Einhard oder Eginhard (* ca. 770 im Maingau; † 14. März 840 Kloster Seligenstadt) war ein fränkischer Gelehrter und Geschichtsschreiber. Einhard war Nachfolger Alkuins als Leiter der Hofschule Karls des Großen, Ratgeber Ludwigs des Frommen und Laienabt des Klosters Seligenstadt.
Ein weiteres wichtiges Werk sind die Translatio et Miracula SS. Marcellini et Petri, ein Bericht von der Überführung der Reliquien zweier Heiliger von Rom nach Seligenstadt mit den für die Translationsberichte üblichen Wunder-Erzählungen. Schließlich sind noch die kurze theologische Schrift De adoranda cruce und eine für Gebetszwecke aufbereitete Auswahl aus den Psalmen zu nennen. Daneben ist eine größere Sammlung von Briefen Einhards (insgesamt 71, davon 58 mit Einhard als Verfasser) erhalten.
Mit der Einhardsbasilika in Steinbach bei Michelstadt im Odenwald - Ludwig der Fromme hatte Einhard diesen Ort im Jahr 815 geschenkt - hat sich ein karolingischer Kirchenbau fast im Zustand der Zeit des Begründers erhalten. Einhard gilt als Stammvater der Grafen zu Erbach (bis 1806 Regenten des Odenwalds).
In Erinnerung an Einhard und sein Werk wird von der Einhard-Stiftung zu Seligenstadt seit 1999 alle zwei Jahre der Einhard-Preis für biographische Literatur verliehen. Bisherige Preisträger sind Otto Pflanze (1999), Brian Boyd (2001), Joachim Fest (2003) und Irene Heidelberger-Leonard (2005).
In einigen Städten des Wirkungsgebiets Einhards stehen Denkmäler zu seinen Ehren, so in Seligenstadt und Eschweiler. In Aachen ist beispielsweise das Einhard-Gymnasium nach ihm benannt und in Michelstadt-Steinbach die Einhard - Grundschule. Auch in Pissen (Sachsen-Anhalt) existiert ein Einhard-Denkmal.
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