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Wappen Karte
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Wappen Ellwangen Jagst.png Karte_Ellwangen_in_Deutschland.png
Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
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Regierungsbezirk: Stuttgart
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Landkreis: Ostalbkreis
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Gemeindeart: Große Kreisstadt
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Geografische Lage:
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Höhe: 490 m ü. NN
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Fläche: 127,45 km²
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Einwohner: 25.268 (30.Juni 2005)
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Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km²;
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Ausländeranteil: 5,6 %
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Postleitzahl: 73471-73479 (alt: 7090)
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Vorwahl: 07961, 07965
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Kfz-Kennzeichen: AA
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Gemeindeschlüssel: 08 1 36 019
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Stadtgliederung: Kernstadt und 4 Stadtteile
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Spitalstraße 4
73479 Ellwangen

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Website: www.ellwangen.de
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Politik
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Oberbürgermeister: Karl Hilsenbek

Ellwangen an der Jagst, amtlich Ellwangen (Jagst), ist eine Stadt im Osten Baden-Württembergs nahe der Grenze zu Bayern, etwa 17 km nördlich von Aalen. Sie ist mit ca. 25 000 Einwohnern nach Aalen und Schwäbisch Gmünd die drittgrößte Stadt des Ostalbkreises. Ellwangen bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden.

Die Einwohnerzahl Ellwangens überschritt im Rahmen der Gebietsreform 1972 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung mit Wirkung vom 1. Februar 1972 beschloss. Mit den Gemeinden Adelmannsfelden, Ellenberg, Jagstzell, Neuler, Rainau, Rosenberg und Wört hat die Stadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie


Ellwangen liegt im Tal der Jagst, wo diese aus dem Albvorland in die Ellwanger Berge, einem Teil des Schwäbisch-Fränkischen Waldes eintritt. Die Jagst erreicht von Rainau kommend im Südwesten das Stadtgebiet, fließt dann in nördlicher Richtung an den Stadtteilen Schrezheim und Rotenbach vorbei, anschließend durch die Kernstadt und durch den Stadtteil Rindelbach, um es schließlich im Nordwesten in Richtung Jagstzell wieder zu verlassen.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ellwangen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Jagstzell, Ellenberg, Stödtlen, Unterschneidheim, Westhausen, Rainau, Neuler und Rosenberg (alle Ostalbkreis)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Ellwangens besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten vier Gemeinden Pfahlheim, Rindelbach, Röhlingen und Schrezheim mit ihren jeweils zugehörigen Ortsteilen und Weilern. Die vier Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen von der Bevölkerung der Ortschaft bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze.

Zur Kernstadt und zu den Stadtteilen gehören eine Vielzahl meist räumlich getrennter Wohnplätze oder Ortsteile mit eigenem Namen. Diese haben meist eine lange eigenständige Geschichte. In der Kernstadt unterscheidet man darüber hinaus auch noch Wohngebiete, die im Zuge ihrer Bebauung einen eigenen Namen bekamen, doch sind die Grenzen hierbei oftmals nicht genau festgelegt

  • zur Kernstadt gehören: Braune Hardt, Schloss ob Ellwangen und Schönenberg
  • zu Pfahlheim gehören: Beersbach, Buchhausen, Halheim, Hammermühle, Hardt, Hirlbach, Hochgreut, Hofstetten, Pfeifhäusle und Sonnenhof
  • zu Rindelbach gehören: Borsthof, Eigenzell, Gehrensägmühle, Holbach, Kalkhöfe, Kellerhaus, Rabenhof, Rattstadt, Rotkreuz, Scheuensägmühle, Schönau, Schönenberg, Stocken, Stockensägmühle und Treppelmühle
  • zu Röhlingen gehören: Dettenroden, Elberschwenden, Erpfental, Haisterhofen, Killingen, Neunheim, Neunstadt, Rötlen, Schafhof, Steigberg, Süßhof und Wagnershof
  • zu Schrezheim gehören: Altmannsrot, Altmannsweiler, Bahnmühle, Eggenrot, Engelhardsweiler, Espachweiler, Glassägmühle, Griesweiler, Hinterlengenberg, Hintersteinbühl, Lindenhäusle, Lindenhof, Lindenkeller, Ölmühle, Rotenbach, Schleifhäusle und Vorderlengenberg

Raumplanung

Ellwangen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Ostwürttemberg. Zum Mittelbereich Ellwangen gehören die Städte und Gemeinden im Norden des Ostalbkreises, und zwar Adelmannsfelden, Ellenberg, Jagstzell, Neuler, Rainau, Rosenberg, Stödtlen, Tannhausen, Unterschneidheim und Wört.

Geschichte


Ellwangen entstand im 7. Jahrhundert als eine alamannische Siedlung am Stelzenbach. Im Grenzwald Virgunna zwischen Franken und Schwaben gründeten die Herren Hariolf und Erlolf (Bischof der französischen Stadt Langres) im Jahr 764 (750?) auf einem Hügel direkt neben der Ansiedlung ein Benediktinerkloster. Das Kloster in Ellwangen wurde bereits am 8. April 814 in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen erwähnt (Elehenuuang). Seit 817 zählte das Kloster zu den Reichsabteien.

Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Wohnbereich der zum Kloster gehörenden Laien die Stadt, deren Bewohner jedoch unter der Oberhoheit des Abtes standen. Das Kloster wurde spätestens ab 1124 exemt, das heißt, es unterstand direkt dem Papst. Seine Äbte waren ab 1215 Reichsfürsten. Vögte waren zuerst die Grafen von Oettingen, ab etwa 1370 die Grafen von Württemberg. 1460 wurde die Abtei in ein exemtes weltliches Chorherrenstift mit einem Fürstpropst und einem Stiftskapitel (12 adlige Kanoniker, 10 Chorvikare ) umgewandelt. Es umfasste zunächst ein Gebiet, das aus den Ämtern Ellwangen, Tannenberg und Kochenburg bestand. 1471 kam das Amt Rötlen, 1545 Wasseralfingen und 1609 Heuchlingen dazu. Um 1800 war es im Kanton Odenwald des Ritterkreises Franken immatrikuliert.

In den Jahren 1588 und 1611-1618 starben ca. 450 Personen während der Hexenprozesse in Ellwangen (siehe dort).

1802 wurde es säkularisiert und Württemberg zugeordnet und war zunächst Sitz der Regierung von Neuwürttemberg. 1803 wurde es Sitz eines Oberamtes, das 1806 Teil des Königreichs Württemberg wurde. 1807 wurde Ellwangen Sitz des Jagstkreises, der 1924 aufgelöst wurde. Der württembergische König wollte Ellwangen zum Sitz eines katholischen Bistums für sein Land machen. Daher erhielt Ellwangen 1812 ein Generalvikariat und ein Priesterseminar sowie eine katholisch-theologische Fakultät. Letztere wurde jedoch später Teil der Universität Tübingen, die anderen Einrichtungen wurden 1817 nach Rottenburg am Neckar verlegt, das 1821 Sitz des neuen Bistums für Württemberg wurde.

Ellwangen blieb danach eine württembergisch Kleinstadt mit Sitz eines Oberamtes, das 1938 aufgelöst wurde. Seither gehörte das Gebiet zum Landkreis Aalen, der bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 Teil des Ostalbkreises wurde. Die Einwohnerzahl erhöhte sich um rund 50 Prozent nach Kriegsende, da nach Ellwangen viele Heimatvertriebene vor allem aus dem südlichen Böhmerwald gebracht worden sind. Durch Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung und die Einwohnerzahl überschritt die 20.000-Grenze. Ellwangen-um-1900.jpg

Die Stadtteile Ellwangens haben ebenfalls eine lange Geschichte:

Pfahlheim wurde bereits im 8. Jahrhundert erwähnt. Mit Pfahl ist der römische Limes gemeint. Die Güter des Dorfes wurden im 13. Jahrhundert von Ellwangen erworben. Bis 1504 ist ein Ortsadel ellwangischer Ministerialen genannt. Diese verkauften ihre Burg, Güter und Rechte an Ellwangen, so dass das Dorf die Geschicke Ellwangens teilte. Der Ort bildete seit 1471 ein Unteramt innerhalb des Oberamtes Rötlen und kam 1802 an Württemberg, wo er bis 1938 zum Oberamt Ellwangen gehörte. Der zu Pfahlheim gehörige Weiler Buchhausen sowie Teile von Beersbach gehörten teilweise den Herren zu Oettingen-Spielberg und kam 1806 zunächst zu Bayern, doch 1810 ebenfalls an Württemberg.

Rindelbach wurde um 1337 als "Rennelbach" erstmals erwähnt und war schon ab 1337 ellwangisch, mit dem es 1802 an Württemberg kam und dem Oberamt Ellwangen zugeordnet wurde.

Röhlingen wurde im 9. Jahrhundert als "Rehilingen" erstmals erwähnt. Bis Anfang des 15. Jahrhunderts gab es einen Ortsadel, der sich wohl aus ellwangischen Ministerialen rekrutierte. Diese verkauften, wie später die ebenfalls begüterten Herren von Killingen den Ort an Ellwangen. Dann gehörte Röhlingen zum Oberamt Rötlen und kam 1802 an Württemberg, wo es eine Gemeinde im Oberamt Ellwangen wurde.

Schrezheim wurde um 1140 als "Screzheim" erstmals erwähnt. Ellwangen war bereits 1337 begütert und besaß bald den ganzen Ort. 1802 fiel er an Württemberg und gehörte zum Oberamt Ellwangen. Der zugehörte Weiler Eggenrot war bis 1802 teilweise auch im Besitz der Herren von Adelmannsfelden. Der Hauptteil war jedoch ellwangisch. 1802 kam er mit Schrezheim an Württemberg.

Religionen

Schoenenbergkirche Ellwangen.jpg Die Bevölkerung Ellwangens gehörte ursprünglich zum Bistum Augsburg und war dem Landkapitel Ellwangen unterstellt. Das Kloster und ein Teil der Stadt wurden spätestens 1124 exemt, das heißt, unabhängig vom Bischof und nur dem Papst unterstellt. Ab 1524 sollte die Reformation eingeführt werden, doch scheiterte dies am Widerstand des Fürstpropstes Heinrich von der Pfalz. Auch dessen Nachfolger ließ die protestantische Lehre nicht zu, so dass Ellwangen über Jahrhunderte eine überwiegend katholische Stadt war. Neben der Stiftskirche St. Veit, der Pfarrkirche für das exemte Stift, gab es seit dem 13. Jahrhundert auch eine Pfarrkirche für die Stadtpfarrei. Dabei handelte es sich um die Marienkirche. Nach dem Übergang an Württemberg wurden beide Pfarreien 1818 vereinigt. Seither war St. Veit die alleinige Pfarrkirche, die nach Gründung des Bistums Rottenburg Sitz eines Dekanats wurde. 1969 wurde die alte St. Wolfgangkirche die zweite Pfarrkirche Ellwangens, die auch die Katholiken aus Schrezheim betreut. Die Heilig-Geist-Kirche wurde dann die 3. Pfarrkirche. Diese drei Pfarreien bilden heute mit der Filialkirchengemeinde St. Patricius Eggenrot die Seelsorgeeinheit 1 innerhalb des Dekanats Ellwangen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Auch die heute zu Ellwangen gehörigen Stadtteile blieben nach der Reformation katholisch, so dass es meist katholische Kirchengemeinden und alte Kirchen gibt. Die Kirchengemeinden sind heute zur Seelsorgeeinheit 2 innerhalb des Dekanats Ellwangen zusammen geschlossen. Zu dieser Seelsorgeeinheit gehören die Pfarrei Zu unserer lieben Frau auf dem Schönenberg (sie betreut auch die Katholiken aus Rindelbach), die Pfarrei St. Petrus und Paulus Röhlingen, die Pfarrei St. Johann Baptist Beersbach und die Pfarrei St. Nikolaus Pfahlheim.

Protestanten kamen erst nach dem Übergang an Württemberg wieder nach Ellwangen. Bereits 1802 wurde die mit der katholischen Stiftskirche nach wie vor verbundene ehemalige Jesuitenkirche evangelische Garnisonskirche. 1817 wurde sie die erste protestantische Pfarrkirche Ellwangens. Die Kirchengemeinde betreut auch alle Protestanten in den Stadtteilen Rindelbach und Schrezheim und gehört zum Dekanat Aalen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Die Protestanten in den Stadtteilen Pfahlheim und Röhlingen gehören zur Kirchengemeinde Unterschneidheim-Walxheim.

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Ellwangen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Freie Evangeliums Gemeinde (Baptisten) Ellwangen e. V. und die Christus-Gemeinde Ellwangen e. V., eine freie evangelische Gemeinde. Auch die Neuapostolische Kirche ist in Ellwangen vertreten.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
-
1803 2.451
-
1810 2.032
-
1823 2.608
-
1843 3.802
-
1861 3.623
-
1. Dezember 1871 4.145
-
1. Dezember 1880 ¹ 4.697
-
1. Dezember 1890 ¹ 4.606
-
1. Dezember 1900 ¹ 4.747
-
1. Dezember 1910 ¹ 4.722
-
16. Juni 1925 ¹ 5.653
-
16. Juni 1933 ¹ 5.924
Jahr Einwohnerzahlen
-
17. Mai 1939 ¹ 6.944
-
1946 9.415
-
13. September 1950 ¹ 10.390
-
6. Juni 1961 ¹ 12.538
-
27. Mai 1970 ¹ 13.155
-
31. Dezember 1975 21.994
-
31. Dezember 1980 21.242
-
27. Mai 1987 ¹ 21.538
-
31. Dezember 1990 22.594
-
31. Dezember 1995 24.153
-
31. Dezember 2000 24.836
-
31. Dezember 2004 25.227
¹ Volkszählungsergebnis

Eingemeindungen

In die Stadt Ellwangen wurden folgende Gemeinden eingegliedert:

Politik


Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht seit der letzten Kommunalwahl am 13. Juni 2004 aus 37 Mitgliedern, deren Amtszeit 5 Jahre beträgt. Die Sitze verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Ellwangen stand der vom Abt bzw. Propst ernannte Stadtvogt, der seit der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts Vizedom genannt wurde. Daneben gab es einen Stadtschultheiß, dessen Amt ebenfalls vom Abt bzw. Propst verliehen wurde. Das Stadtgericht war zugleich der Rat.

Nach dem Übergang an Württemberg wurde 1819 das Amt des "Stadtschultheiß" eingeführt. Ab 1930 führte dieser die Amtsbezeichnung Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1972 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird heute von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Sein allgemeiner Stellvertreter ist der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".

Die Stadtoberhäupter seit 1819:

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Ellwangen zeigt in Blau ein durchgehendes rotes Andreaskreuz, bewinkelt von vier goldenen Lilien. Die Stadtflagge ist blau-rot. Das Wappen wird seit 1802/03 in der heutigen Form geführt. Dabei handelt es sich um das Wappen des französischem Bistums Langres. Es wurde bereits als Wappen der Klostergründer Hariolf und Erlolf am Stift Ellwangen abgebildet.

Städtepartnerschaften

Ellwangen (Jagst) unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Diese beiden Städte haben auch untereinander eine Städtepartnerschaft.

Patenstadt

  • 1980 wurde die Patenschaft über die vertriebenen Deutschen aus der Stadt und dem Kreis Kaplitz übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaftlich wird Ellwangen von mittelständischen Betrieben und dem Einzelhandel geprägt. Die größten Arbeitgeber der Stadt sind der Batteriehersteller VARTA, der hier seine Knopfzellenproduktion hat, sowie die Bundeswehrgarnison.

Verkehr

Die Nähe der Bundesautobahn A 7 (eigene Anschlussstelle Ellwangen) sowie die Eingliederung der Nachbargemeinden Rindelbach, Röhlingen, Schrezheim und Pfahlheim im Zuge der Gemeindereform und dem damit verbundenen Gebietszuwachs haben wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung Ellwangens beigetragen. Durch das Stadtgebiet führt auch die Bundesstraße 290 Aalen-Crailsheim.

Darüber hinaus ist die Stadt seit 1958 Bundeswehrstandort. Ellwangen liegt an der Bahnlinie Stuttgart - Nürnberg und hat damit zweistündlich Anschluss an das Intercity-Netz der Deutschen Bahn, eine stündliche RegionalExpress-Verbindung nach Aalen/Ulm sowie eine zweistündliche RegionalExpress-Verbindung nach Crailsheim.

Gerichte, Behörden und Einrichtungen

Ellwangen verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehören sowie ein Notariat. Ferner befindet sich hier eine Forstliche Außenstelle des Landratsamt Ostalbkreis.

Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Ellwangen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Bildungseinrichtungen

Als Schul- und Behördenstadt hat Ellwangen auch überregional Bedeutung. Die Stadt ist Träger von zwei Gymnasien (Hariolf-Gymnasium und Peutinger-Gymnasium), einer Realschule (Eugen-Bolz-Realschule), einer Förderschule (Schöner-Graben-Schule), drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Buchenbergschule und Mittelhofschule in der Kernstadt sowie Johann-Sebastian-von-Drey-Schule Röhlingen) sowie fünf selbstständigen Grundschulen (Klosterfeldschule in der Kernstadt, Kastellschule Pfahlheim, St.-Georg-Schule Schrezheim, Grundschule Rindelbach und Grundschule Neunheim).

Der Ostalbkreis ist Schulträger des Beruflichen Schulzentrums (Gewerbliche, Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schule) unter anderem mit einem Technischen Gymnasium.

Das private Mädchengymnasium und die private Mädchenrealschule St. Gertrudis, das Institut für sozialpädagogische Berufe (Berufsfachschule) und die Private Schule für Erziehungshilfe sowie die Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung am Kinder- und Jugenddorf Marienpflege runden das schulische Angebot in Ellwangen ab:

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Museen

Das Alamannenmuseum Ellwangen ist eines der bedeutendsten Museen zur Geschichte der Alamannen. Weitere Museen sind das Schlossmuseum (Zeugnisse der fürstpröpstlichen Vergangenheit, unter anderem Schrezheimer Fayencen) sowie die Bauernstube und das Jagdmuseum im Stadtteil Pfahlheim.

Ferner gibt es mehrere Galerien in Ellwangen.

Bauwerke

Sehenswert ist vor allem die Stiftskirche St. Veit (Weihetag 3. Oktober 1233), das Wahrzeichen der Stadt, eine dreischiffige, kreuzförmige Basilika aus dem 12. Jahrhundert, die als die bedeutendste romanische Gewölbebasilika in Schwaben anzusehen ist. Die Erhebung zur Basilica minor erfolgte 1964. Gleich daneben die Evangelische Stadtkirche, die ehemalige Jesuitenkirche.

In der barocken Innenstadt sind ferner sehenswert das ehemalige Jesuiten-Gymnasium, das ehemalige Stiftsrathaus, mehrere Stiftsherrenhäuser am Markplatz, die ehemalige Kustorie, die ehemalige Statthalterei, das Palais Adelmann, die Marienkirche (gotische Kirche von 1427, 1612 umgebaut ), die St. Wolfgangskirche (1476 geweiht), der Stadtturm (ehemaliger Wehrturm aus dem Mittelalter) und das Rathaus (ehemaliges Spital zum Heiligen Geist).

Außerhalb der Innenstadt sind die Marienwallfahrtskirche auf dem Schönenberg und das Schloss ob Ellwangen zu erwähnen. In der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg wurde zum erstenmal, von den Gebrüdern Michael und Christian Thumb der Typus des Vorarlberger Münsters verwirklicht. Dieses Münsterschema wurde etwa ab 1680 zum führenden Schema für süddeutsche Kirchenneubauten und bestimmte die Gestalt der meisten der oberschwäbischen Klosterkirchen.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen und Kapellen:

  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus Pfahlheim, 1891 neu erbaut von J. Caden, der Turm jedoch noch spätgotisch
  • Katholische Pfarrkirche Beersbach mit spätgotischem Turm mit Zeltdach
  • Kapelle zu den Heiligen Maria und Gangolf Eigenzell, im Kern gotisch mit polygonem eingewölbtem Chor
  • Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit Rattstadt, erbaut 1731
  • Katholische Kirche St. Peter und Paul Röhlingen, erbaut 1898-1901 in der Nähe einer spätromanischen Vorgängerkirche. Die Rokokokapelle war im 19. Jahrhundert Marienwallfahrtsort.
  • Kapelle St. Ursula Heisterhofen, erbaut 1702
  • Barockkapelle St. Martin Killingen, Kapelle zu den Heiligen Schutzengeln Neunheim (1724), *Kapelle zu den 14 Nothelfern Neunstadt (1722), Katharinenkapelle Rötlen
  • Antonius-Kapelle Schrezheim, gestiftet 1692 und 1729 geweiht.
  • Katholische Kirche St. Patrizius Eggenrot, erbaut im 18. Jahrhundert
  • Kapelle Rotenbach, erbaut 1737

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit über 1000 Jahren findet nach dem Dreikönigstag der Kalte Markt statt, ein traditioneller Pferdemarkt.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Die Stadt Ellwangen (Jagst) hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
  • 1928: Karl Ettensperger, Bürgermeister
  • 1961: Dr. h.c. Karl Färber, Publizist
  • 1964: Dr. phil. Viktor Burr
  • 1982: Karl Wöhr, Oberbürgermeister
  • 1997: Josef Merz, Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender der CDU

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige mit Ellwangen in Verbindung stehende Persönlichkeiten

  • Josef Alois von Frölich, Arzt, Botaniker, Entomologe, Naturforscher, katholischer Laienbruder und württembergischer Hofmedizinalrat; † 1841 in Ellwangen

Literatur


  • Andreas Gut: Alamannenmuseum Ellwangen, 1. Aufl.Lindenberg : Fink 2006, ISBN 3-89870-271-5
  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Weblinks


Ostalbkreis | Ort in Baden-Württemberg

Ellwangen | Ellwangen | Ellwangen (Jagst) | Ellwangen

 

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