Das Einsatztraining (ET) ist ein praktisches Ausbildungs- und Prüfungsfach bei deutschen Polizeien, in dem theoretisch erlernte Inhalte in die Praxis umgesetzt werden. Dies geschieht in Anlehnung an den polizeilichen Alltag sowie an denkbare Szenarien.
Dabei werden Situationen gestellt, die Beamte in Ausbildung in jeder Hinsicht korrekt zu bearbeiten hat, sei es aus der rechtlichen, der sachlichen, der organisatorischen oder der vorgangsorientierten Sicht (letzteres: Polizeidienstkunde inklusive der Eigensicherung). Es wird darauf Wert gelegt, dass der Polizeischüler die Situation so abwickelt, als würde sie in Wirklichkeit stattfinden. Dies beinhaltet Übungswachen, echte Fahrzeuge, aggressive Störer und die Verwendung von Einsatzmitteln.
Deswegen beginnt das Einsatztraining mit dem Überprüfen der persönlichen Ausrüstung sowie aller anderen Führungs- und Einsatzmittel. Danach bekommt der eingesetzte Beamte einen typischen Einsatzfall übermittelt, den er dann zu bearbeiten hat. Bei der Bearbeitung wird dann von den Ausbildern überwacht, ob der Schüler korrekt handelt. Diese Beobachtung erstreckt sich auf rechtliche Belange, auf eine korrekte und höfliche Behandlung des Beteiligten. Manche Ausbildungsstätten videografieren die Handlung.
Nach Abschluss eines solchen Falles findet oftmals eine Nachbesprechung statt, bei der der Schüler sich der Kritik der Ausbilder stellt.
Bei der Bayerischen Polizei ist ET Prüfungsfach für die Laufbahnprüfung im mittleren und gehobenen Dienst.
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