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Die Eisenwurzen sind Teil der Kalkvoralpen in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark, umgrenzt von den Flüssen Enns, Ybbs und Erlauf einschließlich ihrer Nebentäler. Im Süden schließt sich der Hochschwab an.
Geschichte und Namensherkunft
Der Name
Eisenwurzen rührt von der dortigen
Eisenverarbeitung her, die durch die Nähe des
Erzbergs und die Verfügbarkeit von Holz, Kohle und Wasserkraft in dieser Region zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert große Bedeutung hatte.
Der Namensteil
Wurzen ist seiner Herkunft nach unklar, scheint aber mit der dezentralen Organisationsstruktur dieses Wirtschaftsraumes in den teils schwer zu erreichenden Tälern dieser gebirgigen Region zusammenzuhängen: Vom Zentrum
Eisenerz ausgehend, schlängeln sich die Transportwege wie Wurzeln weit ins umgebende Land hinein, überall verteilt finden sich die Produktionsstätten.
Die spezielle, sich über Jahrhunderte entwickelte Wirtschaftsstruktur wird als Kleineisenindustrie bezeichnet. Mit Andreas Töpper und Franz Wertheim, die ab den 1820-er Jahren teilweise alte Hämmer aufkauften und ausbauten, begann die industrielle Stahlverarbeitung. Zum Niedergang der Kleineisenindustrie der Eisenwurzen kam es durch die Industrialisierung ab den 1860-er Jahren. Heute ist der Begriff der Eisenwurzen daher hauptsächlich von historischer und touristischer Bedeutung.
Andererseits ist festzustellen das für die touristische Vermarktung der Region heute eher die Bezeichnung Eisenstraße Verwendung findet. Aufgrund der, auf drei beteiligte Bundesländer aufgeteilten Aktivitäten hinsichtlich Tourismusplanung und Bewerbung, gliedert sich nun auch diese Tourismusregion auf in die steirischen, oberösterreichischen und niederösterreichischen Eisenstraße.
Ursprünglich eine Bezeichnung für den steirischen Erzberg, erfolgte eine spätere Ausweitung, der mit dem Begriff Eisenwurzen bezeichneten Gebiete, auf den gesamten Bereich der heute mit „Eisenstraße“ bezeichneten Region. Der östlich von Eisenerz gelegene Teil der steirischen Eisenstraße ist jedoch nicht Teil der Eisenwurzen. Eine gute Umschreibung des Gebietes findet sich bei Bertl Sonnleitner auf der Web-Seite der österreichischen Eisenstraße:
- ...Der Begriff bezog sich jedoch immer nur auf das Innerberg (Eisenerz) zugewandte Gebiet und schloss damit bereits die weiter östlich gelegenen, über den Seebergsattel von Vordernberg her belieferten Täler etwa der Pielach oder der Traisen aus.
- Geographisch gesehen ist es jenes Gebiet im Dreiländereck Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark, dessen Ausdehnung früher etwa dem der vier Widmungsbezirke Scheibbs, Waidhofen an der Ybbs, Steyr und Windischgarsten entsprach, begrenzt im Westen von den Flüssen Krems und Traun, im Norden von der Donau, im Osten von der Erlauf sowie im Süden vom Hochschwab, den Eisenerzer Alpen und dem Pyhrn. Nie eine Einheit im politischen Sinn, bildete es dennoch einen umso geschlosseneren Wirtschaftsraum, der mit seiner Industrie die Versorgung Österreichs, ja weiter Teile Süddeutschlands, Böhmens, Ungarns, des Balkan und vor allem auch Russlands mit Eisenwaren aller Art ermöglichte.
Der steirische Anteil der Region ist als Naturpark ausgewiesen.
Für weiterführende wirtschaftshistorische Aspekte siehe auch den Artikel Kleineisenindustrie
Niederösterreichische Eisenwurzen
Gliederung
Die niederösterreichische Eisenwurzen umfasst die Bezirke:
Wirtschaft
Die wirtschaftliche Stärke besonders in der Eisenwurzen liegt noch immer in der
eisen-,
stahl sowie der
holzverarbeitenden Industrie. Waren es früher die
Hammerherren, die das
Erz vom
Erzberg bezogen, so sind es heute
Walzwerke, die
Halbfertigprodukte von den
Hochöfen Linz und
Donawitz beziehen und unteranderem zu Messer für Maschinen verarbeiten.
Auch gibt es einige große und viele kleine
Sägewerke, die das Holz der Wälder ringsum verarbeiten, sowie Papierfabriken an
Ybbs und
Erlauf . Der Hauptanteil der Wirtschaft sind aber klein- und mittelständische Betriebe. Die größten Arbeitgeber im Kernland sind:
- Böhler-Uddeholm (Stahl),
- Neusiedler (Papier),
- Umdasch/Doka (Holz/Stahl),
- Stora Enso Timber (Holz),
- Welser (Stahl),
- Mosser (Holz),
- Bene Büromöbel (Holz/Stahl),
- Miller Messer (Stahl),
- Busatis (Stahl),
- Riess (Stahl).
Ehemalige Betriebe in der Eisenwurzen waren:
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