Electroclash ist ein Modeausdruck für eine Musikrichtung, die sowohl elektronische wie Rock-Elemente des Punk und New Wave der späten 70er und frühen 80er Jahre mit moderner Produktionsweise im Bereich der elektronischen Tanzmusik verbindet.
Während sich einige über die neue Einteilung freuten, wurde sie vielerorts als überflüssige Marketing-Kampagne bezeichnet, weswegen so ziemlich jeder Künstler sich eilig von dem Namen distanzierte. In Frankreich und Holland hat sich teilweise sogar der Begriff Euroclash eingebürgert, vielleicht da unter http://www.euroclash.com seit 2001 das größte Verzeichnis der Künstler dieser Musikrichtung abgelegt ist.
Häufige, aber keinenfalls immer anzutreffende Stilelemente sind:
Zur gleichen Zeit trug Stuart Price unter dem Pseudonym Les Rhythmes Digitales ein zukunftsweisendes Album auf die Tanzflächen. Von durchschlagender Bedeutung für die Bewegung war der weltweite Erfolg von Tiga & Zyntherius "Sunglasses at Night", eine für den Kanadier Tiga naheliegende Cover-Version des Nationalpophelden Corey Hart.
Eine ganz andere Variante dieser Richtung haben Phoenix und Zoot Woman eingeschlagen - dahinter steckte wiederum Stuart Price, welcher diesmal jedoch einen viel poprockigeren Klang anbot.
Pioniere des rockigen Electroclash New Wave sind sicherlich The Faint, BIS und The Rapture gefolgt von den deutschen MIA..
Einen Höhepunkt der Bewegung konnte jemand verbuchen, der eigentlich für ganz andere Musik bekannt ist: Der Münchner Tomcraft landete mit 'Loneliness' den ersten Electroclash #1 Hit in Großbritannien. Ebenfalls stark vertreten ist dort die Formation Goldfrapp, die erst mit ihrem zweiten Album "Black Cherry" und den darauf enthaltenen Songs "Train" und "Strict Machine" in diesen Bereich vorgestoßen sind.
Schließlich ist das Projekt Proper Filthy Naughty zum großen Teil für die Verbreitung des Electroclash-Sounds auch nach Südamerika verantwortlich, wo deren Track Fascination einen überwältigenden Erfolg verbuchen konnte.
Die Bezeichnung Electroclash wurde in Deutschland jüngst durch den Chart-Erfolg von Kid Alex mit "Young Love (Topless)" und "Fame" erneut in den Medien präsent.
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