| Basisdaten | bgcolor="#F7F8FF" | Titel: | Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche | bgcolor="#F7F8FF" | Abkürzung: | EGBGB | bgcolor="#F7F8FF" | Art: | Bundesgesetz | bgcolor="#F7F8FF" | Geltungsbereich: | Bundesrepublik Deutschland | bgcolor="#F7F8FF" | Rechtsmaterie: | Zivilrecht | bgcolor="#F7F8FF" | FNA: | 400-1 | bgcolor="#F7F8FF" | Datum des Gesetzes: | 18. August 1896 (RGBl. 1896, S. 604) | bgcolor="#F7F8FF" | Inkrafttreten am: | 1. Januar 1900 | bgcolor="#F7F8FF" | Neubekanntmachung vom: | 21. September 1994 (BGBl. I S. 2494, ber. 1997 S. 1061) | bgcolor="#F7F8FF" | Letzte Änderung durch: | Art. 122 Gesetz vom 19. April 2006 (BGBl. I S. 862, 882) | bgcolor="#F7F8FF" | Inkrafttreten der letzten Änderung: 1) | 25. April 2006 (Art. 210 G vom 19. April 2006) | 1) Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung! |
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Die Art.55 bis Art.152 EGBGB bildeten zum Zeitpunkt der Einführung des BGB einen Kompromiß zwischen den nationalstaatlichen und wirtschaftsliberalen Bestrebungen einer reichseinheitlichen Zivilrechtskodifikation und den konservativen Bemühungen um die Aufrechterhaltung wohlerworbener Rechte und "heiliger" Rechtsgewohnheiten. Sie erlauben den Bundesstaaten (heute: Bundesländern) in den enumerativ aufgezählten Rechtsgebieten vom BGB abweichende oder das BGB ergänzende Vorschriften zu erlassen oder beizubehalten. Die Art.57 und 58 EGBGB a.F. gestatteten auch den landesherrlichen Familien für ihre eigenen Angelegenheiten vom BGB abweichende Regeln zu erlassen oder beizubehalten (sog. Hausverfassungen). Das EGBGB wird daher auch als eine "Verlustliste der deutschen Rechtseinheit" bezeichnet.
Die Vorschriften des BGB wurden für Landesherrn, landesherrliche Familien, für die Fürstliche Familie Hohenzollern, für die vormaligen Königshäuser Hanovers, Kurhessens und Nassaus nur insoweit angewendet, wie die Hausverfassungen des genannten Familien und das Landesprivatrecht nichts abweichendes vorsahen (Art.57 EGBGB). Der Vorrang der Hausverfassungen und des Landesprivatrechts galt in Ansehung des Familienrechts und der landwirtschaftlichen Güter auch für die vormals reichsständischen Häuser, die seit 1806 mittelbar geworden sind und gleichgestellten Häusern, sowie des vormaligen Reichsadels und diesem durch Landesgesetz gleichgestellten landsässigen Adels (Art.58 EGBGB). Art.60 EGBGB mildert das Vollstreckungsrecht in Grundstücke, welche nach den Art.57f. EGBGB nur beschränkt belastet werden dürfen.
Unberührt blieb auch das Recht über Familienfideikommisse, Lehen und Stammgüter (Art.59 EGBGB), die landesgesetzlichen Vorschriften über Regalien (Art.73 EGBGB). Art.95 EGBGB a.F. ließ das Landesgesinderecht unberührt.
Von hoher Bedeutung sind ferner die Übergangsvorschriften zum Recht der ehemaligen DDR und die Verordnungsermächtigungen .
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"Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche (Deutschland)".
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