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Als Einzelhandels-Zentralität oder -Zentralitätsziffer einer Stadt oder sonstigen Verwaltungseinheit wird das Verhältnis aus ihrem Einzelhandels-Umsatz zur vor Ort vorhandenen Einzelhandels-relevanten Kaufkraft bezeichnet. Werte über 100 % weisen auf eine Anziehungskraft der Stadt hin, die sie z. B. als Mittel- oder Oberzentrum auf ihr Umland ausübt und dessen Bewohner stärker zum Einkauf in ihrem Einzelhandel bewegt als umgekehrt die eigene Bevölkerung ihre Kaufkraft nach außen trägt.

Diese Art von Zentralitäts-Kennziffer wird in Deutschland von den Industrie- und Handelskammern errechnet und publiziert. Spezifische Rückschlüsse auf die Attraktivität eines Gewerbestandortes sind schwierig, da ein geringes Kaufkraft-Niveau der betreffenden Stadt ebenfalls zu einer hohen Einzelhandels-Zentralität beiträgt. Zudem unterscheidet sich die Zentralität verschiedener Branchen je nach Versorgungsdichte zum Teil erheblich: Während beispielsweise Lebensmittel flächendeckend erhältlich sind und die diesbezügliche Zentralität auch eines Oberzentrums nur gering über 100% liegen dürfte, sind Hochtechnologie-Produkte oft nur dort erhältlich.

Einzelhandel

 

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