| Allgemeines | |
|---|---|
| Name | Eisen(II)-sulfat(heptahydrat) |
| Andere Namen | Eisensulfatheptahydrat, Eisenvitriol |
| Summenformel | FeSO4·7H2O |
| CAS-Nummer | 7782-63-0 |
| Kurzbeschreibung | blaugrüner Feststoff |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 278 g/mol |
| Aggregatzustand | fest |
| Kristallstruktur | - |
| Dichte | 1,88 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | Kristallwasserabgabe ab 60 °C |
| Siedepunkt | Siehe Text (Oxidation) |
| Dampfdruck | - |
| Löslichkeit | etwa 400 g/l in Wasser (20 °C) |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 22 S: 24/25 |
| MAK | - |
| LD50 (Ratte) | 319 mg/kg (oral, wasserfrei) |
Eisensulfat (auch: Eisen(II)-sulfat, Eisensulfat-heptahydrat, Ferrosulfat, Grünsalz; früher: Eisenvitriol) ist ein Eisensalz der Schwefelsäure.
Nach Beendigung der Wasserstoffentwicklung wird eingeengt und heiß abfiltriert.
In der Natur kommt Eisensulfat als Mineral Melanterit vor, es ist ein Verwitterungsprodukt von Pyrit oder Schwefelkies.
Bei der Produktion von Titandioxid mit dem Sulfatverfahren entsteht als Sekundärprodukt in großen Mengen Eisen(II)-sulfat.
Bei der Abwasserreinigung dient es als Fäll- und Flockungsmittel. Besonders große Kläranlagen verwenden häufig Eisen(II)sulfat zur Phosphatelimination. Das liegt daran, dass die Aufbereitung einer dosierfähigen Eisen(II)sulfat-Lösung einen aufwendigen Lösebunker benötigt. Kleinere Kläranlagen verwenden normalerweise bereits industriell hergestellte zwei- oder dreiwertige Lösungen, die aus einem Lagertank heraus dosiert werden können. Für die Herstellung der dreiwertigen Eisen(III)chloridsulfat-Lösung dient als Rohstoff Eisen(II)sulfat.
Bei langen Abwasserkanalstrecken und Abwasserdruckleitungen kommt es in den wärmeren Jahreszeiten immer wieder zu Geruchsproblemen. Ursache ist die Bildung von Schwefelwasserstoff. Die Bildung von Schwefelwasserstoff kann mit Eisen(II)sulfat verhindert werden.
Biogasanlagen haben ebenfalls mit der Bildung von Schwefelwasserstoff zu kämpfen. Hier wird Eisen(II)sulfat zur Biogasentschwefelung eingesetzt.
Im Düngemittelbereich wird getrocknetes Eisen(II)sulfat dem Rasendünger beigemischt. Dies führt zur Bekämpfung von Moosen.
Es wird auch zur Kohleentschwefelung eingesetzt. In der analytischen Chemie werden Nitrate und Nitrite mit Eisensulfatlösung qualitativ nachgewiesen und zwar durch die so genannte Ringprobe, beim Unterschichten der eisensulfathaltigen Probelösung mit konzentrierter Schwefelsäure bildet sich an der Grenzfläche ein brauner Ring von Eisennitrososulfat. Die quantitative Titration mit Eisensulfat-Maßlösung wird wegen der Instabilität der Lösung bezüglich der Oxidation durch Luftsauerstoff nur selten angewendet. Früher wurde mit einem Gallapfelsud, (welcher Gallussäure enthält) unter Zugabe von Eisensulfat schwarze Eisengallustinte hergestellt. Diese verursacht auf lange Sicht jedoch Tintenfraß in den Pergamenten, da das Eisensulfat bei der Verwitterung Schwefelsäure freisetzt.
Chemische Verbindung | Bewirtschaftung von Abwässern | Biomasse
Iron(II) sulfate | Solfato ferroso eptaidrato | 硫酸鉄 | IJzersulfaat | Siarczan żelaza(II) | Железный купорос
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