Elisabeth Schwarzhaupt (* 7. Januar 1901 in Frankfurt am Main; † 30. Oktober 1986 ebd.) war eine deutsche Politikerin (CDU).
Sie war von 1961 bis 1966 Bundesminister für das Gesundheitswesen und damit die erste Frau, die das Amt eines Bundesministers bekleidete.
Sie war dann kurz beim Deutschen Rentnerbund in Berlin tätig und schließlich ab 1935 als juristische Mitarbeiterin bei der Kanzlei der Evangelischen Kirche in Berlin. 1947 kehrte sie nach Frankfurt am Main zurück und arbeitete nun bis 1953 im Außenamt der Evangelischen Kirche; zuletzt als Oberkirchenrätin und Geschäftsführerin der Evangelischen Frauenarbeit.
Elisabeth Schwarzhaupt wurde am 10. Dezember 1965 als erster Frau das Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes verliehen. Von 1970 bis 1972 war sie Erste Vorsitzende des Deutschen Frauenrates. Sie wurde auf dem Hauptfriedhof Frankfurt bestattet.
Elisabeth Schwarzhaupt war - anders als die Mehrheit auch der Frauen in ihrer Partei - eine vehemente Gegnerin des sog. Stichentscheides in der Ehe, mit der der Mann bei Streitfällen in allen die Ehegatten betreffenden Angelegenheiten seine Ansicht hätte durchsetzen können. Gemeinsam mit Margot Kalinke (DP) stimmte sie im Rechtsausschuß des Bundestages für den Änderungsantrag der FDP-Fraktion und sorgte damit für eine Niederlage der Regierungsfraktionen CDU/CSU, GB/BHE und DP. Das "Gesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts" wurde am 18. Juni 1957 ohne die Stichentscheids-Klausel verabschiedet.
Gesundheitsminister (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter | CDU-Mitglied | DVP-Mitglied | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Deutscher | Frau | Geboren 1901 | Gestorben 1986
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