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bahnanlage.jpg Als Eisenbahnknoten (auch: Bahnknoten, Eisenbahnknotenpunkt, Knotenpunktbahnhof, Schienenkreuz; bei einem aus mehreren Bahnhofsteilen bestehenden einzelnen Bahnhof (Bf) oder aus mehreren Bahnhöfen bestehenden Eisenbahnknoten auch: Eisenbahnkomplex oder Knotenbereich) bezeichnet man die Kreuzung mindestens zweier Eisenbahnstrecken mit dazugehörigen betrieblichen Einrichtungen wie z.B. Bahnhöfen oder Rangierbahnhöfen (Rbf). Eine genauere Bestimmung gibt es nicht, jedoch macht man die Bezeichnung eines Bahnhofs als Eisenbahnknoten auch oft von der Verkehrsdichte abhängig.

Im Bahnbetrieb werden als Knotenpunktbahnhof auch Bahnhöfe bezeichnet, in denen Zugbildungen und Zugauflösungen stattfinden (im Besonderen für den Güterverkehr: Rangierbahnhöfe), für die es in geeigneter Lage auch ausreichende Kapazitäten gibt.

Eisenbahnknoten in Deutschland


Wichtigster Eisenbahnknoten des Personenverkehrs ist in Deutschland, gemessen an der Anzahl der Bahnsteige und Reisenden, Frankfurt (Main) Hbf, gefolgt von Leipzig Hbf, Köln Hbf, München Hbf, Hamburg Hbf, Mannheim Hbf und Dortmund Hbf.

Die wichtigsten deutschen Eisenbahnknoten des Güterverkehrs sind die Standorte der bedeutendsten Rangierbahnhöfe: Maschen Rbf (bei Hamburg), Seelze Rbf (bei Hannover), Hagen-Vorhalle, Gremberg (in Köln), Mannheim Rbf und Nürnberg Rbf.

Einer von vielen typischen kleinen Eisenbahnknoten ist beispielsweise die niedersächsische Kreisstadt Rotenburg (Wümme). Hier zweigen von der Hauptstrecke Hamburg-Bremen drei weitere Linien (Richtung Verden (Aller) und weiter nach Hannover bzw. Nienburg/Weser, Richtung Bremervörde über Zeven und Richtung Bothel - früher weiter über Visselhövede nach Berlin) ab. Solche kleinen Eisenbahnknotenpunkte haben infolge der Rationalisierung der Eisenbahnen im Rahmen ihrer Privatisierung im Güterverkehr ihre frühere Knotenpunktfunktion verloren.

Knotenausbaumaßnahmen


Die Kapazität von Knoten beschränkt die Leistungsfähigkeit eines Eisenbahnnetzes meist weit eher als die Kapazität der Strecken. Dies gilt umso mehr, je dichter das Netz geknüpft ist. Knotenausbauten sind daher in Bestandsnetzen oft sinnvollere - aber nicht unbedingt kostengünstigere - Maßnahmen als Streckenneu- oder -ausbauten. Die Kapazität eines Eisenbahnknotens kann durch signaltechnische Maßnahmen (z. B. Selbststellbetrieb, Zuglenkung, Ermöglichen von Paralleleinfahrten, vereinfachte Fahrstraßenteilauflösung) vor allem aber durch Baumaßnahmen (z. B. Einbau von Weichen, die für höhere Fahrgeschwindigkeiten geeignet sind, oder Vermeidung von Weichenübergänge durch den Bau von Überwerfungsbauwerken) gesteigert werden.

In komplexen Knoten können solche Baumaßnahmen rasch sehr große Maßstäbe annehmen und sehr teuer werden, vor allem wenn Kapazitätsbeschränkungen durch Tunnel (Mainz), Brücken (Köln) oder Innenstadtstrecken (Berlin) bestehen.

Literatur


  • MÜLLER, Wilhelm: Eisenbahnanlagen und Fahrdynamik, Berlin (West)/Göttingen/Heidelberg: Springer Verlag; Band 1: 1950, Band 2: 1953.
  • GRASSMANN, Ewald: Handbuch des Eisenbahnbauwesens. Darmstadt: Carl Röhrig Verlag, 1961
  • PREUSS, Erich (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe. München: GeraNova Zeitschriften-Verlag. Loseblattausgabe, erscheint laufend.

Siehe auch: Verkehrsknoten, Eisenbahnstadt

Verkehrsbauwerk | Bahnanlage

Junction (rail)

 

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