierte das Team immer mehr und Fittipaldi verlor recht bald die Lust. Am 5. Oktober 1980 fuhr er beim Grand Prix der USA seinen letzten Grand Prix.
1981 wechselte er ins Management des Fittipaldi-Teams. Spitzenfahrer des Teams war ein gewisser Keke Rosberg. Der Finne errang keinen einzigen WM-Punkt für das Team und konnte sich sogar bei 5 Rennen nicht einmal qualifizieren. Wie schwach das Fittipaldi-Auto wirklich war, zeigte sich ein Jahr später. Derselbe Keke Rosberg wurde auf Williams-Ford Weltmeister!
Zwischen 1984 und 1996 fuhr „Emmo“ in der Champ Car World Series. Er gewann dort 1989 die Meisterschaft und das Indy 500. 1993 wiederholte er seinen Indy-Sieg.
Nach einem schweren Feuerunfall beim Michigan 500 1996 sowie einem Flugzeugabsturz im Jahr darauf zog er sich vom professionellen Motorsport zurück. Fittipaldi produziert heute Zigarren.
| Nationalität | Brasilianisch |
| Geburtsort | São Paulo |
| Geburtsdatum | 12. Dezember 1946 |
| WM-Titel | 2 |
| WM-Punkte insgesamt | 281 |
| Siege insgesamt | 14 |
| Podiumsplätze | 35 |
| Pole Positions | 6 |
| Schnellste Runden | 6 |
| Starts | 144 |
| Führungsrunden | 478 |
| Führungskilometer | 2235 |
| Formel 1-Debüt | 18. Juli 1970, GP von Großbritannien, 8. Platz |
Mann | ChampCar-Rennfahrer | Formel-1-Rennfahrer (Brasilien) | Geboren 1946 | Weltmeister (Formel 1)
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