| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen_Eisenhuettenstadt.png | Karte_Eisenhüttenstadt_in_Deutschland.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesland: | Brandenburg | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Oder-Spree | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 40 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 63,40 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 35.388 (30. Juni 2005) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 558 Einwohner je km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 15890 | - bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 03364 | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | LOS | - bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 12 0 67 120 | - bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 4 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | - bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Zentraler Platz 1 15890 Eisenhüttenstadt | - bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.eisenhuettenstadt.de | - bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | info@eisenhuettenstadt.de | |
| Politik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bürgermeister: | Rainer Werner (SPD) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Eisenhüttenstadt ist eine amtsfreie Stadt an der Oder, unmittelbar an der polnischen Grenze. Sie gehört zum Landkreis Oder-Spree und war bis 1993 kreisfreie Stadt.
1635 kam Fürstenberg (Oder) mit der Niederlausitz zum Kurfürstentum Sachsen, 1815 fiel es an Preußen. Das abseits der Fernstraße Frankfurt (Oder) - Guben an einer wenig bedeutenden Oderfähre gelegene, aber als Zollstätte wichtige Städtchen, in dem auch Fischerei und Schifffahrt betrieben wurden, hatte 1830 eine Einwohnerzahl von 1.686. Mit dem Bau der Bahn von Frankfurt (Oder) nach Breslau 1846 und im Anschluss an den hier in die Oder mündenden Oder-Spree-Kanal (1891) begann eine industrielle Entwicklung mit Glashütten, Werften, Säge-, Öl- und Getreidemühlen. Zwischen 1871 und 1900 verdoppelte sich die Bevölkerungszahl auf 5.700, bis 1933 stieg sie auf 7.054. Im Jahre 1925 wurde ein Oderhafen angelegt.
Für die Kriegsvorbereitungen entstand ein unterirdisches Chemiewerk, in dem während des Zweiten Weltkrieges Häftlinge eines Außenlagers des KZ Sachsenhausen und Kriegsgefangene Zwangsarbeit verrichteten, bei der Tausende dabei ums Leben kamen. Am 24. April 1945 besetzten sowjetische Truppen die Stadt. Vorübergehend war Fürstenberg (Oder) Garnisonsstadt der Roten Armee.
Auf dem III. Parteitag der SED vom 20. bis 24. Juli 1950 wurde der Beschluss zum Bau des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO) und einer Wohnstadt bei Fürstenberg (Oder) gefasst. Am 18. August 1950 erfolgte der symbolische erste Axthieb zum Baubeginn des Eisenhüttenkombinats. Am 1. Januar 1951 legte Minister Fritz Selbmann den Grundstein für den ersten Hochofen, der am 19. September 1951 den Betrieb aufnahm. Bis 1955 entstanden fünf weitere Hochöfen. Am 1. Februar 1953 löste man die Wohnstadt als selbständigen Stadtkreis aus dem Kreis Fürstenberg heraus und benannte sie am 7. Mai 1953 in Stalinstadt um. Ende des Jahres 1953 hatte die Stadt 2.400 Einwohner, im Jahre 1960 bereits 24.372. Fürstenberg (Oder) wurde 1952 Kreisstadt und hatte 1960 eine Einwohnerzahl von 6.749.
Am 13. November 1961 wurden die Städte Fürstenberg (Oder) (mit dem Ortsteil Schönfließ) und Stalinstadt zu Eisenhüttenstadt zusammengeschlossen, um im Rahmen der Entstalinisierung den unerwünscht gewordenen Namen zu tilgen. Dabei wurde die Stadt Fürstenberg (Oder) aus dem Landkreis Fürstenberg herausgelöst und der bereits unter dem Namen Stalinstadt bestehenden kreisfreien Stadt zugeschlagen. Eisenhüttenstadt war dann bis zur Bildung des Landkreises Oder-Spree sowohl kreisfreie Stadt als auch Kreisstadt des Kreises Eisenhüttenstadt.
Mit dem Ausbau des Hüttenwerks stieg die Einwohnerzahl bis 1988 auf den historischen Höchststand von über 53.000. Im Jahre 1993 erfolgte die Eingemeindung des Ortes Diehlo. 1996 wurde die Neue Deichbrücke über den Oder-Spree-Kanal wiederaufgebaut. Mit dem Strukturwandel nach der Wiedervereinigung ist die Einwohnerzahl wieder auf etwa 35.000 gefallen, mit weiter fallender Tendenz. Um den Schrumpfungsprozess zu beherrschen, wurde inzwischen ein Stadtumbauprogramm begonnen, das unter anderem den Abriss von 4.500 Wohnungen bis zum Jahre 2010 und der Sanierung von 3.500 bis 4.000 Wohnungen bis zum Jahre 2015 vorsieht.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1953 | 2.400 |
| 1955 | 15.157 |
| 1958 | 19.629 |
| 1960 | 24.372 |
| 1961 | 32.970 |
| 1965 | 38.138 |
| 1970 | 45.410 |
| 1975 | 47.414 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1980 | 48.253 |
| 1985 | 48.810 |
| 1988 | 53.048 |
| 1990 | 50.216 |
| 1995 | 47.376 |
| 2000 | 41.493 |
| 2004 | 35.884 |
| 2005 | 35.377 |
| PDS | CDU | SPD | BVFO | FDP | REP | Gesamt | |
| 2003 | 13 | 8 | 6 | 5 | 2 | 2 | 36 |
Im Vordergrund werden ein rotes Hochhaus und daneben ein roter Hochofen dargestellt, die das metallurgische Zentrum symbolisieren. Darüber schwebt stilisiert eine Friedenstaube. Im Schildfuß symbolisieren drei blaue Wellen die Lage an der Oder.
Gegenwärtig existieren Bestrebungen, Eisenhüttenstadt zu einem Zentrum der Recyclingindustrie zu entwickeln.
Die nächste Autobahn ist die A 12 mit der Auffahrt in Frankfurt (Oder). In der Stadt beginnt die Bundesstraße 246 und sie wird von der B112 durchquert, die gegenwärtig zur Oder-Lausitz-Straße ausgebaut wird.
Obwohl die Stadt unmittelbar an der polnischen Grenze liegt, befindet sich kein Grenzübergang in unmittelbarer Nähe. Die Brücke über die Oder wurde 1945 gesprengt und bisher nicht wieder aufgebaut. Die nächsten Übergänge nach Polen befinden sich in Frankfurt (Oder) und Guben. Seit 2003 befindet sich eine Brücke über die Oder nördlich von Eisenhüttenstadt in Planung. Mit ihrer Fertigstellung wird im Jahr 2008 gerechnet.
Der nächstgelegene Flughafen ist Berlin Schönefeld. Ein Verkehrslandeplatz liegt am Nordwestrand der Stadt zur Gemeinde Siehdichum gehörenden Pohlitz.
Eisenhüttenstadt liegt an einer Bundeswasserstraße der Ausbauklasse III, der Oder-Spree-Kanal mündet hier in die Oder. Auf dem Wasserweg sind die Küsten der Nord- und Ostsee sowie viele europäische Metropolen und Wassersportvereine zu erreichen. Die Stadt verfügt über mehrere Binnenhäfen mit Bahnanschluss und Straßenanbindung.
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