EmdenNordseewerkeHelling.jpg der Nordseewerke, wo ein Neubau in Arbeit ist]] EmdenOMYA-Werk.jpg | EmdenBorkumkaiKatamaran.jpg | EmdenHafenWindenergierotoren.jpg aus Aurich]] EmdenMoleAutotransporterSchlepper.jpg | EmdenCassensWerft.jpg | EmdenGrosseSeeschleuse.jpg | EmdenBorssumerSchleuseBorssumerHafen.jpg | EmdenWindenergieanlageEnerconEms.jpg | EmdenKraftwerk.jpg
Der Hafen der Stadt Emden ist ein Seehafen an der Mündung der Ems in die Nordsee. Es handelt sich dabei um den westlichsten Seehafen Deutschlands mit einem Jahresumschlag von knapp 5,5 Millionen Tonnen. Hauptumschlagprodukte sind Kraftfahrzeuge, Forstprodukte und in stark zunehmendem Maße Windenergieanlagen. Zudem ist Emden der Fährhafen nach Borkum.
Der Hafen ist seit jeher der Lebensnerv der Stadt - ohne ihn wäre sie überhaupt nicht entstanden. Der Hafen geht zurück auf die Anfänge der Besiedlung dessen, was heute das Stadtgebiet Emdens ist: Etwa um das Jahr 800 herum entstand am nördlichen Ufer der Emsmündung eine friesische Handelssiedlung. Um 1600 war der Emder Hafen einer der bedeutendsten Nordeuropas. Seit zirka 1900 hat sich der Seehafen Emden zu einem modernen Umschlagsort entwickelt, der auch Industrieansiedlungen nach sich zog. Neben den Werften ist hier das Volkswagenwerk Emden zu nennen: Der VW-Konzern entschied sich 1964 bewusst für eine Hafenstadt als neuen Produktionsstandort - ohne den Hafen hätte sich also der mit weitem Abstand größte industrielle Arbeitgeber Ostfrieslands gar nicht erst in Emden angesiedelt. Somit hängt vom Hafen - direkt und indirekt - nahezu das gesamte Wirtschaftsleben der Stadt ab.
Zudem wurden die Binnenschiffe stets größer, so dass der Dortmund-Ems-Kanal (und seine Schleusen) nicht mehr für neue Generationen von Binnenschiffen ausreichten. Die Europäisierung der Verkehrsströme tat ein Übriges, ebenso der Niedergang der Stahlindustrie, insbesondere im westlichen Teil des Ruhrgebietes. Die Hochöfen in Duisburg, dem bedeutendsten Stahlstandort Deutschlands, sind über den Rhein besser zu erreichen.
Inzwischen ist der Fahrzeugumschlag die bedeutendste Säule des Emder Hafens. Sämtliche Modelle des VW-Konzerns (inklusive Töchter) werden über Emden im- und exportiert, was den Emder Hafen zum drittgrößten Autoverladehafen Europas macht (nach Brügges Hafen Zeebrügge und Bremerhaven). Weitere Umschlagprodukte sind Forstprodukte und Flüssigkreide (beides für die Papierfabrik Nordland in Dörpen) sowie unter anderem Baustoffe, Getreide, Magnesiumchlorid, Mineralöl und Mineralölerzeugnisse, Eisen und Stahl.
Seit einigen Jahren ist Emden auch als Umschlaghafen für Windenergieanlagen aktiv. Diese stammen vom Hersteller Enercon im benachbarten Aurich, die vom Emder Hafen aus exportiert werden. Geplant ist zudem, Emden als Basishafen für Off-shore-Windenergieanlagen in der Nordsee zu etablieren.
Im Bereich des Hafens sind diverse Unternehmen mit dem Umschlag der oben genannten Güter befasst, darunter die Emder Verkehrsgesellschaft AG, die Anker Schifffahrt GmbH, EPAS (Verschiffung von Windenergieanlagen) und mehrere Speditionen.
Im Seeverkehr dominieren bei der Einfuhr Kreide, Forstprodukte Steine und Erden sowie Kraftfahrzeuge. Bei der Ausfuhr sind es mit weitem Abstand Kraftfahrzeuge. Im Binnenverkehr liegen beim Gütereingang Steine und Erden, Kreide, Mineralöle und Mineralölerzeugnisse sowie Forstprodukte vorne, beim Güterausgang sind es mit weitem Abstand Kreide und Forstprodukte - beides für die Dörpener Papierfabrik.
Mit 863.000 umgeschlagenen Autos hat der Emder Hafen 2005 sein bislang bestes Ergebnis aller Zeiten erzielt. Das Ergebnis des Vorjahres wurde um 100.000 Kraftfahrzeuge übertroffen. Die Hafenwirtschaft peilt mittelfristig - auch durch neue VW-Modelle - ein Umschlagsziel von einer Million Autos an.
Der Hafen hat eine Gesamtfläche von 730 Hektar, davon 210 Hektar Wasserfläche. Die Kailänge im Binnenhafen beträgt 7,3 Kilometer, diejenige im Außenhafen (jenseits der Seeschleusen, also unmittelbar an der Ems) beträgt 1,6 Kilometer.
Der Hafen verfügt über mehrere RoRo-Rampen, eine Containerverladebrücke sowie mehrere Kräne für die Verladung von Schüttgut.
Die Verkehrszentrale Ems des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden an der Knock ist im Rahmen einer deutsch-niederländischen Kooperation für die Radarüberwachung der gesamten Emsmündung zuständig.
Die einzelnen Hafenabschnitte, teils mit Nennung von Umschlagsgütern, dort tätigen Firmen und Institutionen sowie Hafeninfrastruktur. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:
Zudem werden alte und nicht mehr für den Warenumschlag genutzte Flächen für die Freizeitschifffahrt und auch für die Stadtentwicklung genutzt (s. Alter Binnenhafen weiter unten).
Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen geplant:
Die bislang bekannt gewordene Investitionssumme allein für die Gebäude auf der Westseite des Binnenhafens sowie Promenade/Stell-/Liegeplätze beläuft sich auf ca. 35 Millionen Euro, davon rund acht Millionen Euro öffentliches Kapital.
Ostfriesland | Hafen | Emden
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