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Nach der Boykott-WM im Vorjahr kehrte man bei der 30. Eishockey-Weltmeisterschaft (gleichzeitig die 41. Eishockey-Europameisterschaft), die vom 7. bis 17. März in Stockholm in Schweden statt fand, wieder zur Normalität zurück. Die osteuropäischen Mannschaften nahmen wieder an den Welt-Titelkämpfen teil. Bei der Gruppeneinteilung der 21 Mannschaften (neuer Teilnehmerrekord) kehrte man daher zur Gruppeneinteilung von 1961, der WM vor dem Boykott, zurück. Auch die Ergebnisse dieser WM in Sachen Auf- und Abstieg fanden zumindest bei der A-Gruppen-Zusammensetzung keine Berücksichtigung. So durfte die BR Deutschland, obwohl 1961 eigentlich abgestiegen, in der A-Gruppe spielen, während Norwegen, B-Weltmeister 1961 und damit eigentlich aufgestiegen, weiter in der B-Gruppe spielen musste und dies, obwohl die Norweger auch bei der WM des Vorjahres besser platziert waren als die Westdeutschen. Anders sah dies bei den leistungsschwächeren Gruppen aus. Österreich, 1961 B-Gruppenletzter, musste dieses Jahr in der C-Gruppe spielen, dafür durfte Rumänien als C-Gruppensieger 1961 in die B-Gruppe aufsteigen. Begleitet wurden die Rumänen von den Franzosen, die als C-Grupenzweiter 1961 für die auf diese WM-verzichtenden Italiener nachrückten; und sogar Jugoslawien, 1961 C-Gruppendritter, durfte dieses Jahr noch in der B-Gruppe spielen, damit die Teilnehmerzahl der B-Gruppe nicht kleiner war, als die der C-Gruppe.

Eine Auf- und Abstiegsregelung gab es in diesem Jahr nicht, da in der kommenden Saison wieder Olympische Spiele auf dem Programm standen und der Austragungsmodus des Olympischen Eishockeyturniers sich von dem der reinen Weltmeisterschaft mit ihrer Gruppeneinteilung unterschied. Trotzdem war das Abschneiden bei dieser WM auch in der B- und C-Gruppe wichtig; denn da die Teilnehmerzahl beim Olympiaturnier im kommenden Jahr auf 16 Mannschaften begrenzt war, entschied die Platzierung bei dieser WM über die Teilnahmeberechtigung.

Weltmeister wurde in diesem Jahr zum dritten Mal die Sowjetunion (gleichzeitig zum siebten Mal Europameister), die in den kommenden Jahren zur absoluten Dominanz im Welteishockey aufstieg. Sie profitierte dabei von der Amateurproblematik. Während bei den osteuropäischen Mannschaften alle Spieler nur noch auf dem Papier einen Beruf ausübten (zumeist Polizist oder Soldat) und ansonsten den Eishockeysport quasi professionell betrieben, wofür der Ausdruck der „Staatsamateure“ geprägt wurde, führte der aufstrebende Professionalismus in Nordamerika mit der National Hockey League (NHL) und der World Hockey Association (WHA) dort zu einem Ausbluten des Amateur-Eishockeys. Besonders die USA waren hievon betroffen, die in den kommenden Jahren nicht mehr um die Medaillen mitspielen konnten und zumeist um den Verbleib in der A-Gruppe bangen mussten (in diesem Jahr zum ersten Mal Letzter). Aber auch für die Kanadier reichte es bestenfalls noch für eine Bronzemedaille (in diesem Jahr zum allerersten Mal ohne Medaille), an weitere Titelgewinne war nicht mehr zu denken. Nach 1969 zogen sich die Kanadier sogar für einige Jahre von der Eishockey-WM zurück, um durch schwaches Abschneiden bei den Titelkämpfen keinen Prestigeverlust für das kanadische Eishockey zu erleiden. Erst 1977, nach der Zulassung von Profis bei den Welt-Titelkämpfen, kehrten sie auf die Weltbühne zurück.
Das erneut in diesem Jahr anstehende innerdeutsche Duell wurde diesmal nicht von einem Eklat überschattet. Es wurde von der westdeutschen Auswahl gewonnen, die hier ihren einzigen Sieg feiern konnten.

A-Weltmeisterschaft der Herren (in Stockholm, Schweden)


Spiele

7. März 1963 Tschechoslowakei - BR Deutschland 10:1 (3:0,4:1,3:0) UdSSR - Finnland 6:1 (0:0,2:0,4:1) Schweden - DDR 5:1 (2:1,0:0,3:0) 8. März 1963 Kanada - BR Deutschland 6:0 (2:0,1:0,3:0) Finnland - USA 11:3 (3:1,6:1,2:1) Schweden - UdSSR 2:1 (0:1,2:0,0:0)

9. März 1963 Kanada - DDR 11:5 (3:4,4:1,4:0) Tschechoslowakei - USA 10:1 (5:0,4:0,1:1)

10. März 1963 UdSSR - BR Deutschland 15:3 (5:2,4:0,6:1) Tschechoslowakei - DDR 8:3 (1:3,5:0,2:0) Schweden - Finnland 4:0 (1:0,1:0,2:0)

11. März 1963 Finnland - BR Deutschland 4:4 (0:2,4:1,0:1) Kanada - USA 10:4 (1:2,4:1,5:1)

12. März 1963 UdSSR - DDR 12:0 (4:0,4:0,4:0) Tschechoslowakei - Kanada 4:4 (2:1,1:2,1:1) Schweden - USA 17:2 (6:0,4:1,7:1)

13. März 1963 Finnland - DDR 0:1 (0:0,0:0,0:1) Schweden - BR Deutschland 10:2 (1:2,3:0,6:0)

14. März 1963 USA - BR Deutschland 8:4 (1:1,3:1,4:2) UdSSR - Tschechoslowakei 3:1 (1:1,1:0,1:0) Kanada - Finnland 12:2 (4:0,2:1,6:1)

15. März 1963 UdSSR - USA 9:0 (3:0,5:0,1:0) Tschechoslowakei - Finnland 5:2 (2:0,2:1,1:1) Schweden - Kanada 4:1 (1:0,0:1,3:0)

16. März 1963 DDR - BR Deutschland 3:4 (0:2,2:1,1:1)

17. März 1963 USA - DDR 3:3 (2:0,0:0,1:3) Schweden - Tschechoslowakei 2:3 (1:0,0:3,1:0) UdSSR - Kanada 4:2 (3:0,1:0,0:2)

Abschlusstabelle der WM

Sp. S U N Tore TD Pkte. 1. UdSSR 7 6 0 1 50: 9 +41 12: 2 2. Schweden 7 6 0 1 44:10 +34 12: 2 3. Tschechoslowakei 7 5 1 1 41:16 +25 11: 3 4. Kanada 7 4 1 2 46:23 +23 9: 5 5. Finnland 7 1 1 5 20:35 -15 3:11 6. DDR 7 1 1 5 16:43 -27 3:11 7. BR Deutschland 7 1 1 5 18:56 -38 3:11 8. USA 7 1 1 5 21:64 -43 3:11

Abschlussplatzierung der EM

1. UdSSR 2. Schweden 3. Tschechoslowakei 4. Finnland 5. DDR 6. BR Deutschland

Auf- und Abstieg

Eishockeyweltmeister 1963 : UdSSR Eishockeyeuropameister 1963: UdSSR keine Auf- und Abstiegsregelung

B-Weltmeisterschaft der Herren (in Stockholm, Schweden)


Spiele

7. März 1963 Schweiz - Großbritannien 8:0 (3:0,2:0,3:0) Polen - Rumänien 3:4 (0:3,1:1,2:0) 8. März 1963 Norwegen - Frankreich 8:2 (1:1,1:0,6:1) Schweiz - Jugoslawien 8:1 (4:0,3:1,1:0) Rumänien - Großbritannien 8:1 (2:0,3:1,3:0)

9. März 1963 Norwegen - Polen 2:6 (0:2,1:3,1:1) Jugoslawien - Frankreich 7:3 (4:0,0:2,3:1)

10. März 1963 Schweiz - Rumänien 4:4 (1:1,1:1,2:2) Polen - Großbritannien 10:0 (3:0,1:0,6:0)

11. März 1963 Schweiz - Frankreich 5:0 (2:0,1:0,2:0) Rumänien - Jugoslawien 7:4 (1:1,2:1,4:2) Norwegen - Großbritannien 9:2 (2:0,4:1,3:1)

12. März 1963 Polen - Frankreich 10:1 (2:0,4:1,4:0) Norwegen - Jugoslawien 7:3 (1:0,2:1,4:2) 13. März 1963 Schweiz - Polen 2:1 (1:0,0:1,1:0)

14. März 1963 Rumänien - Frankreich 5:0 (1:0,2:0,2:0) Jugoslawien - Großbritannien 4:2 (2:0,1:0,1:2) Norwegen - Schweiz 4:1 (1:0,2:0,1:1)

16. März 1963 Polen - Jugoslawien 22:4 (6:1,5:3,11:0) Frankreich - Großbritannien 8:3 (3:1,2:0,3:2) Norwegen - Rumänien 5:1 (2:1,0:0,3:0)

Abschlusstabelle

Sp. S U N Tore TD Pkte. 1. Norwegen 6 5 0 1 35:15 +20 10: 2 2. Schweiz 6 4 1 1 28:10 +18 9: 3 3. Rumänien 6 4 1 1 29:17 +12 9: 3 4. Polen 6 4 0 2 52:13 +39 8: 4 5. Jugoslawien 6 2 0 4 23:49 -26 4: 8 6. Frankreich 6 1 0 5 14:38 -24 2:10 7. Großbritannien 6 0 0 6 8:47 -39 0:14

Auf- und Abstieg

B-Weltmeister 1963 : Norwegen keine Auf- und Abstiegsregelung

C-Weltmeisterschaft der Herren (in Stockholm/Schweden)


Spiele

7. März 1963 Ungarn - Belgien 25:1 (10:0,8:0,7:1) Österreich - Dänemark 13:2 (5:0,3:2,5:0)

8. März 1963 Bulgarien - Niederlande 3:3 (2:1,1:1,0:1)

9. März 1963 Österreich - Ungarn 3:1 (1:1,2:0,0:0)

10. März 1963 Bulgarien - Belgien 7:3 (2:1,2:2,3:0) Dänemark - Niederlande 4:1 (2:0,1:1,1:0)

11. März 1963 Österreich - Niederlande 13:2 (4:1,5:1,4:0)

12. März 1963 Ungarn - Dänemark 10:3 (3:0,3:1,4:2) Österreich - Belgien 30:0 (8:0,11:0,11:0)

13. März 1963 Dänemark - Bulgarien 5:4 (1:1,3:2,1:1) Niederlande - Belgien 13:1 (4:0,2:1,7:0)

14. März 1963 Österreich - Bulgarien 3:2 (2:1,0:1,1:0)

15. März 1963 Ungarn - Niederlande 13:2 (3:2,3:0,7:0) Dänemark - Belgien 8:3 (6:3,1:0,1:0)

16. März 1963 Ungarn - Bulgarien 8:3 (1:1,2:2,5:0)

Abschlusstabelle

Sp. S U N Tore TD Pkte. 1. Österreich 5 5 0 0 62: 7 +55 10: 0 2. Ungarn 5 4 0 1 57:12 +45 8: 2 3. Dänemark 5 3 0 2 22:31 -9 6: 4 4. Bulgarien 5 1 1 3 19:22 -3 3: 7 5. Niederlande 5 1 1 3 21:34 -13 3: 7 6. Belgien 5 0 0 5 8:83 -75 0:10

Auf- und Abstieg

C-Weltmeister 1963 : Österreich keine Auf- und Abstiegsregelung


Eishockey:
Eishockey, Eishockey, Weltmeisterschaften, Olympisches Eishockey-Turnier, Deutsche Eishockey-Liga, Internationale Eishockey-Föderation

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Ishockey-VM 1963

 

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