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Der Einsatz ist eine besondere Leistung, Anstrengung oder Anweisung.

Der Begriff des Engagements in der Philosophie


Zu den Grundfragen der Philosophie gehört diejenige, wofür sich der Mensch engagieren soll. „Was soll ich tun“, fragt zum Beispiel Immanuel Kant. Allzu häufig im Laufe der Philosophiegeschichte wurde diese Frage lediglich restriktiv aufgefasst, wurde also bloß danach gefragt, was der Mensch nicht tun, was er unterlassen soll, wo die Grenzen seines Handelns liegen. In ihrer instruktiven Form aber zielt diese Frage darauf, auf welches Ziel hin der Mensch sein Denken und Handeln ausrichten, wofür er sich engagieren soll.

Wofür sich der Mensch in sinnentleerter Welt engagieren soll, danach fragten insbesondere Existenzphilosophie und Existenzialismus. So schrieb der deutsche Existenzphilosoph Otto Friedrich Bollnow: „Nur indem sich der Mensch engagiert, tätigen Anteil an etwas nimmt und seine ganze Kraft an dessen Verwirklichung wendet, fasst er Fuß in einer Wirklichkeit und gewinnt er zugleich seine eigene eigenste Wirklichkeit, indem er sich dem Zustand einer bloß unverbindlichen Möglichkeit entreißt.“ Bollnow weist aber auch auf die Gefahr des „existenziellen Abenteurertums“ hin, die daher rührt, dass nicht eindeutig entschieden werden kann, für welche Ziele sich Engagement lohnt und welche verfehlt sind. Engagement sei deshalb zugleich „Einfallstor für Aktivismus und Irrationalismus in die Ethik“, meinte Bollnow und nannte dies „Wikingerphilosophie“. Jean-Paul Sartre machte sich für eine „literature engagée“ stark: Aufgabe des Schriftstellers sei es, meinte Sartre, „so zu wirken, dass keiner die Welt ignorieren und keiner in ihr sich unschuldig nennen kann.“

Wirtschaft


Der Einsatz ist der monetäre Betrag, der für einen Geschäftsvorgang erforderlich ist, bis die Gewinnschwelle erreicht wird, z.B. Wareneinsatz.

Musik


Dirigierte Orchester werden von Dirigenten geleitet. Diese geben bestimmten Instrumentengruppen oder Sängern gestikulär den Einsatz ihrer Instrumente an, d.h. wann sie konzertant einstimmen. Dies geschieht einen Takt im Voraus.

Bei Spielen oder Wetten


Der Spieleinsatz bzw. Wetteinsatz ist ein Geldbetrag oder Gegenstand, um den gespielt bzw. gewettet wird.

Sozialverhalten


Der Einsatz ist das Bemühen einer Person, etwas zu erreichen, z.B. einen Studienabschluss. Schlauchtragekorb Freiwillige Feuerwehr München.jpg

Einsatz durch Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben


Einsätze, d.h. Ausrücken nach Alarmierungen, können auch von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben erfolgen. Das beteiligte Personal wird Einsatzkraft bezeichnet. Das kann ein Angehöriger der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei oder einer Hilfsorganisation sein. Einsätze finden vornehmlich im Außendienst statt.

Notfalleinsatz

Eine Situation wird zum Einsatz, wenn ein objektiver oder subjektiver Notfall für Menschen, Tiere oder Sachwerte besteht und dieser mit fremder Hilfe bewältigt wird. Eine Notsituation ohne fremde Hilfe ist noch kein Einsatz, aber eine Situation die keine Dringlichkeit im Sinne eines Notfalls hat, ist trotzdem ein Einsatz.

Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie die Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen werden so in Einsätzen tätig, wenn die medizinische, technische oder öffentliche Sicherheit gefährdet ist. Diese Organisationen halten aufgrund der Dringlichkeit dieser Lagen Verfahren vor, die einen Notfalleinsatz organisatorisch, personell und technische beherrschbar machen. Dazu gehören neben der Alarmierung und dem technischen Gerät auch gesellschaftliche Regelungen wie das Ehrenamt oder juristisch das Sonder- und Wegerecht.

Polizeieinsatz

Eine Besonderheit ist der Einsatz der Polizei ohne die o.g. Kriterien. Diese Einsatzarten dienen entweder der Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Sicherheitsstörung), der Gefahrenabwehr oder haben verwaltungsrechtliche Hintergründe (z.B. Vollzugshilfe). Diese Einsätze können entweder geplant („Zeitlage“) oder ad hoc auftreten („Sofortlage“), sind oft vielgestaltig und berühren die verschiedensten Rechtsgebiete wie Polizeirecht (beispielsweise Gefahrenabwehr), Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Strafverfahrensrecht und Verwaltungsrecht). Alltägliche Polizeieinsatzarten sind Versammlungen, Straftaten, Ordnungswidrigkeiten, Vermissungen, Verkehrsunfälle, Betriebsunfälle, Suizide, Alarme, verdächtige Wahrnehmungen, Feuer, Fahndungen, Randalierer, Belästigungen, Hilfeleistung, Verkehrsbehinderungen, Ermittlungen, geisteskranke Personen und entwichene Gefangene.

Bei Sofortlagen wird ein Einsatz durch die Einsatzzentrale aufgebaut, die einen Kräfteaufruf vornimmt (Alarmierung). Hierbei werden Einsatzmittel zugeordnet (meistens Streifen des Einzeldienstes), die sich meistens mittels eines Einsatzfahrzeuges zum Einsatzort begeben und die erforderlichen Maßnahmen treffen. Hierbei können lagebedingt Sonder- und/oder Wegerechte in Anspruch genommen werden. Dort wird die Lage mittels einer Lagemeldung an die Einsatzzentrale berichtet; dies geschieht in der Regel per Funk, wobei bestimmte Abkürzungen verwendet werden. Fahrzeuge bestimmter moderner Polizeiverbände sind mit einem Funkmeldesystem ausgestattet. Hierdurch wird der Einsatzleitung ein Überblick über die Tätigkeiten und die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte gegeben, wodurch die Steuerung der Einsatzmittel erheblich erleichtert wird.

Nahezu jeder Einsatz beinhaltet Maßnahmen und eine Sachbearbeitung, die sich zum Beispiel von der Festnahme über Durchsuchungen, erkennungsdienstlichen Behandlungen, Abgleiche mit Dateien, Vernehmungen, Gegenüberstellungen, Dokumentations-, Berichts-, Melde- und Verständigungspflichten bis zur Strafanzeigenerstellung erstrecken können. Fehlausrücker/Falschalarmierungen haben meist zur Folge, dass der Mitteiler für die Polizeikosten in Regress genommen wird.

Gewöhnliche Einsätze werden von der Einsatzzentrale geführt. Vor Ort wird ein Einsatz von derjenigen Streife geleitet, die zuerst am Ereignisort eingetroffen ist (genauer gesagt vom Streifenführer); ersatzweise vom Außendienstleiter, Dienstgruppenleiter, Dienststellenleiter einer Polizeiinspektion oder Direktionsleiter. Ereignisse wie Atommülltransporte oder Größere Gefahren-, Schadenlagen und Katastrophen (GGSK) erfordern Großeinsätze, bei der ein verbands- oder länderübergreifender Kräfteaufruf vorgenommen und eingesetzt wird. Diese Einsätze werden von Polizeiführern geleitet.

Teil jedes Einsatzes ist die Einsatztaktik und die Eigensicherung. Die Planung und Abwicklung wird in der Einsatzlehre beschrieben; Die Führung von Einsätzen wird in der Führungslehre behandelt. Beide Gebiete werden meist begrifflich zur Führungs- und Einsatzlehre (FEL) zusammengefasst.

Personaleinsatz


Der Personaleinsatz ist das Verwenden von Personal für bestimmte Aufgaben resp. Tätigkeiten, z.B. im Rahmen eines Dienstplans oder in der Personalbewirtschaftung.

Weblinks


Polizei | Feuerwehrausbildung

 

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