Die Elbphilharmonie Hamburg ist eine geplante Musikhalle, die in der HafenCity in Hamburg entstehen soll. Als Baubeginn des Projektes ist Januar 2007 anvisiert, das Richtfest soll im Frühjahr 2008 stattfinden. Die Eröffnung soll zur Saison 2009/2010 erfolgen.
Der Hamburger Senat erhofft sich von der Elbphilharmonie eine mit dem Opernhaus von Sydney vergleichbare Strahlkraft und einen herausragenden Wiedererkennungswert als neues Wahrzeichen für Hamburg und speziell für die HafenCity.
Als Gründungsintendant wurde am 7. Juni 2006 Christoph Lieben-Seutter, der bisherige Generalsekretär des Wiener Konzerthauses, der Öffentlichkeit vorgestellt. Er soll ab September 2007 in Hamburg die Leitung sowohl der Neuen Philharmonie als auch der Laeiszhalle übernehmen. Die Zusage als Hausorchester der Elbphilharmonie hat das Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks erhalten. Im Vorfeld der Entscheidung wurde vielfach erwartet, dass die Wahl zugunsten des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg ausfiele, welches derzeitig das Residenzorchester der Hamburgischen Staatsoper darstellt.
Die Elbphilharmonie soll keine der bestehenden Musikhallen Hamburgs ersetzen, sondern das kulturelle Angebot erweitern und breiter fächern. Dies ist speziell vor dem Hintergrund zu erwähnen, dass durch die Einrichtung der HafenCity Universität (HCU), welche ebenfalls in den nächsten Jahren in der HafenCity entstehenden wird, einzelne Fakultäten anderer Hamburger Hochschulen von ihren bisherigen Standorten abgezogen und in der HCU zusammengefasst werden. Eine derartige Zusammenlegung ist jedoch im Falle der Elbphilharmonie nicht vorgesehen.
Im eigentlichen Gebäude des Kaispeichers sowie im Zwischenraum zwischen Kaispeicher und Aufbau sollen unter anderem ein Fünf-Sterne-Hotel mit 220 Zimmern, ein Konferenzzentrum, Appartments (35 Wohneinheiten mir 75-210 m²) und verschiedene gastronomische Betriebe untergebracht werden. Zudem soll ein großer Teil des Gebäudes auch als Parkhaus genutzt werden.
Vorgesehen sind ein großer und ein kleiner Konzertsaal mit 2200 respektive 600 Plätzen. Während sich der große Saal klassischer und moderner populärer Musik widmen wird, soll der kleine Saal Kammermusik vorbehalten sein, sich aber auch auf andere Arten nutzen lassen, so zum Beispiel als Kongresssaal.
Das Akustikkonzept der Konzertsäle stammt von Yasuhisa Toyota, der bereits die Konzepte von mehr als 50 anderen Konzerthäusern und -hallen erarbeitet hat und gegenwärtig unter anderem an der Überarbeitung des Opernhauses von Sydney arbeitet.
Die Architektur der Elbphilharmonie erhielt vielfachen Zuspruch, unter anderen äußerten sich auch Kritiker des Gesamtprojektes der HafenCity positiv; während Architekten wie Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg über die HafenCity bemerkten, dass es sich bei ihr um „eine Ansammlung von Beliebigkeiten“ handele, womit sie Bezug auf die künstlerische Bedeutungslosigkeit einer Vielzahl der bereits realisierten Gebäude der HafenCity nehmen, hoben sie die Elbphilharmonie lobend hervor, besonders auch in Hinblick auf die Ausnutzung und Einbindung einer bestehenden Struktur.
Architektonisch bietet die Elbphilharmonie ein Spannungfeld zwischen dem nüchternen roten Ziegelbau des Kaispeichers und dem Glasaufbau. Dadurch, dass die vier Seitenwände des in seiner Grundfläche trapezförmigen Kaispeichers nahtlos im Aufbau fortgeführt werden, ergibt sich ein geschlossenes Bild.
Die Form eines Schiffs über Backstein, die gläsernen Segel auf dem Backsteinkaispeicher werden allgemein gelobt.
Die Übernahme der Kosten verteilt sich auf die Investoren der Mantelbebauung und die Freie und Hansestadt Hamburg (107-112 Mio. Euro). Einen Anteil von 30-35 Mio. Euro will die Stadt durch Spenden aufbringen. Der Investitionsbeitrag der Stadt Hamburg in Höhe von bis zu 77 Mio. Euro wird aus einem Sonderinvestitionsprogramm getätigt.
Die erhoffte Spendensumme konnte bereits mehr als vollständig aufgebracht werden, so zum Beispiel durch eine Großspende in Höhe von 30 Millionen Euro vom Unternehmer-Ehepaar Greve, 10 Millionen Euro von Michael Otto, dem Präsidenten des in Hamburg ansässigen Versandhauses Otto sowie weitere 10 Mio. Euro von der Reemtsma-Stiftung.
Zur weiteren finanziellen Unterstützung des Projektes wurde am 31. Oktober 2005 die „Stiftung Elbphilharmonie“ gegründet, welche sich um die Einwerbung weiterer Spenden kümmern soll. Die Spendensumme für den Bau der Elbphilharmonie, die den Anteil von 35 Mio. Euro übersteigt, wird von der Stadt in diese Stiftung gegeben. Der Zinsertrag der Stiftung soll das erwartete Betriebskostendefizit von ca. 3,6 Mio. Euro pro Jahr decken. Hierfür wäre ein Stiftungsvermögen von ca. 40 Mio. Euro erforderlich.
Zur Arbeit der Stiftung zählt auch eine Imagekampagne mit prominenten Partnern wie Simone Young, Intendantin der Hamburger Staatsoper, Johannes B. Kerner und Corny Littmann. Das offizielle Motto der Stiftung lautet „Hamburg baut ein Wahrzeichen“, untertitelt mit dem Hinweis auf 1,7 Millionen potenzielle Bauherren, entsprechend der Einwohnerzahl Hamburgs.
Im Vorfeld bestand zwischen den Bürgerschaftsfraktionen Uneinigkeit über die Finanzierung des Projektes; während die regierende CDU sowie die oppositionelle, das Projekt jedoch unterstützende, GAL für eine Teilung der Finanzierung zwischen Senat und privaten Spendern plädierten, pochte die ebenfalls oppositionelle SPD auf eine vollständig private Finanzierung.
Letztendlich konnten sich CDU und GAL in der Abstimmung über die Finanzierung durchsetzen; die SPD enthielt sich.
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"Elbphilharmonie Hamburg".
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