Eloxal ist die Abkürzung für
elektrolytische Oxidation von Aluminium. Aluminium wird elektrolytisch oxidiert, um eine 5 bis 25 µm dünne Schicht zu erzeugen, die das sehr unedle Metall vor Korrosion schützt. (Die natürliche Oxidschicht des Aluminiums beträgt nämlich lediglich 0,1 µm bis 0,5 µm)
Eloxiert wird üblicherweise mittels Gleichstrom in Schwefelsäure bzw. Oxalsäure-Elektrolyten. Das Aluminium wird dabei als Anode geschaltet, man nennt daher das Verfahren auch Anodisieren. Es werden teils aber auch Wechselstrom-Verfahren (Ematal-Verfahren), wobei beide Elektroden von Aluminiumwerkstücken gebildet werden, eingesetzt.
Die Anodenreaktion kann wie folgt beschrieben werden:
Verfahren
Zunächst werden die Aluminiumteile
vorbehandelt, also gereinigt und
gebeizt, um anhaftenden
Schmutz sowie die dünne natürliche
Oxidschicht zu entfernen. Danach erfolgt das eigentliche
Eloxieren, zuweilen wird dann die frische poröse Schicht mit Farbstoffen gefärbt, und schließlich folgt das
Verdichten, üblicherweise einfach mit heißem Wasser oder Dampf. Es gibt auch die Möglichkeit des chemischen Verdichtens, das meist in Kombination mit Dampfverdichten eingesetzt wird.
Eloxiertes und anschließend gefärbtes Aluminium sollte möglichst im zweistufigen Sealverfahren behandelt werden, um ein Ausbluten der Farbstoffe zu vermeiden. Stufe 1 im Nickelacetatbad 15 min bei 60°C. Stufe 2 im Heißwasserbad 3 min pro µm Schichtdicke.
Anwendung
Relativ dicke Eloxalschichten werden vor allem als
Korrosionsschutz in der Bauindustrie, aber auch für Automobilteile und Haushaltsgegenstände eingesetzt. Gefärbte dünnere Schichten dienen vorwiegend dekorativen Zwecken (z. B.
iPod mini).
Ein Spezialfall sind
Harteloxalschichten, die sehr viel dicker und härter sind und ausschließlich technischen Anwendungen dienen.
U. a. als Schutz gegen Abrieb, da unbehandeltes Aluminium sehr weich ist und einem starken Verschleiß unterliegt.
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Weblinks
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