| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen | Karte Eisfeld in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Hildburghausen |
| Höhe: | 495 m ü. NN |
| Fläche: | 46,97 km² |
| Einwohner: | 5.791 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 123 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 98673 |
| Vorwahl: | 03686 |
| Kfz-Kennzeichen: | HBN |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 69 012 |
| Stadtgliederung: | 3 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstr. 2 98673 Eisfeld |
| Website: | www.stadt-eisfeld.de |
| E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@ stadt-eisfeld.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Gerd Braun (EFW) |
Waffenrod-Klingeberg-Blessberg.jpg (677 m, Mitte) und Bleßberg (865 m, 195 m Antenne, rechts hinten) im Thüringer Schiefergebirge bei Eisfeld. Links geht der Klingeberg in den Grendel (Berg) (760 m) über, darunter erkennt man den Ort Waffenrod-Hinterrod auf einer Bergwiese; rechts der Ort Crock und die Trasse der Bundesautobahn 73 bei Brünn (Thüringen).]]
Eisfeld ist eine Kleinstadt im Süden von Thüringen, Deutschland.
Die Stadt liegt im Landkreis Hildburghausen, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Bayern entfernt im südlichen Vorland des Thüringer Walds. An dessen Nahtstelle zum Thüringer Schiefergebirge und nördlich der Langen Berge liegt Eisfeld 430 bis 530 m ü. Normalnull am Oberlauf der Werra.
Eisfeld wurde in einer Schenkungsurkunde des Grafen Erpho (ein Verwandter des Ortsgründers Graf Asis) an das Kloster Fulda 802 erstmals als "Asifelden" (vermutlich im Sinne von "Die Felder des Grafen Asis") erwähnt. Im einheimischen Dialekt heißt Eisfeld "Aasfald", was auch auf "Aasen" ist gleich "Essen" zurückgeführt wird. Es gibt Hinweise darauf, dass Eisfeld zu ostfränkischer Zeit eine der kleineren Königspfalzen war. Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert war Eisfeld Sitz eines Ritter-Geschlechts, erhielt 1323 das Stadtrecht und kam 1375 als Bestandteil der "Pflege Coburg" unter die Herrschaft der Wettiner. Im Spätmittelalter war Eisfeld einer der Marktorte an der über den Rennsteig führenden Fernhandelsstraße zwischen Nürnberg und Erfurt.
In der zum Bistum Würzburg gehörenden Stadt wurde die Reformation 1525 eingeführt. Seit 1485 gehörte Eisfeld zum ernestinischen Teil Kursachsens und seit 1645 zu Sachsen-Gotha. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zweimal vollständig zerstört und verlor vier Fünftel ihrer Einwohner. Von 1680 bis 1826 gehörte Eisfeld zu Sachsen-Hildburghausen, danach zu Sachsen-Meiningen. 1858 wurde die Werrabahn gebaut, und 1903 wurde die Ortsgruppe der SPD gegründet. 1920 folgte die KPD-Ortsgruppe. Am 1. Mai des selben Jahres ging die Stadt im Land Thüringen auf.
1993 wurden die drei Nachbargemeinden Harras, Hirschendorf und Waffenrod-Hinterrod eingemeindet.
Der Ortsteil Waffenrod-Hinterrod liegt in etwa 700 m Höhe nahe des Berges "Grendel". Dort gibt es auch eine Sommerrodelbahn.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
| 1489 bis 1939 1960 bis 1997 1998 bis 2004 |
Der Rat der Stadt Eisfeld besteht aus 20 Ratsfrauen und Ratsherren.
Eisfeld unterhält Städtepartnerschaften seit 1990 mit Ahorn im Landkreis Coburg und seit 1995 mit Ham in der Picardie.
Als bedeutende Baudenkmäler existieren heute noch das mittelalterliche Eisfelder Schloss und die Stadtkirche St. Nikolai von 1505, die als ein Hauptwerk der thüringischen Spätgotik angesehen wird.
Eisfeld war bis Mitte des 20. Jahrhunderts - in Anlehnung an das angrenzende Sonneberger Hinterland - ein Schwerpunkt der Puppen- und Spielwarenherstellung. Von größerer wirtschaftlicher Bedeutung waren bis heute außerdem die Porzellanindustrie und die Herstellung feinmechanischer und optischer Erzeugnisse.
Gelegen an der Bundesstraße 4 zwischen Coburg und Erfurt hatte Eisfeld nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989 unter einem starken Anstieg des Ortsdurchgangsverkehrs zu leiden. Durch den Bau der Bundesautobahn 73 Nürnberg-Suhl wird eine Anbindung durch die Anschlussstellen Eisfeld-Nord und Eisfeld-Süd an die überregionalen Verkehrsverbindungen geschaffen, als auch eine Entlastung des Durchgangsverkehrs bewirkt.