Die Einwanderung in die Vereinigten Staaten erfolgte aus unterschiedlichen Gründen. Einige versuchten der religiösen bzw. politischen Verfolgung zu entkommen, oder wie die Pilgerväter ein eigenes religiöses Ideal zu verwirklichen. Andere wanderten aus wirtschaftlichen Gründen in die Neue Welt. Einige wenige verließen die Alte Welt aus Abenteuerlust. Der Import von Arbeitskräften (sowohl in der Form der Sklaven aus Afrika als auch angeworbene Arbeiter) ist hier ebenfalls zu nennen.
Seit 1820 wurden Daten über die Zahl der Einwanderer gesammelt, dokumentiert und vor allem archiviert. Im eigens für die Dokumentation und Auswertung der Einwanderungsdaten eingerichteten Department of Immigration Statistic sind sämtliche Daten über Herkunft, Zahl, Niederlassungsort, Beschäftigung und ähnliches der Einwanderer einzusehen. Einwanderung_in_die_usa_Zeittafel.png Einige Ereignisse, die maßgeblich den Zuwanderungsfluss beeinflusst haben:
1848-1854: der kalifornische Goldrausch -> starker Enwanderungszuwachs
1861-1865: der amerikanische Bürgerkrieg -> Einwanderungstief
1886: Einweihung der Statue of Liberty -> Einwanderungszuwachs
1914-1918: der erste Weltkrieg -> enorme Einwanderung
Die Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents durch Europäer nach 1492 erfolgte aus drei Hauptrichtungen: Spanier siedelten zunächst in Zentralamerika und zogen (etwa ab 1528) aus Süden kommend über den Rio Grande in das Gebiet des heutigen Kalifornien, dessen Städtenamen (San Francisco, Los Angeles) erkennbar spanischen Ursprungs sind. Die Stadtgründung von Santa Fe in New Mexico (1607, nach anderen Angaben 1609) geht ebenfalls auf Spanier zurück. — Franzosen besiedelten (ab etwa 1605) den Kontinent vom äußersten Nordosten her; so ist etwa Québec eine französische Gründung, und im Gebiete der heutigen USA die Stadt Detroit oder der Bundesstaat Illinois. Vom Mittleren Westen aus zogen französische Siedler dann den Mississippi entlang nach Süden, wovon Staatsnamen wie Louisiana oder Städtenamen wie New Orleans Zeugnis geben. — Englische Siedler schließlich landeten zunächst im heutigen Jamestown (VA) (1607) und 1620 mit der Mayflower in Massachusetts.
1629 – 1640:
etwa 20.000 englische Puritaner siedelten sich in Neuengland an.
1629 – 1640:
8000 Holländer
1645 – 1670:
45.000 Engländer Royalisten immigrieren in die mittleren Kolonien und Virginia.
1675 – 1715:
Quäker aus England siedeln sich in Pennsylvania, New Jersey und Delaware an.
1710 – 1775:
250.000 schottische Iren aus Ulster (die nördliche Provinz Irlands) siedeln im westlichen Pennsylvania und der westlichen Frontier. Diese Gebiete wurden später Kentucky und Tennessee.
Etwa 9 Prozent der amerikanischen Bevölkerung sind zum Ende des 18. Jahrhunderts Deutsche. Während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandern 500.000 Deutsche nach Amerika aus (siehe: Dreißiger, Gießener Auswanderungsgesellschaft und Mainzer Adelsverein). Viele von ihnen flüchten aufgrund der gescheiterten Revolution von 1848 aus Deutschland (siehe: Forty-Eighters).
1845-1849 herrscht in Irland die Große Hungersnot, in deren Folge Millionen Iren nach Amerika fliehen.
Zwischen 1850 und 1930 immigrieren 5 Millionen Deutsche in die USA. In der Zeit von 1840 bis1930 kommen 900.000 Francokanadier ins Land und siedeln vorwiegend in Neuengland. In den Jahren 1910 bis 1920 wandern über 2 Millionen Italiener ein, was an den 1924 beschlossenen Quoten lag, die die Einwanderung aus Nord- und Westeuropa zugunsten der aus Süd- und Osteuropa eindämmte.
Die USA förderten die Einwanderung während der Zeit der westwärtigen Besiedelung ("Frontier") beispielsweise durch den Homestead Act, der Neubürgern Land aus Gemeinbesitz als Eigentum zusicherte, wenn sie dieses für mindestens fünf Jahre nutzten.
1924 wurde die Einwanderung zum ersten Mal einer Quote unterworfen, die sich anfangs an einem Länderschlüssel orientierte. Später (ab 1965) wurden die Reihenfolge der Antragstellung, die Herkunft nach Weltregion (Hemisphäre) und Fragen der Familienzusammenführung berücksichtigt. Seit 1978 gilt für die Einwanderung in die USA eine weltweit einheitliche Quote.
Nach Regierungsangaben erhielten 2003 463.204 Personen die US-Staatsbürgerschaft; der Durchschnitt über die Jahre 1997-2003 beträgt etwa 634.000. Zu den offiziellen Einwanderern kommen geschätzt 275.000 illegale Einwanderer hinzu; deren Zahl beträgt insgesamt geschätzt 5 Millionen.
Das Gesetz Real ID Act of 2005 verschärfte die Regeln für politisches Asyl, des habeas corpus und andere Einwanderungsbestimmungen. Auch die Unterstützung von illegalen Einwandernden kann nun strafbar sein. Seit März 2006 erheben sich immer mehr Stimmen für und gegen das neue Einwanderungsgesetz_(USA). Auch Präsident Bush sucht nach einer Lösung.
In zahlreichen Städten der USA haben sich am 1. Mai 2006 tausende von Immigranten und US-BürgerInnen zu Großkundgebungen versammelt, um so auf ihre Bedeutung für die US-Wirtschaft aufmerksam zu machen.
Viele verschiedene Menschenrechts- und Arbeits-Organisationen hatten unter dem Motto Tag ohne Einwanderer dazu aufgerufen, der Arbeit oder Schule fernzubleiben und auch offene Geschäfte zu boykottieren.
Die Mehrheit der schwedischen Einwanderer kam Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika. Gewöhnlich wanderten sie über New York in den Mittleren Westen. Im Jahre 1900 war Chicago nach Stockholm die Stadt mit der größten Anzahl schwedischer Einwohner. Viele andere Einwanderer ließen sich in Minnesota, Michigan und Wisconsin als Farmer nieder.
Im Jahre 2000 lebten 1.153.295 Menschen griechischer Abstammung in den USA. 365.435 von ihnen sprechen Griechisch. Sie konzentrieren sich vorwiegend in New York, Chicago und Florida.
Einwanderung der Griechen in die USA:
| Jahr | Anzahl |
|---|---|
| 1890 - 1917 | 450.000 |
| 1918 - 1924 | 70.000 |
| 1925 - 1945 | 30.000 |
| 1946 - 1982 | 211.000 |
Berühmte Amerikaner griechischer Abstammung: Telly Savalas, Jennifer Aniston, Michael Dukakis
| Land | Prozent | --- | England | 59,7 | --- | Nordirland/Ulster | 10,5 | --- | Deutschland | 8,9 | --- | Irland | 5,8 | --- | Schottland | 5,3 | --- | Wales | 4,3 | --- | Holland | 3,1 | --- | Frankreich | 2,1 | --- | Schweden | 0,3 |
|---|
| Land | Total | Prozent | --- | Deutschland | 6.978.000 | 14,3 | --- | Italien | 5.294.000 | 10,9 | --- | Großbritannien | 4.898.000 | 10,0 | --- | Irland | 4.723.000 | 9,7 | --- | Österreich-Ungarn | 4.315.000 | 8,9 | --- | Russland | 3.374.000 | 6,9 | --- | Schweden | 1.272.000 | 2,6 | --- | Norwegen | 856.000 | 1,9 | --- | Frankreich | 751.000 | 1,5 | --- | Griechenland | 655.000 | 1,3 | --- | Portugal | 446.000 | 0,9 | --- | Dänemark | 364.000 | 0,7 | --- | Niederlande | 359.000 | 0,7 | --- | Finnland | 33.000 | 0,1 |
|---|
Die Mehrheit der afrikanischen Sklaven wurde noch vor der amerikanischen Unabhängigkeit ins Land gebracht. Schätzungen gehen davon aus, dass vor der Unabhängigkeit etwa 300.000 Sklaven in die nordamerikanischen Kolonien Englands verschifft wurden. Zwischen dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und dem Sezessionskrieg folgten 100.000 schwarze Sklaven.
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