Ein Weltladen ist ein Fachgeschäft des Fairen Handels. Ziel der Arbeit der Weltläden ist es, zu mehr Gerechtigkeit im Handel mit den Ländern des Südens beizutragen. Um dieses Ziel zu erreichen, verkaufen Weltläden Produkte aus Fairem Handel, beteiligen sich an politischen Kampagnen und leisten Informations- und Bildungsarbeit zu Fragen des Fairen Handels.
| Jahr | geschätzte Zahl von Weltläden |
| 1987 | 350 |
| 1995 | 700 |
| 2004 | 800 |
Dazu kommen einige tausend Aktionsgruppen ohne festen Laden.
Weltläden bieten unter anderem folgende Waren an: Kaffee, Tee, Honig, Gewürze, Orangensaft, Bananen, Kleidung, Lebensmittel, Kunsthandwerk
Die Waren werden meistens von der Gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH), der dwp e.G. oder der El Puente GmbH gekauft oder direkt von Selbsthilfegruppen in den Entwicklungsländern. Neben gepa, dwp und El Puente gibt es noch weitere Importorganisationen im Fairen Handel. Die meisten von Ihnen sind im ATO-TÜV des Weltladen-Dachverbandes anhand von Konventionen bewertet worden.
Häufig werden die Waren auch bei Festen und Märkten auf Verkaufsständen angeboten.
Weltläden entstanden zuerst aufgrund der Aktion Dritte-Welt-Handel, die 1970 von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend und dem Bund der deutschen katholischen Jugend zur Betreuung entwicklungspolitischer Aktionsgruppen gegründet wurde.
Das Modell der Weltläden wurde wegen vermeintlicher Ineffizienz bei der Erreichung seiner Ziele kritisiert, da der Umsatz der Läden so klein ist, dass er keinen wirklichen Effekt auf den Welthandel hat. Zur Verteidigung des Modells wird entgegnet, dass trotz der mangelnden Weltmarktbedeutung den Handelspartnern der Läden in der Dritten WeltHeute wird in der Regel der Ausdruck Eine Welt verwendet. ganz konkret geholfen wird und sich ihre Lebensbedingungen verbessern. Außerdem sei der Vorwurf, die Betreiber sollen sich nicht der Illusion einer Veränderung hingeben, indem sie versuchten, konkret etwas dagegen zu unternehmen, ein paradoxer - kritisiert werde somit die tatsächliche Arbeit damit, dass sie (noch) nicht ausreichend sei.
Mittlerweile werden mit dem TransFair-Siegel zertifizierte fair gehandelte Waren auch in Supermärkten und Kaufhäusern verkauft, so dass die Absatzkanäle erweitert sind. Sowohl in den Weltläden als auch in den Supermärkten steigen seit Jahren die Umsätze mit fair gehandelten Waren.
Andere Aspekte und weitere Kritik werden unter Fairer Handel behandelt.
Wirtschaft | Globalisierungskritik | Wirtschaftsordnung | Fairer Handel
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